Similaun(3606m) über Marzellkamm (3147m)


Publiziert von Tef Pro , 1. Oktober 2008 um 20:01.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Ötztaler Alpen
Tour Datum:27 September 2008
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Hochtouren Schwierigkeit: L
Wegpunkte:
Geo-Tags: A   I   A-T 
Aufstieg: 1800 m
Abstieg: 600 m
Strecke:Vent(1900m)-Martin Busch Hütte (2501m) - Marzellkamm(3147m) - Niederjochferner (Ostarm) - Similaun (3606m) - Niederjochferner (Westarm) - Similaunhütte (3014m)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:von der Arlbergautobahn ins Ötztal, nach Sölden nach Vent abbiegen. Einige Parkplätze im Ort, ansonsten vorher oder beim Lift
Kartennummer:Kompass Nr. 43

Bevor die Hütten schließen wollten wir das gute Wetter noch einmal ausnützen für eine Hochtour. Und es wurde wirklich ein traumhaftes Wochenende.
Begleitet hat uns mit Rat, Tat und Seil der Martl.

1.Tag:

Vent(1900m)-Martin Busch Hütte (2501m) - Marzellkamm(3147m) - Niederjochferner (Ostarm) - Similaun (3606m) - Niederjochferner (Westarm) - Similaunhütte (3014m)

Wir starteten um 9 Uhr in Vent bei noch von Hochnebel bedecktem Himmel. Bis zur Martin-Busch-Hütte geht es erst mal circa 1,5 Stunden auf einer Forststraße weit hinein ins Niedertal. Dabei lichtete sich der Nebel mehr und mehr und die Sicht wurde immer besser. Die schön gelegne Hütte sieht man erst wenige Minuten vor Erreichen. Man geht daran vorbei und überquert dann auf einer Brücke den Niederjochbach.
Ein Steig bringt uns nun in Serpentinen auf den Marzellkamm, die Schneegrenze lag bei circa 2700 Meter. Die Ausblicke wurden nun immer schöner, vor allem auf den Marzellferner tief unter uns, den Similaun und die Hintere Schwärze. Am höchsten Punkt des Marzellkamms bei 3147m lagen dann bereits gut 20 cm Schnee.

Nach kurzer Rast geht es wieder etwas abwärts, ehe man den Rand des Niederjochferners erreicht, wo wir uns anseilten.
Auf dem Gletscher liegt 20-40 cm pulvriger Neuschnee, die größeren Spalten sind noch offen, kleinere noch zu erkennen.
Wir folgten der Spur, Spalten umkurvend, in südliche Richtung bis zu einer kleinen Einschartung. Hier trifft unser Weg mit dem Anstiegsweg von der Similaunhptte zusammen.
Der Weg zum Gipfel ist ab hier ohne Gletscherberührung machbar.Deswegen deponierten wir das Seil und stiegen mit Steigeisen den verschneiten, aber harmlosen Westgrat empor. Die letzten Meter schwenkt der Grat nach Süden und wird etwas schmäler, der Firngrat wird dabei rechts umgangen.
Vom Gipfelkeuz blickten wir Richtung Italien auf ein Wolkenmeer (welches auch manchmal bis hoch schwappte), Richtung Norden auf die höchsten Gipfel der Ötztaler Alpen und noch weit darüber hinaus.
Wieder zurück bei der kleinen Einschartung seilten wir uns wieder an und stiegen über den westlichen Teil des Niederjochferners ab. Auch hier können die Spalten im Neuschnee noch identifiziert werden. Direkt beim Niederjoch, schon auf Südtiroler Seite, liegt auf 3014 Meter die Similaunhütte, die wir nun ansteuerten, gerade noch rechtzeitig, um draußen in der Sonne ein Weißbier zu genießen. Dabei hat man einen wunderbaren Blick auf die Ortleralpen mit dem Ortler, die Königinspitze und dem Cevedale.
Das Haus ist recht geräumig, sowohl die Lager als auch die Gaststuben, die Wirtsleut trotz des Betriebes freundlich. Wir hatten den letzten offenen Tag erwischt.

zum 2. Tag

Tourengänger: Tef

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