Von Carena im Valle Morobbia auf den Passo San Jorio und auf die Cima di Cugn


Publiziert von johnny68 Pro , 5. September 2008 um 20:59.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Bellinzonese
Tour Datum:28 August 2008
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Gruppo Portola-San Jorio   CH-GR   I   Gruppo San Jorio-Monte Bar   CH-TI 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Carena - Passo San Jorio - Cima di Cugn
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Postauto Giubiasco - Carena
Unterkunftmöglichkeiten:in Carena

Die Tour begann im sehr grünen, waldreichen Valle Morobbia. Dieses rund 15 km lange Tal, das sich im hinteren Teil verzweigt, erstreckt sich von Giubiasco bis an die italienische Grenze am Passo San Jorio. Der untere Teil des Valle Morobbia gehört mit den sich weit hinauf erstreckenden Villen-Siedlungen zur Agglomeration Bellinzona. Insbesondere in Lôro und Pianezza hat es moderne (und teure) Villen. Nach Pianezza wird das Tal bodenständiger, und in den Dörfchen Vellano, Carmena, Melera und Carena scheint die Zeit etwas stehen geblieben zu sein. Hier herrscht noch tessinerische dörfliche Idylle. Mit dem Postauto kann man von Giubiasco bis nach Carena fahren. In diesem Dorf steht auch noch ein Haus, das mit "Dogana svizzera" angeschrieben ist. Offenbar wurden früher über den San Jorio Pass Waren transportiert (oder geschmuggelt).
Nach Carena 958 m geht es auf einem Fahrsträsschen ziemlich geradeaus oder sogar leicht abwärts weiter in das Valle Morobbia hinein.  Beim Punkt 1021 m, wo das Fahrsträsschen den Bach überquert, zweigt der Weg nach dem Passo San Jorio ab (angeschrieben mit "San Jorio"). Der gut markierte Bergweg folgt dem immer steiler werdenden Bachtobel der Morobbia bis zum Punkt 1318 m. Hier trennen sich Bergweg und Bach; der Bergweg geht steil einen schönen Buchenwald hinauf, der oben immer lichter wird. Auf 1678 m erreicht man die dem Kanton Tessin gehörende Forstsiedlung Giggio, von wo sich schöne Ausblicke auf die Magadino-Ebene, den Lago Maggiore und bei klarem Wetter auf die Walliser Alpen eröffnen. Von Giggio aus geht man weiter nach Osten aufwärts. Auf rund 1800 m erreicht man die waldlosen Alpen Giggione und San Jorio. Auf 2012 m befinden sich der Passo San Jorio und die Staatsgrenze CH/I. Auf dem Pass ist zudem eine kleine Kapelle sowie auf italienischer Seite leicht unterhalb des Passes das Rifugio San Jorio. Mussolini hat bis zum Passo San Jorio hinauf eine heute noch luxuriös aussehende gepflästerte Strasse bauen lassen, die der Pflästerung in der Berner Innenstadt alle Ehre machen würde.
Vom Passo San Jorio aus kann man auf der italienischen Seite sehr leicht die Cima di Cugn besteigen. Dort befindet sich ein weiteres Rifugio. Die Cima liegt, wie ihr Name dies schon antönt, am "Dreiländereck" TI/GR/I. Von der Cima aus lassen sich sehr schöne Gratwanderungen machen, entweder zur 80 m höheren Marmontana nach Nordosten und dann weiter auf der Alta Via del Lario, oder nach Westen auf die Cima delle Cicogne und auf den Corno di Gesero. Die Cima lässt sich auch aus dem Misox besteigen (z.B. von Roveredo).
Ich habe es bei der Cima di Cugn bewenden lassen und bin auf dem selben Weg wieder nach Carena zurückgekehrt.

Tourengänger: johnny68

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