Via Gottardo 17. Giubiasco - Isone - Cap. Monte Bar (Eigene Variante)


Publiziert von Baeremanni Pro , 31. August 2014 um 16:19.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Bellinzonese
Tour Datum:28 August 2014
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Gruppo San Jorio-Monte Bar   CH-TI   Gruppo Camoghè 
Zeitbedarf: 7:45
Aufstieg: 1516 m
Abstieg: 839 m
Strecke:Giubiasco - Camorino - Seilbahn - Croveggia - Monti del Tiglio - Cima di Dentro - Isone - Gola di Lago - Capanne Monte Bar
Zufahrt zum Ausgangspunkt:öV (SBB) nach Giubiasco eventuell Autosbus bis Camorino
Unterkunftmöglichkeiten:Capanna Monte Bar SAC
Kartennummer:276T Val Vercasca, 286T Malcantone, 287T Menaggio, Ausdrucke SchweizMobil

Der Blick aus dem Hotelfenster ist nicht gerade super. Ich entschliesse mich dennoch, diese Etappe in Angriff zu nehmen. Im Hotel lag ein Prospekt der Seilbahn zur Alp Croveggia. Hat mich angemacht, so bin ich also erst einmal eine halbe Stunde zur Talstation in Camorino gewandert. War natürlich zu früh dort und die Bahn fährt erst um 09:00 h  (Fährt nur 2 x mal im Tag oder auf Bestellung).
Nach und nach traffen dann auch noch Leute ein, welche zur Arbeit auf die Alp wollten. Schon ein bisschen etwas komisches Seilbähnchen, aber von ähnlichen gibt es noch mehr im Tessin.
Nach der langsamen Fahrt hinauf auf 920 MüM ging es (Ohne Kaffee) gleich los mit Wandern. Und wie, 200 Höhenmeter sehr steil durch den Wald hinauf zur "Pian Grande". Dafür nun fast der Höhenkurve entlang, mal etwas über 1100 MüM, mal etwas darunter, südwestwärts. Immer durch Wald mit fast nur Buchen.Bei der Alp Cremorasco erstmals einen schönen Tiefblick hinunter in die Magadinoebene und zurück bis weit über Biasca.
Nur wenig später ist der Weg gesperrt, Durchgang nur an Sonn- und Feiertagen? Natürlich Schiessplatz "Monti del Tiglio" zum Waffenplatz Isone. Nun, wenigstens war eine Umleitung signalisiert. In Monti Tiglio hingen zwar einige Soldaten herum. Als ich nach dem Weiterweg fragte, waren es WK-Soldaten, welche auch keine Ahnung hatten. Den nächsten "Krieger" den ich antraf verstand nur französisch und wollte nichts verstehen. Zuguterletzt kam dann noch ein Oberleutnant, welcher mich erst mal so richtig "zusammenscheissen" wollte, da kam er an den falschen Kunden, habe ich doch selber viele Male Schiesswache gemacht. Ich wusste mich zu wehren, da auf den Verbotstafeln stand, dass der Weg nur bei aufgezogenen Ballonen oder Schiessfahnen gesperrt sei, also für mich passierbar. Als der "Hampelmann" mir drohte, bot ich ihm an, mit dem Schulkommandanten zu telefonieren. Dies wollte der liebe Mann dann doch auch nicht und zeigte mir dann sogar auf der Karte noch genau den gesuchten Wanderweg.
So ging es halt wieder mal auf Teerstrassen weiter bis zur Cima di Dentro mit der grossen Antenne, welche schon weither, auch vom Tal sichtbar ist.
Ziemlich genau bei P. 1013 fand ich dann auch den anfänglich etwas überwachsenen Pfad hinunter. Der Wanderweg führt offensichtlich über den einstigen Alpweg nach Isone. Der Weg ist meist recht gut erhalten und auch nicht gerade extrem steil.
In Isone traf ich dann endlich wieder einmal eine Beiz. Allerdings bestellt ich bloss CocaCola, mein Weg war noch nicht mal zur Hälfte gemacht.
Nach dem Halt noch etwas hinunterzum Bach "Vedeggio". Auf rund 700 MüM ging es über die Brücke. Nun ostwärts und stellenweise sehr steil in der Fallinie hoch bis kurz vor der Calanchetto. Ab jetzt wieder Richtung Süd bis Muricce, 951 MüM. Ueber Weiden und Wald angenehm über die Alpe di Zalto zum Wegkreuz bei Gola di Lago. Nach einer Mittagsrast über Zalto, Davra nach Pian Passamonte. Nun strahlt auch die Sonne wieder und heizt. Und der Wald ist auch fertig, dafür in happigem Zickzack wieder hinauf auf 1100 Mter. Dann langezogen zur Alp Davrosia auf 1194  MüM. Noch ein Zick und Zack um die Fortificatione Davrosia.
Nun wieder mal Südwärts, stetig steigend zum Motto della Croce mit dem weither sichtbaren Kreuz auf 1393 MüM
Um den Grat der Caval Drossa herumund was sieht mein Glasauge. Eine breite asphaltierte Bergstrasse, musste das sein? Bis ungefähr unterhalb P.1583 nun Landstrassentippel, nicht gerade erhebend. Doch den letzten Kilometer bis zur Capanna Monte Bar ist dann die Strasse zwar breit, aber doch nicht mehr mit Belag.
Nun ist im kleinen Wäldchen auch schon die Hütte auf ziemlich genau 1600 MüM sichtbar. Nur wenig später bin ich auf der Hütte, werde freundlich empfangen und komme zum ersten Bierchen des Tages.
Nach einem gemütlichen Abend mit anderen Wandersleuten geniess ich dann die Nachtruhe alleine im Zimmer.

Tourengänger: Baeremanni

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