Piz Albana 3100 m - Aussichtskanzel im Oberengadin


Publiziert von Ivo66 Pro , 22. Juni 2014 um 17:15.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberengadin
Tour Datum:22 Juni 2014
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 4:45
Aufstieg: 1040 m
Abstieg: 1040 m
Strecke:Julierpassstrasse (Il Dschember) - Laviner dal Dschember - Secha - Crasta Secha - Südgrat - Piz Albana
Kartennummer:1:25'000 St. Moritz

Zuerst ein Aufruf: Das schöne Gipfelbuch auf dem Piz Albana ist in Gefahr; es liegt ohne wasserdichte Hülle eingewickelt in Plastiksäcken im Gipfelsteinmann. Wenn jemand die Gelegenheit hat, demnächst diesen herrlichen Berg zu besteigen, trage er/sie doch bitte eine Gamelle oder Ähnliches hinauf, um diesem ehrwürdigen Büchlein einen sicheren Platz zu ermöglichen. Das Buch, gestiftet von der Bergsteigerschule Pontresina, stammt aus dem Jahre 1986. Trotz seinen 28 Jahren, welches es auf dem Buckel hat, ist es erst zu einem Drittel gefüllt. Es wäre ein Jammer, wenn dieses langjährige Werk mit noch langer Zukunft dem Regenwasser zum Opfer fallen sollte.

Der Piz Albana wird vermutlich wegen seinem grösseren und prominenten Nachbarn, dem Piz Julier, wenig bis gar nicht beachtet. Zu Unrecht, denn der Berg bietet nebst einem tollen Aufstieg eine prächtige Aussicht über das Oberengadin. Gemäss Gipfelbuch wird er pro Jahr um die 10 x bestiegen. Die Wahrscheinlichkeit, hier auf andere Berggänger zu treffen, ist sehr gering. Aufgrund des vielen losen Materials in der Route ist dies auch gut so, denn man kommt vor allem im Abstieg kaum darum herum, etwas Steinschlag auszulösen.

Das Oberengadin erhielt diesen Winter eine ausserordentlich grosse Schneemenge, die sich bis weit ins Frühjahr hinein halten konnte. Dank der doch schon länger anhaltenden Periode ohne nennenswerte Kälteeinbrüche hat die Natur inzwischen kräftig aufgeholt und macht dem Schnee mehr und mehr den Garaus. Der Piz Albana mit seinem Südgrat ist aufgrund seiner sonnenexponierten Lage immer ein Kandidat für eine Besteigung im Frühsommer. Während auf vergleichbar hohen Bergen der Altschnee doch noch Mühe bereitet, trafen wir heute unsere Route komplett schneefrei an. Gemäss einem Eintrag im Gipfelbuch wurde diese Route im Jahr 2011 bereits anfangs Mai bestiegen, wobei bereits zu jener Zeit der Südgrat schneefrei war. 

Auch bei unserer heutigen 3. Besteigung des Piz Albana blieben wir am ganzen Berg alleine. Selbst in der weiteren Umgebung waren keine Berggänger auszumachen - Einsamkeit pur und das in einer derart schönen Bergwelt. Ein recht kühler Wind sorgte dafür, dass wir im Aufstieg nicht allzu sehr ins Schwitzen gerieten. Am Gipfel war es dann praktisch windstill, weshalb wir die Gipfelrast entsprechend geniessen konnten. Begeistert waren wir ausserdem vom tollen grobblockigen Südgrat, der mit seinem meist festen Fels kurzweilige Kletterei bietet.

Routenbeschreibung:

Siehe hier .

Den Südgrat kann man zumeist direkt in oft anregender, einfacher Kletterei begehen (T5). Man kann aber auch rechts liegen lassen und meist auf Wegspuren in der Flanke zum Gipfel hochsteigen.

Tourengänger: Ivo66, Lena

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