Grand Tavé 3'158m
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Mit dem Neuschnee in den Alpen bieten sich einfachere Wanderdreitausender geradezu an. Das Buch "Freie Sicht aufs Gipfelmeer" (http://www.ppb.ch/buchseite.html) bietet hier viele Möglichkeiten an. Nun braucht man nur noch nach Wetterlage die Region zu wählen und schwups steht man auf einem dieser faszinierenden Gipfel über dem Gipfelmeer und heute in meinem Fall über dem Wolkenmeer.
Start ist also in Mauvoisin unterhalb der Staumauer. Man kann die Besteigung des Grand Tavé auch als Rundwanderung gestalten, wer aber mit dem PW anreist hat dann das Problem, dass die Verbindung von Mauvoisin nach Fionnay mit den ÖV dürftig ist.
Von Mauvoisin geht's gleich steil zur Sache. Der Weg ist markiert und gut angeschrieben weil es der Hüttenweg ist zur Pannossière Hütte. In vielen Windungen steigt man hoch und quert dann nach Nordwesten die Hänge. Einige Bäche müssen überquert werden, bei Hochwasser könnte es hier ein Problem geben. Auf 2'500m wendet sich der Weg dann nach Südwesten zurück und bald kommt der Col des Otanes in Sicht. Der breite Pass öffnet den Blick zum Grand Combin und man kommt nicht mehr zum Staunen heraus über der wuchtigen Gestalt. Zu Füssen fliesst der breite Glacier de Corbassière.
Vom Pass aus ist dann fertig mit Wandern. Nun muss ein breites und steiles Couloir hochgestiegen werden. Die groben Blöcke und der Schutt sind kräftezehrend. Zusammen mit dem Neuschnee ergiebt das ein fieses Spiel: Ist unter dem Schnee eine glatte Steinplatte, ein Loch oder eine Kante? In jedem Fall Pech gehabt. Neuer Versuch. So arbeite ich mich hoch, immer der Blick nach oben, ist es noch weit? - Schlussendlich steigt man auf dem Nordgrat aus und befindet sich auf einem breiten Rücken. Von hier sind es dann noch ein paar hundert Meter zum Gipfel. Er kommt auch gleich zum Vorschein, aber dazwischen ist noch ein kleiner Sattel. Von da muss man über abwärtsgerichtete Platten hochsteigen, wer etwas nach Süden quert findet einen guten Durchgang wo es weniger rutschig ist. Die Rundsicht ist überwältigend. Im Westen der Grand Combin, etwas nördlich davon Combin de Corbassière und Petit Combin. Im Südosten La Ruinette :-) und Mont Blanc de Cheilon und genau östlich Le Pleurer, La Sale und weiter Rosa Blanche. Ich kann mich kaum satt sehen. Dazu scheint die gleissende Sonne über dem Wolkenmeer.
Für den Abstieg habe ich den gleichen Weg gewählt und nehme mir Zeit dazu. Vorteil einer Solobegehung ist, dass man nicht abgelenkt ist durch Gespräche und so mehr Details wahrnimmt. So kann ich mich einem Murmeltier bis auf wenige Meter nähern. Wachsam werde ich beobachtet, aber keine Spur von Angst oder Flucht. Eine schöne Begegnung!
Der Grand Tavé kann als lohnender Wanderdreitausender empfohlen werden mit der Einschränkung, dass das Couloir etwas mehr als Wandern erfordert.
Start ist also in Mauvoisin unterhalb der Staumauer. Man kann die Besteigung des Grand Tavé auch als Rundwanderung gestalten, wer aber mit dem PW anreist hat dann das Problem, dass die Verbindung von Mauvoisin nach Fionnay mit den ÖV dürftig ist.
Von Mauvoisin geht's gleich steil zur Sache. Der Weg ist markiert und gut angeschrieben weil es der Hüttenweg ist zur Pannossière Hütte. In vielen Windungen steigt man hoch und quert dann nach Nordwesten die Hänge. Einige Bäche müssen überquert werden, bei Hochwasser könnte es hier ein Problem geben. Auf 2'500m wendet sich der Weg dann nach Südwesten zurück und bald kommt der Col des Otanes in Sicht. Der breite Pass öffnet den Blick zum Grand Combin und man kommt nicht mehr zum Staunen heraus über der wuchtigen Gestalt. Zu Füssen fliesst der breite Glacier de Corbassière.
Vom Pass aus ist dann fertig mit Wandern. Nun muss ein breites und steiles Couloir hochgestiegen werden. Die groben Blöcke und der Schutt sind kräftezehrend. Zusammen mit dem Neuschnee ergiebt das ein fieses Spiel: Ist unter dem Schnee eine glatte Steinplatte, ein Loch oder eine Kante? In jedem Fall Pech gehabt. Neuer Versuch. So arbeite ich mich hoch, immer der Blick nach oben, ist es noch weit? - Schlussendlich steigt man auf dem Nordgrat aus und befindet sich auf einem breiten Rücken. Von hier sind es dann noch ein paar hundert Meter zum Gipfel. Er kommt auch gleich zum Vorschein, aber dazwischen ist noch ein kleiner Sattel. Von da muss man über abwärtsgerichtete Platten hochsteigen, wer etwas nach Süden quert findet einen guten Durchgang wo es weniger rutschig ist. Die Rundsicht ist überwältigend. Im Westen der Grand Combin, etwas nördlich davon Combin de Corbassière und Petit Combin. Im Südosten La Ruinette :-) und Mont Blanc de Cheilon und genau östlich Le Pleurer, La Sale und weiter Rosa Blanche. Ich kann mich kaum satt sehen. Dazu scheint die gleissende Sonne über dem Wolkenmeer.
Für den Abstieg habe ich den gleichen Weg gewählt und nehme mir Zeit dazu. Vorteil einer Solobegehung ist, dass man nicht abgelenkt ist durch Gespräche und so mehr Details wahrnimmt. So kann ich mich einem Murmeltier bis auf wenige Meter nähern. Wachsam werde ich beobachtet, aber keine Spur von Angst oder Flucht. Eine schöne Begegnung!
Der Grand Tavé kann als lohnender Wanderdreitausender empfohlen werden mit der Einschränkung, dass das Couloir etwas mehr als Wandern erfordert.
Hike partners:
Fenek





















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