Drei Schwestern-Tour im Ländle


Publiziert von Delta Pro , 18. September 2008 um 07:47.

Region: Welt » Liechtenstein
Tour Datum: 6 September 2008
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: FL   A   A-V 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 1510 m

Meine erste Tour im Fürstentum Liechtenstein: schnell gelaufen, viel gesehen, wenig geklettert

 

Hat man Bombo’s Bericht dieser Tour gelesen, kann man nicht weiter daran zweifeln, dass sich die Reise ins Ländle lohnt. So habe auch ich mich aufgemacht, nach der Schwestern-Tour über Glarus meine zweite Schwestern-Tour in diesem Jahr zu erleben. Während die erste gar nichts für „Schwestern“ war, trifft der Name für die zweite ziemlich ins Schwarze. Die Wege sind meist auf Meterbreite ausgebaut, mit Geländern versehen und entsprechend viel begangen. Dennoch lohnt sich die Wanderung, da sie durch eine äusserst reizvolle Landschaft führt, sich jederzeit grandiose Aus-, Weit- und Tiefblicke bieten und massenweise Gipfel eingesammelt werden können. Der Alpinwanderer kommt hier allerdings nur bedingt auf die Kosten. Deshalb war ich doch eher schnell unterwegs.

 

Fürstensteig – Kuhgrat – Garsellikopf (T3)

Von Gaflei benutzt man am besten den Fürstensteig, um auf die Schwestern zuzuhalten. Der Fürstensteig ist ein teils spektakulär in den Fels geschlagener Weg, der die Westabbrüche des Alpspitzes quert. Der Weg ist problemlos zu begehen, erfordert aber etwas Schwindelfreiheit (T3). Alle ausgesetzteren Stellen sind mit Stahlseilen oder sogar Geländern gesichert. Anschliessend auf gutem Wanderweg auf den Kuhgrat und weiter auf den Garsellikopf (T2). Der Schlussaufstieg auf diesen ist ziemlich steil (Treppen, Stahlseile, T3).

 

Drei Schwestern (T3, II)

Die drei Schwestern bestehen – wie der Name sagt – aus drei markanten Felstürmen, alle mit einem Kreuz gekrönt. Der höchste ist einfach zu besteigen (Stahlseile, etwas Kraxelei, T3). Die Mittlere Schwester ist deutlich abweisender. Der Aufstieg erfordert Kletterei im II. Grad (ca. 15m). Man erklettert das Wändchen unmittelbar über der Scharte zur höchsten Schwester. Der Fels hat massenweise Griffe, die jedoch schon recht abgespeckt sind. Die niedrigste Schwester scheint mir keinen einfachen Aufstieg aufzuweisen. Imposant ist vor allem der gewaltige Klemmblock, der sie mit der mittleren Schwester verbindet.

 

Garsellitürm (T6, II??)

So heisst ein imposanter Felsturm (Kreuz) im Ostgrat des Garsellikopfs. Beim Weg zu den Schwestern hatte ich mir eine Aufstiegsroute festgelegt und wollte diese auf dem Rückweg ausprobieren. Die Ernüchterung kam aber am Fuss des Berges: Ein Vater mit drei Kindern war gerade daran diese durch die Aufstiegsrinne abzuseilen, wobei sich massenweise Steine lösten. Nachdem ich das Kabarett gute 20 Minuten beobachtet hatte und die Kinder immer noch nicht unten angekommen waren, wurde mir die Sache zu blöd und ich zog weiter. Besteigung gescheitert!

 

Helwangspitz und Alpspitz (T3)

Zurück auf dem gleichen Weg über den Kuhgrat, diesmal mit einem Abstecher auf den Gafleispitz mit grossem Gipfelkreuz (gemäss Karte ist der richtige Gafleichopf etwas weiter nördlich). Weiter auf einem erstklassig ausgebauten Weg durchs Chämmi und auf einem Legföhrenpfad gegen links auf den Helwangspitz (T2). Die Besteigung dieses Gipfels ist vor allem für Gipfelsammler lohnend. Ausser viel Ruhe warten keine bergsteigerischen Herausforderungen. Zurück zum Chämmi und von dort auf einem guten Pfad auf den Alpspitz (schöner Aussichtspunkt) und zügig runter nach Gaflei.

 

Da der angekündigte Regen noch nicht eingetroffen war, gönnte ich mir noch eine zweite Tour an diesem Tag: Hoher Kasten – Stauberenchanzlen


Tourengänger: Delta

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Kommentare (1)


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Alpin_Rise Pro hat gesagt: Ländle
Gesendet am 18. September 2008 um 14:20
... den Schwestern hasts du aber gezeigt dieses Jahr!
Apropos Ländle: der Tourismus scheint hier sehr auf fernöstliche Gäste ausgelegt zu sein: www.malbun.ch/ ;-)

Gruss vom Sista's Fuss!


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