instabile Geröllhalden am Rätschenhorn und Madrisa


Publiziert von KraxelDani , 9. September 2008 um 11:22.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Prättigau
Tour Datum:26 August 2008
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   A 
Zeitbedarf: 10:00
Aufstieg: 1750 m
Abstieg: 1750 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Postauto nach cff logo St. Antönien, Post
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Postauto ab cff logo St. Antönien, Rüti
Kartennummer:1177 Serneus

Wildnis, wie sie mir gefällt: nur noch Fels und Steine, gross und klein. Ich konnte seit langem mal wieder alleine meine Grenzen ausloten. Das Ausprobieren am Madrisahorn brauchte aber seine Zeit. Wetterglück, weil es mich selbst kaum eingenebelt hatte. Grandiose Aussichten in alle Richtungen.

Tour im Alleingang, Start um 6:45 Uhr, Ankunft um 16:45 Uhr

Routenbeschreibung:
  • St. Antönien Platz - Aschariner Alp: T2
    markierter Weg
  • Aschariner Alp - Saaser Calanda: T4
    Wegspuren, auch eingezeichnet auf 1:25000er und 50'000er Karte. Die Querung der feinen Geröllhalde ist bereits eine rutschige Angelegenheit. Der anschliessende Aufstieg zum Grat hat mich dann schon ziemlich gefordert, auch weil ich an dieser Stelle keine Schwierigkeiten vermutet habe. Irgendwann orange-farbene Plastikfixseil. Zu Beginn habe ich gedacht, sieht wie ein Elektro-Kabel aus. Am Ende hatte es dann tatsächlich einen defekten Stecker dran. Na ja, bin etwas erstaunt, dass das sicher sein soll.
  • Saaser Calanda - Rätschenhorn - Rätschenjoch: T3
    Mondlandschaft mit guten Wegmarkierungen
  • Rätschenjoch - Madrisa: T5
    Auf dem Grat zum Punkt 2721. Versuch auf dem Grat weiterzuklettern, ca. 200m vor Punkt 2809 abgebrochen.
    Abstieg nach Nordwesten auf völlig instabiler Geröllhalde (fast jeder Schritt hat Steinschlag oder Rutschungen ausgelöst). Noch ein kurzer Kletterversuch in einem Kamin von Norden an Punkt 2809, bei mehr Zuversicht wäre ich vielleicht durchgekommen. Beim Abstieg dann doch nochmals Mut gefasst, via Nordflanke direkt zum Gipfel. Hat funktioniert, war aber an meinem Limit als Solotour. Auch hier ausser den letzten 50 Meter feines Geröll: 2 Schritte rauf, 1 Schritt runterrutschen. Genaue Route habe ich auf diesem Foto eingezeichnet. Gemäss Gipfelbuch wäre Westgrat auch machbar, hab wohl einfach die richtige Stelle nicht gefunden.
  • Madrisa - Gafier Joch: T4
    Was aufwärts so mühsam war und mir wegen dem Abstieg auch etwas Sorgen bereitete, hat sich als grosser Spass entpuppt: Geröllrutschen! In wenigen Minuten war ich wieder unten auf dem Schnee. Dann nach NE unter der Felsnase (ca. 2510 müM) durch. Dann wieder etwas hoch, Hangquerung unterhalb Oswaldkopf auf ca. 2570 müM. Weiter zum Grenzstein Nr. 2 (2521 müM) und auf Wegspuren zum Gafier Joch
  • Gafier Joch - Gafier See: T3
    zuerst markierter, aber auf der Karte (noch) nicht eingezeichneter Weg, bei namenlosem Gipfel 2460 schöner Rückblick zur begangenen Route. Später idyllischer Gafiersee.
  • Gafier See - St. Anönien Rüti: T2
    Abstieg auf Wanderweg.
 
 

Allgemeine Hinweise zu meinen T4/T5-Touren:
Eine Nachahmung dieser Touren erfolgt auf eigenes Risiko. Gerne darf man mich vorher (oder auch nachher) kontaktieren. Abschnitte ohne Markierungen und Pfadspuren können auch mit Beschreibung schwierig auffindbar sein und teilweise habe ich sie in früheren Touren rekognosziert. Grundsätzlich bin ich ohne Kletterausrüstung unterwegs und somit eher bei trockenen Verhältnissen. Ich habe noch wenig Erfahrung mit der Klassifizierung von Kletter-Schwierigkeitsgraden und nehme Korrekturen gerne entgegen.

Ich freue mich auf jeden Fall auf ein Echo!
Sende mir eine Nachricht über hikr.org oder per Mail.



Tourengänger: KraxelDani

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