Bärensolspitz - Tierberg - Bockmattli


Publiziert von PStraub , 29. September 2008 um 17:06.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:29 September 2008
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   Oberseegruppe   CH-GL 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Kartennummer:1153 - Klöntal

Auslöser für die Routenwahl war einmal mehr eine kritisierte Einschätzung im Glarner Führer - davon unten mehr.
Um der Überprüfung etwas mehr Pepp zu geben, habe ich versucht, einen alternativen Aufstieg zur R. 125 auf den Bärensolspitz zu begehen. Solche Alternativen habe ich im Führer als "heikel und wenig sinnvoll" bezeichnet. Na ja, das war ja nicht ganz falsch ..

Route Bärensolspitz:
Vom Oberseetal irgendwie via Girsboden dorthin, wo auf der Karte die Höhenkote 1370 steht.
Dort im sehr schnell sehr steil werdenden Schrofengelände in der Falllinie hinauf.
Anfänglich geht das sehr elegant im Runsengerinne, das das T6 zu einem netten WS macht.
Unter der Baumgruppe (-> Bild) nach rechts in den Schrofenhang wechseln. Der anfänglich gutgriffige Fels wird zwischendurch zu griffarmen Platten, die genau in der Hangneigung liegen.
Die ersten rund 200 m sind T6 von der eher deftigen Sorte, dann wird das Gelände langsam etwas milder und besser strukturiert. Zuoberst wird der Hang zu einem guten T4.
Wenn man immer eher gegen rechts hält, erreicht man den Grat am äusseren Ende, wo er gegen die Geissgadenchöpf abfällt.

Auf der Höhe von ca. 1500 m kann man - nach einer exponierten Querung - auch Richtung Stäfeli aussteigen oder versuchen, dort zwischen den Tannen und Legföhren hinauf zu kommen.

Vom Gratende auf Gämswechseln via P. 1831.3 dem Söligrat entlang zu P. 1870. Auf dem Grat wachsen die - derzeit überreifen - Heidelbeeren gleich hektarenweise. Das macht das Vorwärtskommen eher langsam ..
In einem der Legföhrennester habe ich 3 "führige Geissen" aufgescheucht (Gemsgeissen mit Kitzen). Die sechs haben mir bis über den Tierberg hinaus 'vorgespurt'.

Bärensolspitz - Söligrat - P. 1870: Der Weg folgt Gämswechseln. Nur wer seine eigene Höhe der Schulterhöhe von Gämsen anpasst, kommt ohne Kratzer davon. T4

P. 1870 - Tierberg - Bockmattli: Im jetzigen Führer als T5 drin.
Mittlerweile wurde diese Passage signalisiert und markiert (blau - weiss).
Und sie wird offensichtlich begangen. Jetzt ist eine brauchbare Wegspur, wo vor 10 Jahren nur ein gelegentlicher Wildwechsel war.
Heute machte der böige Westwind, der einen ständig auf die 'falsche' Seite zu werfen drohte, die Gratpassagen allerdings doch zu einem 'gefühlten' T5.
Ich gebe somit ironknee und allfälligen andern recht: T4

Anschliessend Abstieg auf dem (ebenfalls neu markierten) Weg nach Ahornen.


Tourengänger: PStraub

Galerie


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