Krinnenspitze


Publiziert von Tuppie , 15. Juli 2015 um 20:35.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum: 7 Oktober 2014
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 6:15
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Strecke:14 km

Es ist zur guten Gewohnheit geworden, dass mein Sohn Tobias und ich im Herbsturlaub eine gemeinsame Bergtour unternehmen. Einerseits versuche ich, auf seine kindesgemäße Kondition Rücksicht zu nehmen, andererseits möchte ich dabei möglichst auch Ziele anvisieren, die ich selber noch nicht kenne.

2012 war dies das Wertacher Hörnle, 2013 der Einstein, nun sollte es sein erster Zweitausender sein.
Die Krinnenspitze ist ein einfaches Ziel, schön gelegen mit einer sicher guten Aussicht und aufgrund des etwas höher gelegenen Startpunktes - das Tannheimer Tal liegt ja etwa 1100 m hoch - mit nicht gar so viele Höhenmetern. Also auf zum Haldensee.

Über die Jochstraße sind wir recht schnell in Österreich und parken an der Talstation der Krinnenbahn, die natürlich noch nicht fährt - der Parkplatz ist so gut wie leer. Kurz nach halb neun können wir starten. Den breiten Hauptweg verlassen wir alsbald und steigen einen schmaleren Pfad hinauf, der die weiten Serpentinen des breiten Hauptweges abkürzt. Allerdings ist der nordseitig verlaufende Pfad zwar gut zu gehen, aber recht feucht bis matschig - was es wieder etwas unangenehmer macht. Naja, wir kommen voran und erreichen nach cirka 50 min. den Hauptweg und sind alsbald in Sichtweite der Krinnenalpe.

Wir machen zunächst einmal Pause und gönnen uns eine Stärkung. Das Wetter will nicht so recht aufklaren, aber der Wind weht aus Süden – Föhn, wird also vielleicht noch, bis wir oben sind.

Es ist noch ganz schön frisch, so dass wir uns wieder auf den Weg machen. Der Gamsbocksteig ist hier ausgeschildert und bietet eine zeitsparende Route zum Gipfel. Von hier kann ich aber nicht erkennen, ob der Weg auch meinem Tobias zuzumuten ist. Wir wählen also die sichere Variante und queren an den Hauptdolomitabbrüchen der Nordseite entlang und wandern nur leicht ansteigend an der Westseite des Berges vorbei, um den Gipfelanstieg über die Südseite in Angriff nehmen zu können.

Unweit der Edenalpe, es wird inzwischen tatsächlich sonnig, fällt uns ein Kreuz auf einem Hügel auf. Der erste, wenn auch kleine Gipfel des Tages, klar, dass wir da noch einen kleinen Abstecher unternehmen. Wir genießen am „Gipfel“, den wir gegen 10:10 Uhr erreichen, sehr schöne Blicke auf den direkten Nachbarn der Krinnenspitze, den Litnisschrofen, sowie die Vildalpseeberge wie die Sulzspitze. Erinnerungen werden wach an die schöne Tour, die ich dort vor zwei Jahren unternahm.

Die Edenalpe lassen wir (vorerst) rechts liegen und werden uns hier sicher beim Abstieg ein kühles Getränk gönnen. Hinter der Alpe geht der Weg alsbald links die Südhänge hinauf – wir verzichten auf den Umweg über die Gäner Ödenalpe. Der Weg ist hier und dort matschig und so müssen wir immer wieder schauen, dass wir keine unnötig nassen Füße bekommen. Etwas weiter oben müssen wir ein wenig suchen, um dann doch wieder den richtigen Weg zu finden und erreichen dann um 11 Uhr einen Kamm östlich des Gipfels, wo wir Gemsen beobachten können. Der Himmel klart inzwischen minütlich mehr auf, wir haben Sonne und schon hier eine tolle Sicht. Also, auf den Gipfel! Noch ein paar Hänge, das Gipfelkreuz schon in Sichtweite und wir sind gegen 11:20 Uhr oben.

Wir nehmen uns Zeit für eine gemütliche halbstündige Pause, in der Zeit für eine Stärkung ebenso finden wie für Fotos, einen Eintrag in persönliche Tourenbuch und das Füttern der Alpendohlen, die ja praktisch auf jedem Gipfel zu finden sind. Für Tobias wohl ein besonderes Highlight, die Dohlen mit Krümeln seines Mehrkornbrötchens zu füttern, während ich ständig in die Runde schaue. 

Als wir gegen 11:50 Uhr den Abstieg antreten nehmen wir einen anderen, direkteren (auch ausgeschilderten) Weg runter und gelangen ohne matschige Stellen über den Enziansteig hinab. Zufrieden und gemütlich in der Sonne absteigend sind wir dann auch um ca. 12:25 Uhr an der Edenalpe. Hier bestellen wir zuerst einmal eine große Spezi und ein Bier und setzen und auf die Sonnenterasse, wo wir es uns nochmals gut gehen lassen. Erst um 12:50 Uhr können wir uns lösen und wir  wandern wieder an der Westseite des Berges entlang hinüber auf die Nordseite.

Nach einer halben Stunde sind wir an der Krinnenalpe unweit der Bergstation des Krinnenliftes, holen uns nochmals einen Stempel fürs Tourenbuch und nehmen dann den Talabstieg in Angriff. Wir bleiben nun meist auf dem gemütlichen Hauptweg und spazieren so talwärts und sind kurz nach 14 Uhr wieder am Auto – eine schöne „Vater-Sohn-Tour“ mehr im gemeinsamen Tourenbuch.

Durchgangszeiten der gemütlichen "Vater-Kind-Tour":
08:30 Talstation der Krinnenbahn
10:10 "Gipfelchen" an der Edenalpe
11:20 Gipfel Krinnenspitze (Rast bis 11:50)
12:25 Edenalpe (Rast bis 12:50)
14:05 Talststation der Krinnenbahn


Tourengänger: Tuppie

Galerie


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