Chaiserstock - eine Pendenz, die jetzt keine mehr ist


Publiziert von Mo6451 Pro , 18. September 2014 um 21:24.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:18 September 2014
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   CH-UR 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 846 m
Abstieg: 847 m
Strecke:8,3 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Luzern - Arth-Goldau - Sisikon; Postauto Sisikon - Riemenstalden-Chäppeliberg
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Postauto Riemenstalden-Post - Sisikon; cff logo Sisikon - Altdorf; Tellbus Altdorf - Luzern
Kartennummer:map.wanderland.ch

Da die geplante SAC Tour auf Madom di Sgiof wegen schlechten Wetters verschoben werden muss, wollte ich vor meiner Abreise in die Haute Provence noch einen einheimischen Berg besteigen. Auch wollte ich nicht so weit fahren und da fiel mir ein, dass ich den Chaiserstock schon mal versucht, aber beim Chaiserstocktor abgebrochen hatte. Also heute einen zweiten Versuch.

Mit der ersten und am Morgen einzigen ÖV-Verbindung hinauf nach Riemenstalden-Chäppeliberg. Auf den Transport mit der kleinen Seilbahn hinauf nach Spillau musste ich noch eine Viertelstunde warten, so dass ich kurz vor neun Uhr meine Wanderung beginnen konnte.

An der Lidernenhütte machten sich die Ersten fertig für Klettertouren.Eine Einkehr in die Hütte war erst für später vorgesehen.  Mein Weg führte vorbei am Schmal Stöckli hinauf zu den Seelenen. Der Weg war trocken, aber durch die Kühe doch arg in Mitleidenschaft gezogen. Der Abtrieb ist schon erfolgt, die Stacheldrahtzäune bereits niedergelegt. Lediglich einige Schafe machten mit ihrem Gebimmel auf sich aufmerksam.

Kurz hinter P 1942 teil sich der Wanderweg, hier könnte man direkt zum Fulen abzweigen. Weiter Richtung Osten steige ich auf  über P 2076 bis P 2270. Zum Chaiserstock geht es nach Norden, zum Fulen südwärts. Ab hier sind alle Routen mittlerweile wbw markiert worden. Wie mir der Postbusfahrer später erklärte, will man mit der Ummarkierung weitere Unfälle verhindern. Offensichtlich mit Erfolg.

Der Weg zum Chaiserstock war schon immer wbw markiert. Er führt jetzt durch Wiesen und Schottergelände, teilweise auch über etwas gröberes Blockgestein. Am Ende dieses Weges erreicht man das Chaisertor. Die neue Markierung schreibt genau vor, wie man das Chaisertor erklimmen soll.

Oben angekommen, habe ich mich entschlossen, meinen Rucksack zu deponieren und weiter ohne aufzusteigen. Eine gute Wahl.  Der weitere Weg führt etwas abseits um den Felsblock herum, dann geht es rechts hinauf in die Felsen. Anfangs ohne Seilsicherung, etwas später kann man mit Hilfe des Seils recht gut aufsteigen. Die ein oder andere Seilstütze hat bereits ihren Geist aufgegeben und baumelt lose am Seil herum.

Nach einem ersten Steilstück folgt ein etwas ausgesetzter, schmaler Grat, bevor ein weiterer Steilaufschwung folgt. Der letzte Abschnitt der Kletterei führt durch ein schmales Couloir und ist mit einer grobgliedriegen Kette gesichert.

Hat man diese Stück überwunden folgt nun wieder etwwas lechteres Gehgelände, das allerdings recht rutschig ist. Langsam kommen auch das Gipfelkreuz und der große Steinmann ins Blickfeld. Oben auf den Gipfel hat man eine wunderbare Panoramasicht. Das Wetter war noch klar, obwohl sich im Süden bereits dicke Wolken über die Berge schoben. Zudem wehte ein etwas unangenehmer Wind. Deshalb verschob ich meine Pause auf einen späteren Zeitpunkt. Nach den entsprechenden Fotos ging es wieder an den Abstieg, wo ich bald von den beiden jungen Männern eingeholt wurde, die ich oben auf dem Gipfel traf.

Zurück am Chaisertor sattelte ich meinen Rucksack und machte mich auf den Rückweg zur Lidernenhütte. Neben den beiden jungen Männern traf ich nur noch vier Personen, die alle noch im Aufstieg zum Gipfel waren.

Der Weg zur Lidernenhütte ist  lang und entgegen der Prognose der Wetterfrösche viel doch etws Regen vom Himmel. In der Hütte genoss ich eine leckere Suppe, bevor mich die Gondel wieder zurück nach Chäppeliberg brachte.

Das Postauto muss reserviert werden, dumm nur, wenn man dann kein Netz hat. Also musste ich bis Riemenstalden Post runterlaufen, wo die freundlichen Mitarbeiter im Restaurant das Postauto für mich bestellten. Danke noch einmal dafür.
Über Sisikon und Altdorf ging es wieder zurück nach Luzern.

Tour im Alleingang.


Tourengänger: Mo6451

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