Mit Nietzsche aufs Blinnenhorn


Publiziert von Zaza , 2. September 2008 um 08:17.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:27 August 2008
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: L
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS   I 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 2100 m
Abstieg: 2100 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo reckingen
Kartennummer:1270

„Woher kommen die höchsten Berge? So fragte ich einst. Da lernte ich, dass sie aus dem Meere kommen. Dies Zeugnis ist in ihr Gestein geschrieben und in die Wände ihrer Gipfel. Aus dem Tiefsten muss das Höchste zu seiner Höhe kommen.“ (Friedrich Nietzsche, aus "Also sprach Zarathustra")

Das Blinnenhorn ist in den letzten Jahren zu einem Wanderberg geworden. Dies allerdings nur von der Italienischen Seite aus (von Morasco her): Auf dieser Route ist der Firn völlig verschwunden. Entsprechend ist bisweilen mit viel Betrieb zu rechnen (heute waren etwa 50 Italiener chiaccerando unterwegs). Wer es einsamer mag, wählt den Zustieg von der Schweizer Seite her. Ein Bike könnte hier recht nützlich sein, weil man auf dem etwas ruppigen Strässchen bis Alte Pür im Blinnental fahren kann.

Aus dem Tal des Hostellibaches könnte man direkt durch ein steiles Couloir zum Blinnenhorn steigen. Da mir dies etwas zu steinschlägig schien, zog ich die Gletscherquerung vor. Zwar hat der Griesgletscher einige Spalten, doch war er weitgehend aper und sogar ohne Steigeisen zu begehen. Auf dem Rückweg ergab sich noch ein Besuch auf der Merezebachschije, der sich vor allem wegen den schönen Worten von Nietzsche im Gipfelbuch lohnte. Der Abstieg erfolgte dann nach Norden, über das Sädelhorn und das Hobachtal, dann auf steilem, schlechtem Weg über den Rücken hinunter nach Reckingen.

Tourengänger: Zaza

Galerie


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