Culan - Tete Ronde- Diablerets


Publiziert von ma90in94 , 29. August 2008 um 20:14.

Region: Welt » Schweiz » Waadt » Waadtländer Alpen
Tour Datum:26 August 2008
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-VD   CH-VS 
Zeitbedarf: 2 Tage
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Col de la Croix
Kartennummer:1285

Per Daumen von Villars sur Ollon (Wartezeit ca. 25 Min. bei eher wenigen Möglichkeiten) bis kurz vor den Col de la Croix.Von hier über die P. d´ Arpille mit Querung zum Einstieg. Der Zugang über Creux de Culan von der Nordrampe der Passtraße ist sicher schneller und müheloser.
Auf schmalem Band von links nach rechts auf das breite Grasband und auf guten Wegspuren links aufwärts zur Querung in die große Rinne. An alter Reepschnur wenige Meter hinauf und auf gutem Band unter der Wand entlang. Die nicht sonderlich steile Rinne hinauf, bald eher links haltend, und nach einer kurzen Kletterstelle und einem Wändchen (II-) links über einen Grashang bis zu dessen Ende. Hier Querung über einen plattigen Felshang, am leichtesten an dessem unterem Ende und weiter aufwärts zum Finale. Ein steiler schwarzer Schlot und der Zugang zu einer Rinne rechts davon sind nicht unter III zu haben. Am einfachsten über eine ca. 13 m hohe schöne gutgriffige Felsstufe links der Kamine zu den saftigen Wiesen von La Borne. Eine Rechtsquerung (ca 40 m)  auf guten Pfadspuren zum Westhang des Abruches könnte eine noch leichtere Variante bieten.

Über den schönen felsigen Grat, später Schutt zum bescheidenen Gipfelsteinmann. Kein Gipfelbuch.

Sehr angenehmes kurzweiliges Steigen ohne wirklich heikle und ausgesetzte Passagen, wäre auch im Abstieg gut zu meistern. Etwa 3.45 Std. vom Start.

Weiter über erstklassik feste Schutthänge zügig zur Tete d´Enfer und zum Einstieg des Westgrates der Tete Ronde. Eine Felsstufe zu Beginn machte den Eindruck von schwieriger Kletterei, dazu noch Schmutzeis und erdiges Terrain und lieber folgte ich meinem Grundsatz, „ no risk no problems“. schon garnicht für einen läppischen Rundkopfberg, der auch sicherer zu holen ist. Gut, die nördl. Umgehung über Eis und Schutt zum Pass 2929 m ist auch nicht das wahre, könnte aber schlimmer sein. Steigeisen unentbehrlich, ging aber ohne Pickelgerät. Leicht über den Schuttgrat zum Gipfel. Auch kein Gipfelbuch.

Der Übergang zum Col du Refuge ist bis auf eine letzte steile schuttige Querung gut zu gehen.

Der Westgrat der Diablerets wirkt in der Draufsicht schier unnahbar, bietet im Mittelteil aber durchaus schöne Kletterei über steile gutgestufte feste Felsen etwa I-II. Bei der Wandstufe nach Rechtsquerung auf breitem Schuttband, an einem weißen Pfeil vorbei bis zu einem Standhaken eher mal 8 m II mittels schönem Riss. Vielleicht gibt es auch vorher schon Durchstiegsmöglichkeiten.

Um 20 Uhr endlich am Ziel nach Start um 12.30 Uhr. Schöne wolkige Abendstimmung bei absoluter Windstille und gut angewärmten Gipfelfelsen. Wenig unter dem Gipfels gibt es excellente flache Schuttböden zum Abliegen. Mit Rucksackgewicht von ca. 9 kg hat man alles mit was man so benötigt, einschliesslich Leichtsteigeisen, 1500 Gramm Saftgetränk und Bier für den gemütlichen Abend. An warmer Kleidung muß
etwas gespart werden, wenn Frostgrenze bei 4000 m und Schlafsack mit an Bord.

Nach windstiller Nacht und Temperaturen um Null Grad grüßte auch schon wieder der Monarch im ersten Morgenlicht.

Ohne Gegenverkehr über den Gletscher, auch ohne Steigeisen, in gemütlichem Morgenbummel zum Col de Tsanfleuron. Die ersten Bauarbeiter begannen auch schon ihr Tagewerk, manche schoben Erde hin und her, andere schütten Gletscherspalten auf. Auf eisiger und nach Altöl riechender Liftspur unschön zum Oldensattel. Hier war zum Umbau der Natur viel Motoreinsatz notwenig.

Zum Abschluß steige ich noch auf dem schönem, aber etwas langwierigen und tristen Weg zum Gipfel des Oldenhorns.

 

 


Tourengänger: ma90in94

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