Aufs Gross Schinhorn - einen gewaltigen Schutthaufen


Publiziert von jaschwilli , 10. August 2014 um 19:28.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum: 4 August 2014
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS   I 
Zeitbedarf: 7:30
Aufstieg: 1800 m
Abstieg: 1800 m
Strecke:16 km

.Ein paar Tage in die Berge, nach so viel Regen des Wetters wegen ins sicherere  Oberwallis habe ich mich wegen der langen und steilen Touren für das Binntal entschieden. Mein höchster Berg bisher war der Uri Rotstock und diesmal wollte ich jeden Tag höher hinaus, für den Anreisetag habe ich mir das Gross Schinhorn vorgenommen und auf der bestens beschilderten Standardroute über Mineraliengrube - Manibode - Geisspfadsee angegangen. Der im SAC Führer vorgeschlagene Weg über das Hotäl schien mir wegen dort erwähntem losen Gerölls nicht angenehm, auch wenn ein Rundweg reizvoll gewesen wäre. Bis zum See gibt es keinerlei Schwierigkeiten, ich würde T2 veranschlagen, lediglich unterhalb des Sees ist ein blockiger Bachlauf zu durchqueren, aber alles sehr leicht.

Am See angekommen gilt es zuerst, einen recht steilen Wiesenhang zu erklimmen an dessen oberen Ende sich die ganze "Schönheit" der Blocksteinwüste um das Gross Schinhorn zeigt. Da ich gut in der Zeit liege beschliesse ich den Mittelberg mitzunehmen und steuere auf ein Ziel zwischen Mittelberg und Punkt 2769 zu. Ab hier ist es eine reine Blockturnerei auf unterschiedlich großen Felsbrocken. Richtig spassig ist das nicht. Nach Erreichen des Mittelbergs geht es kurz hinunter zum Mittelbergpass und hoch aufs Schinhorn, wo die Blöcke noch größer weden. Meine vierpfötige Begleitung braucht hier häufiger Unterstützung, da sie nicht sah, wo sie hinspringen würde und folglich sehr unsicher war - für sie war dies sicher die schwierigste Tour der drei (Helsenhorn und Holzjihorn sind die anderen beiden).

Oben angekommen zeigt sich, die ganze Schinderei hat sich gelohnt. Vor allem der Gipfel des benachbarten Seewischhorns sieht klasse aus, wie ein extrem umfallgefährdetes Steinmännchen. Wer den Mittelberg weglassen will sollte von unten den kleinen grünen Fleck ansteuern, der im Bild 21 links oben zu sehen ist. Im Abstieg ist das Hüpfen leichter, alle Blöcke sind auch fest verankert, bis auf den einen mit 30*50*70 cm und geschätzten 275 kg, der mich mit seinem Verfolgungsversuch gehörig erschreckte.

Wieder am Geisspfadsee ging es auf der Aufstiegsroute wieder hinab, an einer Gabelung nahm ich das Angebot an, mit einem kleinen Umweg den Mässersee anzuschauen und freute mich über diese Entscheidung, liegt der See doch äusserst malerisch mit skandinavischen Anmutungen in der Landschaft.

Tourengänger: jaschwilli


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