Cerro Adolfo Calle 4272m.ü.M. + Versuch Cerro Vallecitos 5470m.ü.M.


Publiziert von budget5 , 8. Oktober 2014 um 00:08.

Region: Welt » Argentinien
Tour Datum: 6 Januar 2014
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS-
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: RA 
Zeitbedarf: 4 Tage
Aufstieg: 2200 m
Abstieg: 2200 m
Strecke:Vallecitos - Las Veguitas - Piedra Grande - Co. Adolfo Calle - Piedra Grande - Salto de Agua - Vallecitos
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Bus von Mendoza Richtung Lago Potrerillos und bis zur Endstation irgendwo im Nichts. Von dort per Anhalter ca. 1.5h über eine schlechte Strasse zum Skizentrum Vallecitos.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Analog Ausgangspunkt
Unterkunftmöglichkeiten:Refugio Ski Montana Vallecitos
Kartennummer:PIXMAP Aconcagua 1:60.000

Erster Versuch, mich in höhere Gebirge zu wagen. Eine Woche nach Ankunft in Südamerika, wo ich fast ein halbes Jahr verbringen sollte, versuchte ich den 5000er Vallecitos zu besteigen.

Nach einigen Nächten in der Millionenstadt Mendoza hatte ich genug vom Lärm. Zuerst Grosseinkauf gemacht, Bus nach Potrerillos genommen und alsbald befand ich mich in den "furztrockenen" Anden. Wieso ich dieses Kraftwort benutze? Weil mir gesagt wurde, der Bus würde nach Vallecitos fahren, wo ich im Refugio noch Wasser auffüllen wollte. Stattdessen wurde ich zusammen mit einem jungen Argentinier irgendwo im Nirgendwo aus dem Bus geworfen, 35°C, kein Wasser und mein spontaner Begleiter schien genau so überrascht wie ich. Zum guten Glück fanden wir bald ein Haus, wo ein älterer Herr wohnte, welcher uns mit Wasser eindeckte. Mein Spanisch zu diesem Zeitpunkt war knapp auf "Hallo, wie geht es?" Niveau. Ergo war ich sehr froh einen einheimischen Begleiter gefunden zu haben. Insgesamt eine naive Aktion, aber sehr lehrreich!  

Bald nahm uns ein Auto mit zum Ausgangspunkt (Skizentrum Vallecitos). Das hiess eine knappe Stunde fahrt auf einer Landstrasse in sehr mässigem Zustand. Immerhin war ich endlich hier. Leider habe ich zu wenig Zeit für die Tour eingeplant und musste bereits nach 3 Tagen wieder unten sein. Aber grundsätzlich ging es mir sowieso vor allem darum, mich an die Anden zu gewöhnen, der Gipfel war zweitrangig.  

Der Aufstieg zum Basiscamp Las Veguitas war dann keine grosse Sache. Hier lernten wir weitere argentinische Bergsteiger kennen, mit denen wir uns zusammenschlossen. Der Schweizer mit seinem lächerlichen Spanisch, die Argentinier ohne Englischkenntnisse. Perfecto! Das Zelt war rasch aufgebaut und wir verbrachten einen gemütlichen Abend zusammen. Am kommenden Tag stieg die ganze Gruppe nach Piedra Grande auf, wo wir erneut die Zelte errichteten. Es folgte eine Akklimatisations-Tour auf den Cerro Adolfe Calle. Dieser ist 4272m hoch und es herrschten immer noch T-Shirt Temperaturen, sowas erlebt man eher selten in den Alpen. Der Aufstieg ist an sich unschwierig, nur am Gipfelaufbau muss man etwas Klettern. Anscheinend war ich der einzige, der sich das gewohnt war, denn die anderen wollten mich nicht auf den Gipfel begleiten.

Nach einer weiteren Nacht im Zelt entschied ich mich noch bis zum Salto Camp auf etwa 4000m aufzusteigen und dann direkt wieder zurück zum Refugio zu gehen. Raul, mein Argentinischer Kollege, wollte es mir gleich tun. Das klappte hervorragend und ich konnte die Tour in vollen Zügen geniessen. Meine erste Bergtour ausserhalb der Alpen hatte ich hinter mir. Es sollten noch einige folgen. Schliesslich zelteten wir ein letztes Mal am Lago Potrerillos, leider ohne 5000er in der Tasche, aber um ein schönes Erlebnis reicher.

Gerne gebe ich genauere Auskünfte und beantworte gerne Fragen bezüglich meiner (Südamerika)-Touren. Bitte einfach eine Nachricht schicken.

Tourengänger: budget5


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