Massif du Montblanc 3: Arête de la Lys


Publiziert von Schneeluchs , 5. Juli 2014 um 19:04.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Unterwallis
Tour Datum: 3 Juli 2014
Hochtouren Schwierigkeit: WS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Aufstieg: 1800 m
Abstieg: 1700 m

Erkundung des Massif du Montblanc Teil 3

Die Arête de la Lys ist mir beim Ausflug auf die Grandes Otanes aufgefallen.
Die Aussicht, vor allem auf das Trient-Gebiet mit dem beeindruckenden Glacier du Trient, ist wunderschön.
Es lässt sich sogar der eine oder andere höhere Berg in der Montblanc-Gruppe erblicken.

Aus dem Val d'Arpette steigen wir schon vor dem Fenêtre d'Arpette rechts über einen Grashang auf die Krete.
Zum Someceon du Dru treffen wir herrliche Genusskletterei in griffigem Fels. Dabei kann man je nach Geschmack eine eigene Route suchen, mehr wandern oder mehr klettern; je mehr man der Gratkante folgt, desto schwieriger. Wir umgehen die wildesten Zacken rechts und kehren dann baldmöglichst auf die Krete zurück, wo am Schluss noch eine knackige Stelle aufwartet; mehr rechts lässt es sich womöglich leichter durchschlüpfen. Vielleicht könnte man die Schwierigkeit der Tour damit auf T5/L senken.

Weiter Richtung Génépi; auch hier findet man auf der Gratkante schöne Kletterei, links davon gute Ausweichmöglichkeiten. Wobei das Geröll weiter oben weniger beweglich ist als weiter unten. Der Hauptgipfel reizt uns optisch von dieser Seite überhaupt nicht.
Auch der Génépi-Ostgrat eignet sich augenscheinlich überhaupt nicht zum Klettern: Er sieht schwierig und sehr instabil aus.

Ausstiegsoptionen vom Col de la Lys: Wenn kein Schnee liegt (oder dann reichlich), kann man über ein Geröllfeld zum Lac Bleu absteigen (grosse Blöcke, welche sich gemäss genepi besser übersteigen lassen, als man denken würde).
Machbar ist auch der Abstieg gegen Westen Richtung Vésevey.
Siehe dazu den Bericht von genepi.

Überschreitung des P.2796 vom Col de la Lys in recht losem grobem Geröll (links würde er sich wohl umgehen lassen).

Dann geht es in vielem Aufundab weiter, meist auf der Gratkante, manchmal links, ein einziges Mal rechts etwas ausweichend. Es ist mit mehr Kletterei verbunden und der Grat wesentlich schmaler, als es vom Someceon aus den Anschein macht. Etwa in der Hälfte wechselt die Gesteinsart zu Schiefer. Insgesamt ist der Fels ziemlich zuverlässig, die Kletterei anregend und der ganze Grat leicht (L).
Gegen Osten gibt es an einigen Stellen Abstiegsmöglichkeiten.

Auf der Pointe Ronde entscheiden wir uns für den Abstieg über die Grashänge gegen Nordosten. Wie wohltuend das jetzt ist! Der Lac de Bovine ruft zum Besuch, also folgen wir. Herrliche Bildsujets und ideale Wassertemperatur, um den Füssen nach den Strapazen Abkühlung zu gönnen.

Nach la Giète gibt es (von der Pointe Ronde aus) einen direkten (unmarkierten) Weg und von dort einen sehr angenehmen, bestens gepflegten Wanderweg zum Col de la Forclaz.
La Giète ist unglaublich schön im Lärchenwald gelegen und die ganze Geländekammer von keiner Strasse zerschnitten. Ein absolutes Bijou! Zudem dürfen wir die Alpenrosen in voller Blüte erleben :)
Im Unterwallis noch nie so einen schönen Lärchenwald gesehen!

Tipp: Eine sehr schöne Runde ergäbe sich folgendermassen: Col de la Forclaz - Croix des Prélayes - Pointe Ronde - la Giète.

Tourengänger: Schneeluchs


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