VAV: Via Alta di Verzasca


Publiziert von Bantiger , 11. August 2014 um 22:17.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Locarnese
Tour Datum: 4 August 2014
Wandern Schwierigkeit: T6- - schwieriges Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Madöm Gross   Gruppo Cima di Gagnone   Gruppo Poncione Rosso   Gruppo Cima dell'Uomo   Gruppo Pizzo Barone 
Zeitbedarf: 6 Tage
Unterkunftmöglichkeiten:In den Hütten des SEV Reservationen unter : http://www.fondazioneverzasca.ch/it/38/capanne.aspx

Seit lange habe ich mich mit der Idee getragen, nun haben wir sie ziemlich spontan realisiert. Die via alta di Valle Verzasca. Kurz ich kann sie nur empfehlen. Wie immer haben andere eine bessere Beschreibung gemacht: http://www.hikr.org/tour/post39463.html Danke @bombo, alle Gruppen haben Deine Beschreibung genutzt.
Hier nur ein paar Ergänzungen:
  • Die Hütten sind super und können vorreserviert werden, bei der Seite des SEV. Danke dem Club für die Arbeit und die schönen Unterkünfte. Es hat jeweils Spagetti und Reis sowie Suppen und auch immer mal wieder Pelati und Co, den Proviant für das Abendessen kann man bei Bedarf also knapp halten...
  • Schwierigkeit: Ursprünglich sicher T6, mit den installierten Hilfen wie Bügel  und Fixseile meines Erachtens aber gut ohne eigenes Seil machbar. Dies ändert aber nicht an der Tatsache, dass die Tage relativ lang sind und Schwindelfreiheit schon hilft...
  • Die Hütte alpe di Cògnora wird aktuell restauriert und hat eher weniger Plätze als angegeben, aber es gibt hinter den Containern weiterhin die Openair-Dusche mit schwarzem Warmwaserschlauch :-)
Wir haben als letzte Etappe die Via Balestra oder Variante alta gewählt. Diese wurde neu mit blauen Punkten markiert und der Weg kann nun wirklich nicht mehr verpasst werden. Die zwei schwierigen Stellen (früher III) wurden mit Kabel oder Haltegriffen entschärft. Die erste Steilstufe nach dem Passo die Piatto ist meines Erachtens die Schlüsselstelle (hier haben wir uns mit Schlingen gesichert), wer diese Stelle ohne Probleme schafft, sollte die Route geniessen können. Anschliessend weicht der Weg zweimal in die Nordflanke über steile Grashänge aus. Wir haben es im Nebel und bei Nässe versucht und da ist dies nicht wirklich angenehm. Vor dem Pizzo dei Laghetti ist eine Markierung mit blauem Pfeil in die Südflankem, wer den Weiterweg sucht folgt diesem und nicht dem noch sichtbaren Punkt auf dem Grat. Weiter geht es ohne Probleme über den Pizzo Campale in die Bochetta die Campale. Anschliessend folgt ein steiler Aufstieg auf die Gratschuldter des Bedèia (ca 2440 m), hier befindet sich mit dem Kamin die weitere Schlüsselstelle. Dank Eisenbügel aber problemlos. Den Pizzo Bedèia haben wir nicht ganz erstiegen, durch einen Kamin sollte dies aber gehen, bei Sonnenschein und mit einem Seil sicher ein Genuss...
Weniger toll ist der anschliessende Abstieg, durch lockeres Geröll und steile Grashänge, aber alles muss verdient werden auch das Bier in der Badonehütte...
Ich kann die Variante bei gutem Wetter nur empfehlen für alle, welche in den vorangehenden Etappen nicht völlig an ihre Grenzen gekommen sind. Die Zeitdauer ist wie bei den anderen Etappen, wir haben mit kurzen Pausen 8 Std benötigt, bei weniger nassem Terrain geht es wohl auch schneller.

PS: Nein ich habe keine Fotos, es war sehr neblig :-(

PS2: einen lieben Gruss an die tollen Begleiter aus der Ostschweiz, es hat Spass gemacht mit Euch

Tourengänger: Bantiger



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