Stöcklitrilogie


Publiziert von TomClancy , 24. Januar 2015 um 23:04.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:18 Januar 2015
Ski Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: Alptaler Berge   CH-SZ   Nördliche Muotataler Alpen 
Zeitbedarf: 6:30

Das Ferienende naht und plötzlich kommt der lang ersehnt Schnee, nun aber in Massen. Die Lawinenwarnstufe steigt weit herum auf eine hohe 3. So muss ein Erheblich-Ziel her. Die Tour auf den Biet vom Dienstag hat meinen Blick auf ein Ziel gelenkt, das ich schon länger ins Auge gefasst hatte: den Furggelenstock. Anders als am Dienstag nutze ich heute für die Anfahrt das Auto. So gondle ich gemütlich entlang via Zug durch das Ägerital. Die frisch verschneite Landschaft ist wunderschöne anzusehen. Am Ägerisee kommen mir Jugenderinnerungen in den Sinn. 10 Jahre Zeltplatzverbot hatten mir im Töfflibuebenalter ein Bubenstreich eingebracht: „Tja, manchmal war ich damals schon ein bisschen dem Tüüfl abem Charre gheit“. Nun ich und meine geduldigen Eltern haben es überstanden und heute bin ich doch um  einiges seriöser ;.)
So frage ich zum Beispiel auf dem Parkplatz der Laucherenbahn ganz artig, wo ich als Tourenfahrer ein Parkticket lösen könne, weil ich ja kein Bahnbenutzer sei. Der nette Einweiser ist sich nicht mal sicher, ob es so was gibt, aber an der Kasse wird einem für 10.- Fr der Tagesparkschein ausgehändigt. Nun steht einem sorgenfreien Skivergnügen nichts mehr im Weg. Beim Start ist es bitterkalt. Im tiefen Schnee gewinnt man aber schnell an Höhe und schon bald wird es Zeit, eine Tenüerleichterung vorzunehmen. Welch eine Pracht: der knietiefe Neuschnee ist von einer feinen Reifschicht überzogen, die ein wunderbares Funkeln verursacht. Eigentlich ist die heutige Tour ja eine klassische Schneeschuhtour, aber das ist im Moment nicht tragisch, zu schön ist das Naturerlebnis in dieser Winterwunderwelt. Kurz vor der Furggelenhütte gibt es einige Zwischenabfahrten, die aber dank dem tiefen Schnee problemlos zu bewältigen sind. Ein Apfelschorle, angereichert mit der wunderbaren Aussicht auf die Mythenregion, verleiht Flügel für den Schlussaufstieg auf den Furggelenstock.
Nun ist Zeit für ein kurzes, vegetarisches Picknick. Nicht lange, und schon geht es hinunter Richtung Halbegg und weiter zum Brünnelistock. Die Abfahrt zur Ibergeregg erfolgt auf der Skipiste, nicht das reine Vergnügen, aber effizient. Nun da der Ehrgeiz etwas geweckt ist, soll es noch hinauf zum Lauchernstock gehen – ja, wenn man schon mal in der Gegend ist!
Entlang des Schneeschuhtrails ist der Aufstieg ein Leichtes. Mittlerweile sind natürlich ganze Heerscharen den Weg gegangen, es ist ja schliesslich auch schon Nachmittag. Ab und zu zeigen sich nun auf der Muothathalerseite Nebelschwaden und bilden ein wild-romantisches Nebelmeer. Der Tag schreitet voran und langsam wird es später Nachmittag. Sobald die Sonne weg geht ist es bitterkalt. So ist der Aufenthalt auf dem Laucherenstöckli nur kurz: Abfellen, ein Schluck Tee und ab geht es auf den Abstieg. Abstieg? Ja, richtig gelesen: der Schnee liegt kniehoch, die Hänge sind flach, so dass nur mit gelegentlichen Stöckeln die Skipiste erreicht wird. Aber ab da geht es rassig talwärts Richtung Tschalun.
Noch wartet eine unerwartet lange Heimfahrt. Da offensichtlich alle möglichst lange Sonne und Schnee genossen hat, verlängert ein veritabler Stau die Heimfahrt. Zudem führt mich das Navi an Orte, von denen ich noch nie was gehört habe :-) Was soll‘s, das Auto ist warm und auch eine Autofahrt kann ihren Reiz haben. So geht ein wunderschöner, langer Tag zu Ende…

Tourengänger: TomClancy


Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentare (1)


Kommentar hinzufügen

Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 25. Januar 2015 um 08:27
tolle Bilder - und schön(e) lange Tour!

lg Felix


Kommentar hinzufügen»