Quer zur Wanderautobahn am Stoos


Publiziert von Chääli , 22. Juni 2014 um 20:58.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:16 Juni 2014
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR   CH-SZ   Fronalpstock - Kette 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 300 m
Strecke:Sisikon - Binzenegg - Fronwald - Husen - Furggeli - Laui - Stoos
Zufahrt zum Ausgangspunkt:SBB
Zufahrt zum Ankunftspunkt:SBB, Stoosbahnen
Unterkunftmöglichkeiten:Viele

Die Wander-Autobahnen sind ja schon schön. Meist bieten sie landschaftlich einiges, doch sie sind meist so sehr überlaufen, dass man vom Grüezi-Sagen den Krampf im Maul bekommt. Eine der bekanntesten dieser Autobahnen ist die Gratwanderung vom Klingenstock zum Fronalpstock auf dem Stoos. Man kann ihr auf verschiedene Arten ausweichen, man kann sie aber auch einfach ignorieren - und nur an einer Stelle kurz kreuzen. Diese Tour basierte auf dieser Idee.
Wir gehen von Sisikon aus Richtung Riemenstalden über Binzenegg und Fronwald bis zum Strässchen bei Punkt 1035. Weiter dem Strässchen entlang, bis der Weg Richtung Husen markiert ist. Erst später habe ich erfahren, dass man die Leiter, die ein paar hundert Meter früher nach oben geht, durchaus nehmen kann. Sie ist eine Abkürzung, die einem einige Höhenmeter erspart, die man zuerst hinunter- und dann wieder hinaufgeht. Nun kommt der Aufstieg zur Alp Husen. Dieser ist steil, wirklich steil! Man hat ja als Bergwanderer schon das eine oder andere erlebt. Aber dieser Weg dürfte der steilste Zugang zu einer Alp überhaupt sein. Ich möchte ja nicht dabei sein, wenn hier die Kühe hochgetrieben werden. Für den unvorbereiteten Wander bedeutet es vor allem, dass er auf dem steilen, nassen, rutschigen Pfad zuerst einmal schauen muss, dass er nicht pro zwei Schritte wieder einen zurückrutscht.
Ab der Alp Husen ist dann alles wieder sehr schön und hübsch. Allerdings muss man jetzt aufpassen, dass man nicht den falschen Weg iln die Hänge linkerhand nimmt. Man kann es einfach sagen: Der deutlichere, breitere Pfad ist es nicht. Sondern der höhere, wie man vom Kartenstudium her erahnen konnte. Die erste Markierung findet man dann allerdings erst, wenn es zu spät ist, nämlich bereits im Wald drin.
Nun geht es auf schönem Pfad durch steiles, aber ungefährliches Fels-/Grasgebiet (einzelne Stellen sind mit alten Drahtseilen gesichert). Den Weg findet man eigentlich immer sehr gut, aber man muss schon ein bisschen aufpassen, wohin man tritt. Beim Aufstiegt zum Furggeli, wo man dann die Wander-Autobahn quert, verliert sich der Weg oft, was aber kein Problem ist. Steinmannli, die mit Beton zusammengehalten werden, helfen ab und zu weiter. Nach dem Pass sind es nicht mehr allzu viele Höhenmeter hinunter bis zur "Laui", wo der Most und das Riemenstalder Geisswürstli warten. Mit der Spezialität aus dem Riemenstaldertal schliesst sich jetzt natürlich der Kreis dieser strengen, im zweiten Teil aber auch sehr schönen Wanderung. Nach der Laui geht es noch ein paar hundert Meter dem Weg nach, dann kann man mit der untersten Sektion der Gondelbahn abkürzen.

Tourengänger: Chääli

Galerie


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