Ein abwechslungsreicher Tag


Publiziert von genepi , 15. September 2014 um 13:31.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:12 September 2014
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 1250 m
Abstieg: 1850 m

Etliche Male bin ich über den Simplon gefahren und stets war ich vom kurzen Blick ins Laggintal fasziniert. Deswegen wollte ich dieser Sache ein bisschen näher treten.

Gestartet war ich in Simplon Dorf. Von dort steht der markierte Weg den ganzen Hang hinauf der das Dorf überragt. Der ganze Aufstieg ist ziemlich steil und es ist empohlen früh aufzubrechen. Somit kann man in der Kühle aufsteigen. Der Aufstieg ist abwechslungsreich und quert durch Weiden, Wälder und Geröll.
Beim Ritigrabe befindet sich ein Stahlseil. Der Nutzen dieses Seils kann ich erahnen: oberhalb des Weges lag noch Lawinenschnee. Ich kann mich also gut vorstellen dass es hier im Frühsommer unangenehm sein könnte.

Tiefblicke gibt es während des Aufstiegs wenige (ausser beim Ritigrabe und weiter oben beim Bärefad. Nur ab Antonius weitet sich die Aussicht aus. An dieser Stelle kann man eine wunderschöne Aussicht auf Monte Leone, Gondoschlucht und die drei Gipfel des Fletschhorn, Lagginhorn und Weissmies geniessen. Bei Antonius hat man ebenfalls das grösste Stück an Höhenmeter gewonnen.

Von diesem Punkt geht der Weg, stets ab- und aufsteigend, in Richtung Süden bis man, kurz vor einer Ecke, steil aufsteigen muss. An einer Stelle ist der Weg eingestürtzt und es könnte bei schlechter Witterung an dieser Stelle heikel werden. Auf der Ecke sieht man die Alp Färicha gegenüber. Man sieht ebenfalls wo es weitergeht... da das Biwak in Sicht ist.

Der Weg erreicht dann, oberhalb Färicha, eine kleine Mulde und steigt durch die letzten Hänge hinauf bis man das Biwak erreicht. Das ursprüngliche Biwak befand sich weit höher auf der Moräne, circa bei Punkt 2791m.

Der Weg führt dann weiter in Richtung Gärtjini. Dieser ist zum Teil spärlich markiert. Ebenfalls sind die Markierungen teilweise verwittert. Dementsprechend ist die Route nicht immer eindeutig. Weiter, unterhalb des Punkts 2411m verlauft der Weg höher als er ursprünglich eingezeichnet war. An diesem Ort gibt es ebenfalls einen Verhauer, da Markierungen weiter hinauf führen. Auf dem anderen Ufer des Bachs muss man deutlich absteigen um die ausgeprägte Moräne an dessen Fuss zu queren.

Hat man Gärtjini erreicht muss man noch weiter nach Osten absteigen. Dann sieht man die Alp Bidumji. Der Blick ist eindrucksvoll da man nicht genau weiss wo es durchgeht. Der Weg ist aber gut begehbar.
Hat man Bidumji erreicht, geht der Weg weiter, durch immer dichter werdenden Wald ins Laggintal hinab. Jedoch, bevor man den Talboden erreicht, gibt es noch eine Überraschung: über eine Brücke muss man den Bach queren der man weiter oben, bei den Moränen überquert hat. An diesem Ort ist er jedoch einen tosenden Bach geworden. Zum Glück wurde hier eine Metallbrücke montiert. Den Bach durch zu waten wäre ganz bestimmt gefährlich.

Weiter unten im Tal gelangt man auf einer Strasse wo das fortschreiten leichter wird. Die Strasse führt an einige Häuser vorbei und weiter, aus dem Laggintal.

Als ich an Wäxel ankam, war es 14:00... zu früh um zum Hotel zurück zu queren. Entsprechend, entschloss ich mich, die Gondoschlucht abzusteigen. Vorbei bin ich bei Steinhuis somit konnte ich den Stockalper-Weg direkt zu erreichen und nicht über Gabi.

Die Wanderung durch die Gondoschlucht war für mich ebenfalls eine Überraschung. Mehrmals bin ich die Strasse gefahren und das Gefühl, das man beim Wandern bekommt ist das die Schlucht weniger bedrückend ist.

In der Schlucht ist der GPS nicht benutzbar... da die komische Route die mit dem Bericht aufgezeigt ist...


Tourengänger: genepi


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