Leistchamm-Glattchamm Runde


Publiziert von Alpin_Rise Pro , 3. Oktober 2008 um 14:50.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:20 September 2008
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG   Churfirsten 
Zeitbedarf: 1:00
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Arvenbühl

Ein unbekannter ist der Glattchamm auf hikr.org nicht mehr. Man siehts am Gipfelbuch, dort dominieren hier bekannte Namen klar! Die Überschreitung der drei Leistchämme ist ein kurzer, anregender Klassiker in den oberen T-Graden.

Zur Gipfelbuchkontrolle eine schnelle, wohlbekannte Rundtour im Nebel


Vom Arvenbühl über First und den Tritt über schmierige Pfade in den Kessel zwischen Hinter Leistchamm und Glattchamm (T3). Dieser wird von einem alten Bergweg durchzogen, teilweise sind noch Markierungen sichtbar. Plötzlich höre ich vor mir im Nebel mächtige Flügelschläge - ein Adler erhebt sich keine 5m vor mir aus dem Grau - wir waren beide ziemlich perplex ob dieser Begenung! Im Nebel verliere ich den Pfad bald, irgendwann nach Kraxeleien über Felsbänder und durch die sehr üppige Vegetation stehe ich am mittleren Couloir vom Glattchamm.
Dort wurde von tüchtigen Toggenburgern ein Nylon-Fixseil über die knapp senkrechte Einstiegsstufe sowie einige Schlaghaken angebracht, Auf- und vor allem Abstieg sind jetzt deutlich leichter (T4? T5?). Das Gipfelbuch ist in gutem Zustand. Die Einträge beweisen: oft wird der glatte Chamm nicht bestiegen, in zwei Jahren zählt das Gipfelbuch gerade mal ein knappes Duzend Besucher.

Zurück zum Einstieg, den ohne Gewölk sehr lohnenden Vorder Leistchamm lasse ich im Nebel links liegen. Der Gratkante folgend bis zum Aufschwung des Mittler Leistchamm. Die direkte Linie (IV+) wäre für solide Kletterer machbar, ist aber sehr exponiert. Etwas weiter nördlich kann die Stufe in leichter Kletterei gewonnen werden. Die Variante ca. 5m links der Gedenktafel ist im III. Grad (T6), ganz schön ausgesetzt und der Fels sieht zwar fest aus, ist es aber nicht immer... 360s Variante  überwindet die Felsbarriere ca. 100m weiter unten (nördlich).
Für den Abstieg auf der Westseite gilt das gleiche, es gibt viele Varianten, die leichtesten über das 10m hohe Stüfchen streifen den II. Grad
Über den Ostgrat des Hinter Leistchamm mit Ausnahme einer Stufe (T5+, II) leicht und luftig zum oft überlaufenen Aussichtsgipfel.

Mein ÖV-Zeitfenster ist mit dreieinhalb Stunden etwas knapp bemessen, vor allem für unfreiwillige  Zusatzschlaufen im Nebel. Darum zügig in 40 min nach Arvenbühl zurück, wo der letzte Bus um 18.21 fährt.

Tourengänger: Alpin_Rise

Galerie


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