Col de Milon


Publiziert von stargazer , 14. September 2014 um 23:49.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum:13 September 2014
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 9:15
Aufstieg: 1820 m
Abstieg: 1820 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:öv nach Zinal, poste
Zufahrt zum Ankunftspunkt:öv vopn Zinal, poste
Unterkunftmöglichkeiten:Hotel Europe

Das Wochenende sollte im Wallis und im Tessin sehr sonnig werden, also nix wie los nach Zinal.

Samstag morgen ging es kurz nach 8 Richtung Cabane d'Arpittetaz. Die Option über Pas du Chaseur (T5) hatte ich für mich ausgeschlossen, das war mir mit meinen nicht knöchelhohen Trekkingschuhen nicht geheur, also ging es über Vichiesso in einem Bogen über den Lac d'Arpitteta zu Cabane. Zwischenzeitlich bildete sich noch Nebel, durch den die Sonne im Wald sehr schöne Schattenspiele zeigte. Nach 3:20 Stunden war die Hütte erreicht. Was für eine schöne Umgebung !

Nach einer ausgiebigen Pause auf der Hütte mit der sehr freundlichen Hüttenwartin habe ich mich dann entschlossen, über den Col de Milon wieder nach Zinal zurückzukehren. Der Weg führt erst wieder ein paar Meter abwärts, um dann auf einer Moräne eines Gletschers (Weisshorngletscher ?) 300 Höhenmeter nach Oben zu führen. Hier sollte man schon einigermassen schwindelfrei sein, stellenweise geht es links und rechts recht steil nach unten. Die letzten Höhenmeter zum Col de Milon geht es dann über losen Schutt, aber auf gut erkennbarem Pfad. Mit einem Mal weitet sich die Aussicht und die Cabane de Tracuit kommt in den Blick. Der Abstieg ist die ersten Meter recht steil und kettenversichert. Es war sehr feucht und rutschig und nicht richtig zu entscheiden, ob das "nur" feucht oder teilweise überfroren war. Unter grossem Zeitaufwand kam ich schliesslich auf der Geröllhalde an, von wo aus der Weg wesentlich einfacher wurde. Der Weg verliert bis 2700 m an Höhe, um danach wieder auf 3000 m anzusteigen. Man könnte hier sicherlich auch weglos bis zu der Ebene des Torrent du Barme absteigen und man wundert sich, warum man nochmal bis 3000 m hoch soll. Schlussendlich ist die Aussicht  bei dem Gegenanstieg sehr zu empfehlen. Man sieht nochmals das alles beherrschende Zinalrothorn über dem Col de Milon. Der Abstieg vom Col und der Gegenanstieg waren sicherlich das mühsamste an der ganzen Tour. Auf dem Hüttenweg zur Cabane du Tracuit angelangt, geht es dann der Wanderautobahn nach unten. Mit Wanderstöcken braucht man dann starke anderthalb Stunden für die 1300 Hm bis nach Zinal. Dabei kann man einige Bishornbezwinger überholen. Es war erstaunlich, wieviele Bergstieger noch zur Cabane du Tracuit aufgestiegen sind. Sonntag morgen war das Bishorn sicherlich gut besucht !

Nach guten 9 Stunden und 21 km Strecke kam ich dann gegen halb sechs wieder in Zinal an.

Eine schöne aber auch anstrengende Tagestour sowhl was Technik als auch Kondition angeht. Viele machen die Tour wohl als 2-Tagestour mit übernachtung auf der Cabane d'Arpittetaz.


Tourengänger: stargazer


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