Ski und Skitourenwoche Rudolfshütte


Publiziert von Matthias Pilz Pro , 10. Mai 2006 um 14:32.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Granatspitzgruppe
Tour Datum:18 Februar 2006
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 7 Tage

Urlaubswoche auf der Erich-Steinböckhütte, einer Selbstversorgerhütte dirket unter der Rudolfshütte.

Tag1: Anreise mit mehreren riesigen Rucksäcken mit Gepäck zum Tourengehen, Skifahren und Klettern und 7 Tage Futter für 2 Personen!

Tag2: Am Vormittag Skifahren, am Nachmittag Abfahrt mit Tourenski zur Mittelstation und wieder Aufstieg zur Erich-Steinböckhütte. Ich war ganz alleine auf der Piste weil der Lift aufrund des starken Windes nicht fuhr.

Tag3: Aufstieg mit Luis auf den Medelzkogel bei extrem starkem Wind. Der Sessellift war auch aus. Mit Ski bis in den Sattel (erdiges Eck) und ab hier zu Fuß im Blockgelände und unglaublich steilem Pulver (bis 60°!!), was extrem Anstrengend war, hinauf zum Gipfel. Abstieg war halb so wild aber die Abfahrt zur Hütte bei 0 Sicht mühsam.

Tag4: Skifahren und klettern in der Rudolfshütte. Recht schöne Anlage die gratis Benützbar ist! Routen: 3xIV, 4xV, 2xVI, 1xVII

Tag5: Skitour auf den Sonnblick: zuerst Anfahrt zum Stausee, diesen Überqueren und auf der Rampe hinauf zum Ombrometer. Weiter zur Sonnblickscharte und hier in Gratnähe unter den Gipfelaufbau. Dort Skidepot und zu Fuß weiter. Zuerst über den linken Grat bis 20m vor den Gipfel. Hier befindet sich eine 5m Abseilstelle, d.h. zurück hinunter. Auf halber Höhe zw. Gipfel und Skidepot. gefährliche Querung ohne Steigeisen über 50°-Gelände. Die Skischuhspitzen sind nur 5mm ins Eis gegangen, es war heikel. Gesamte waagrechte Querung bis zum rechten Grat. Über diesen unschwer zum Gipfel. Abstieg über den rechten Grat und unten Über die Rinne. Abfahrt mit Ski trotz Bruchharsch wunderbar.

Tag6: Hocheiser-Versuch: Abfahrt bis zur Niederen Scharte, dort hinauf zur Seilbahnstütze und über die ewig lange Staumauer hinüber zum Schwarkarlsee. Dort aber Abbruch wegen Lawinengefahr vom Mitterberg. Daher Aufstieg auf den Rötenkogel. Die Abfahrt Richtung Enzingerboden war auch abenteuerlich: Zuerst über die Forststraße und z.T. abkürzend bis zum Tunnel. Hier geht es links senkrecht der Forststraße senkrest hinauf, recht senkrecht hinunter. Da wir nicht gewusst haben, dass uns soetwas erwartet haben wir schon gedacht, dass wir den gesamten Weg zurück hinauf müssen, bis wir ein Einstiegsloch durch den Eisvorhang des Tunnels gefunden haben. Durch den ca. 100m langen Tunnel, sehr rutschig, ans andere Ende und in Kürze zum Enzingerboden. Auffahrt mit der Gondel. Den Rest des Tages war ich Skifahren.

Tag7: 2xAbfahrt mit Gepäck um Geld für die Materialgondel zu sparen. Danach gemütliche Heimreise.

Mit waren: Hubert, Peter, Luis und viele mehr.

Wetter: Die ganze Woche ein wechsel auf Sonne, Schnee und Bewölkung. WIndböen bis 150km/h, wie auf der Rudolfshütte üblich. Sturmhaube obligat!

Tour beschrieben von Matthias Pilz (mammut-extreme@gmx.at), ©Matthias Mountaineering 


Tourengänger: Matthias Pilz

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