Von Trient über die Grandes Otanes


Publiziert von poudrieres , 3. November 2014 um 07:52.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Unterwallis
Tour Datum: 1 November 2014
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS   F 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1700 m
Abstieg: 1700 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit Postauto oder PW.
Kartennummer:map.geo.admin.ch

L'Arolette (2330m) - Les Grandes Otanes (2680m) - Pointe du Midi (2656m).

Schöne und abwechslungsreiche Höhenwanderung über dem Vallée du Trient mit Aussicht auf Chamonix und Mont Blanc.

Zum Jahresende ist immer ein wenig schwierig, noch schöne Routen zu finden, die nicht allzu sehr durch die schattigen Nordseiten führen in denen sich die ersten Schneefälle des Winters halten.

In Trient ist es noch ordentlich kalt und so bietet sich der Aufstieg über den von der Morgensonne beschienenen Osthang zur Alpe Tseppes an. Ein alter Ziehweg führt hinauf durch den lichten Wald bis zur Alpe. Am Pas des Moutons verlasse ich den Weg und steige ostseitig einen Felssporn umgehend entlang von Weidepfaden zur Carraye auf. Auf der Rückseite führt eine Wegspur durch den Wacholder hinab auf den Wanderweg.

Durch den Schatten des Croix de Fer geht es hinauf in einen Sattel. Von dort führen Wegspuren über l'Arolette und die Tête de Balme zum Col de Balme. Gut zu sehen ist der NW-Grat, der zu den Grandes Otanes hinaufführt. Der Grat ist erst grasig, dann zunehmend felsdurchsetzt. Flüchtige Wegspuren verlieren sich in den felsigen Passagen. Nach einer Abflachung wird der Grat zunehmend steil und bietet abwechslungsreiche einfache Blockkletterei bevor er kurz vor dem Gipfel der Grands Otanes wieder zurückfällt.

Der Gipfel bietet eine schöne Rundumsicht und Tiefblicke auf den Talkessel von Les Grands. Da es noch früh ist, entschliesse ich mit den Grat zur Pointe du Midi zu erkunden. Die Route ist einen Tick anspruchsvoller und ausgesetzter als der NW-Grat. Ich gehe ein Stück auf dem Grat zurück bis hinter einen Zwischengipfel und folge einem grasigen Couloir hinab in den Kessel von Les Grands. Oben grasig gestuft ist das Couloir unten schrofig steil bevor es weich ausläuft.

Flüchtige Spuren führen von Vers la Gouile zur Hütte Les Grands. Zwei grosse Steinmänner links und rechts einer Rinne dienen wohl als Wegmarken für den Winter. Ab Les Grands führt ein Ziehweg (wohl militärischen Ursprungs) hinab zum Chalet du Glacier. Ich wähle den Weg über die Bisse Trient-Combe, um noch von der Nachmittagssonne zu profitieren. Ein alter Fahrweg führt zuletzt in Kehren hinunter nach Trient.

Route: Le Peuty (Trient) - Les Tseppes - Carraye - L'Arolette - Tête de Balme - Col de Balme - Les Grand Otanes - Pointe du Midi - Vers la Goille - Les Grands - Chalet du Glacier - Bisse Trient-Combe - Le Peuty.

Orientierung: Über weite Strecken markierte Wege, sonst Weg- und Wildspuren. Im Blockgelände weglos.

Variante: Pointe du Van und Croix de Fer noch mitnehmen.

Schwierigkeit: Markierte Wege T2. Les Grand Otanes über NW-Grat T4+(II). Abstecher über die Pointe du Midi T5(II).

Bedingungen: Absonnig Schneeflecken. Sonst trocken.

Ausrüstung: Bergwanderausrüstung.

Einkehrmöglichkeit: Saisonbedingt keine.

Parkmöglichkeit: Trient.

Literatur: Bas Valais; Georges Sanga; SAC-Verlag.


Tourengänger: poudrieres


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Geodaten
 22843.gpx Les Grandes Otanes

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