Marwees, Freiheit und Hundstein


Publiziert von carpintero Pro , 16. August 2014 um 22:49.

Region: Welt » Schweiz » Appenzell
Tour Datum:14 August 2014
Wandern Schwierigkeit: T6- - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-AI   Alpstein 
Zeitbedarf: 9:45
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1800 m
Strecke:Alp Sigel - Jägersteig - Bogarten - Marwees - Widderalpsattel - Freiheit - Hundstein - Bollenwees - Plattenbödeli - Brüeltobel - Brülisau
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Brülisau, Kastenbahn, Alpsigelbahn
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Brülisau, Kastenbahn
Kartennummer:1115 (Säntis)

Mit der ersten ÖV-Verbindung fahre ich nach Brülisau und treffe gegen acht Uhr bei der Alpsigelbahn ein, die mich bequem zur Bergstation bringt. Der Himmel ist bedeckt und es tröpfelt leicht. Laut Wetterprognose soll es gegen elf Uhr aufhellen. Bei den Alphütten treffe ich auf den markierten Weg Richtung Bogartenlücke. Bei Punkt 1561 verlasse ich den markierten Weg und folge dem Jägersteig (Bild 1, Bild 2), der unter dem Bogartenfirst durchleitet. Wenig oberhalb der Alp Bogarten treffe ich wieder auf den markierten Weg und steige zum Marwees-Ostgipfel auf. Ich höre das Gebimmel der Schafe, kann sie jedoch wegen des Nebels erst kurz vor dem Marwees-Westgipfel sehen. Der Steinmann auf dem Westgipfel scheint zerstört zu sein und auch das Gipfelbuch von Ivo66 ist nicht auffindbar. Etwas weiter unten auf dem Grat halte ich Mittagsrast, verweile aber nicht lange dort, da es wieder zu tröpfeln beginnt. Innerlich habe ich den Plan bereits aufgegeben, die Freiheit und den Hundstein zu besteigen. Ich steige zum Widderalpsattel ab und fotografiere hie und da Blumen. Während der kurzen Pause beim Widderalpsattel lichtet sich plötzlich der Nebel und ich sehe die Freiheit und den Hundstein zum Greifen nahe (Bild). Ich beschliesse den Aufstieg doch noch in Angriff zu nehmen.
 
Vom Widderalpsattel folge ich dem weiss-blau-weiss markierten Weg durch die Schlucht bis zur Scharte zwischen Freiheit und Hundstein (Bild 1, Bild 2). Leicht rechts haltend klettere ich über ein kurzes Wändchen und eine Rinne zum Sattel auf der Nordseite der Freiheit (Bild). Das im Führer "Alpinwandern / Gipfelziele Ostschweiz" von D. Coulin und F. Lippuner erwähnte Fixseil ist nicht mehr vorhanden. Vom Sattel folge ich den schwachen roten Markierungen exponiert durch die Nordseite auf das grosszügige Gipfelplateau (Bild 1, Bild 2). Der Nebel in unmittelbarer Nähe ist mehrheitlich verschwunden und ich geniesse die grossartige Aussicht bis hin zum Säntis und dem Altmann. Der Rückweg durch die Nordseite kommt mir sehr viel einfacher vor als der Hinweg und ich befinde mich bald wieder in der Scharte.
 
Von der Scharte klettere ich etwas links haltend direkt zur Gipfelwiese des Hundsteins auf. Über die Wiese, vorbei an einer Steingeiss mir drei Jungtieren, erreiche ich den Gipfel des Hundsteins. Ich verpflege mich, trage mich im Gipfelbuch ein und geniesse abermals die Aussicht.
 
Ich steige auf dem weiss-blau-blau markierten Weg Richtung Bollenwees ab (Bild 1, Bild 2). Unter den mächtigen Südwänden der Widderalpstöck entdecke ich wunderschöne Edelweisse, die ich ausgiebig fotografiere. Aufgrund schmerzender Knie treffe ich etwas später als erwartet in der Bollenwees ein und verpasse somit die letzte Fahrt der Alpsigelbahn. Auf dem markierten Weg wandere ich via Plattenbödeli zurück nach Brülisau und erwische gerade noch das letzte Postauto.

Tourengänger: carpintero


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