Pointe du Prélet (3000m) & Pointe du Tsaté (3078m)


Publiziert von أجنبي , 13. September 2014 um 00:47.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum: 6 September 2014
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1100 m
Strecke:Lac de Moiry P. 2250 – P. 2334 – P. 2400 – Alpage de Torrent – Lac des Autannes – P. 2716 – P. 2843 – Col de Torrent – P. 2986 – P. 2943 – P. 2972 – P. 2970 – Pointe du Prélet – P. 2929 – P. 2971 – Pointe du Tsaté – P. 2555 – P. 2503 – Le Louché P. 2396 – P. 2400 – P. 2334 – Lac de Moiry P. 2250
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV bis Lac de Moiry, barrage
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV ab Lac de Moiry, barrage
Unterkunftmöglichkeiten:Auberge Alpina, Zinal
Kartennummer:LK 1:25.000: 1327 Evolène

Nach der Übersiedlung von der Domhütte in die Auberge Alpina in Zinal hätten wir zwar die grösste Lust gehabt, gleich aufs Bishorn zu steigen, doch an Wochenenden sind derlei Dinge für uns Tabu. Also taten wir unser Bestes, die uns unbekannte Gegend um den Lac de Moiry zu erkunden. Als Ziel steuerten wir einen grösseren Wandergipfel in der Gegend an, die (oder den) Sasseneire.

 

Da wir im Val d'Anniviers logierten und dort Kurtaxe bezahlten, erhielten wir einen Pass Anniviers Liberté, mit dem wir unter anderem gratis das Postauto benutzen durften. Gute Sache! Glück hatten wir auch noch, stellten doch die Direktbusse ab Zinal zum Stausee am Sonntag den Betrieb ein. Kurz nach 9 Uhr starteten wir bei frischer Temperatur zu unserer Tour und waren heilfroh, auf der anderen Seite des Staudamms in den ersten Sonnenstrahlen aufzutauen.

 

Fortan ging es einfach (T3) und den Wegweisern folgend hoch zum Col de Torrent, den wir nach eineinhalb Stunden erreichten. Kaum wandten wir uns unserem Ziel zu, wurde dieses von Wolken verschluckt. Madame gefiel das nicht. Viel mehr reizte sie die Erkundung des Grats in Richtung Pointe du Tsaté. Ohne Ahnung, was uns das erwarten würde (und ganz entgegen meiner sonst seriösen Tourenplanung) stolperten wir also auf einem schwach ausgeprägten Pfad in Richtung P. 2986. Bis zur Pointe du Prélet gestaltete sich die Sache als munteres Auf-und-ab, einmal unterbrochen durch eine kurze Leiter, die über einen Felsabsatz hoch half.

 

Unter unseren Füssen hatten wir Schiefer ohne Ende, wahlweise blieben wir auf oder dicht am brüchigen Grat. Kurz vor Mittag, also 2h 40min nach Abmarsch am Stausee, erreichten wir die Pointe du Prélet, einen wenig markanten Gipfel. Der Magen knurrte, doch verschoben wir die Anniviers-Würschtli-Verzehrerei auf die Pointe du Tsaté, welche wir in kurzer Zeit einzunehmen gedachten. Der Gratverlauf schaute ja einfach aus – so zumindest unser Eindruck.

 

Kurz nach P. 2929 wurde die Sache anspruchsvoller. P. 2971 wäre durch einen sehr schmalen Riss zu erkraxeln gewesen, doch erspähte Madame linkerhand eine Pfadspur, auf welcher sich die wenig stabil ausschauenden Grattürme ostseitig umgehen liessen. So stiegen wir etwas ab, blieben aber hart am Fels. Wirklich gemütlich war das nicht, ging aber dank etwas Trittsicherheit gut auf. Nur: Wie würde es zurück auf den Grat gehen? Wir fanden keine überzeugende Antwort und stiegen vorsichtig, in steilem Gelände etwas ab (T5), um dann durch eine weniger steile Schuttflanke wieder hoch auf den Grat zu gelangen. Von dort liefen wir etwas zurück zu P. 2971, um Aufschluss über die korrekte Route zu erhalten. Es machte den Eindruck, als wäre es über den Grat oder westseitig letztlich einfacher gewesen.

 

Von nun an gestaltete sich der Aufstieg zur Pointe du Tsaté wieder einfacher und so erreichten wir um 12.30 Uhr mittlerweile ziemlich hungrig dessen diverse Gipfelchen und Lawinenverbauungen. Leider war die Aussicht ziemlich beschränkt, weshalb wir nach der Mittagsrast bald zurück zu P. 2971 abstiegen. Kurz davor bogen wir nach Osten ab und stiegen weglos, doch einfach zur Brücke bei P. 2555 ab. Zurück zum Staudamm gelangten wir über den Wanderweg.


Tourengänger: أجنبي


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