Schlern- Petz (2563m), Dolomiten mit Hammerwand Überschreitung


Publiziert von Tef Pro , 19. August 2008 um 21:10.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:14 August 2008
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1900 m
Abstieg: 1900 m
Strecke:Weißlahnbad - Bärenfalle - Tschafatschsattel -Schlernhaus - Petz- Schlernhaus - Sessel Alpe-Tschafatschsattel - Mittagskofel- Nigelberg-Hammerwand-Tschafonhütte - Weißlahnbad
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Brenerautobahn bis Bozen Nord, von dort bis Blumau und dann richting Tiers. Kurz nach dem Ort links hoch nach Weißlahnbad mit großem Parkplatz
Kartennummer:Kompass Nr. 54

Eines der Wahrzeichen Südtirols ist der Schlern. Mit seinem charakteristischem Aussehen ist er von allen Bergen sofort zu identifizieren. Oben breitet sich ein weites Gipfelplateau aus, dem im Norden die riesige Hochfläche der Seiser Alm vorgelagert ist.
Es gibt zahlreiche Anstiege. Dementsprechend ist der Berg recht überlaufen. Trotzdem wollten wir ihn uns endlich mal vornehmen.

Als Startpunkt wählten wir den kleinen Ort Weißlahnbad im schönen Tierser Tal. Von hier startet man auch zum Rosengraten via Grasleitenhütte.
Der Weg (Nr. 2) zum Schlern führt gleich beim Parkplatz bergan in den  Kiefernwald .Zuerst quer zum Hang in östliche Richtung.
Nach dem passieren einer Höhle geht es in die Bärenfalle. Die Felswände rücken hier eng zusammen und es sieht recht wild aus. Gleichmäßig steil geht es nun in Serpentinen nach oben. Ist es landschaftlich ganz schön, so ist der Weg an sich eine Entäuschung. Was durchaus spannend hätte sein können, hat man mit Holzwegen und Brücken auf T1 Niveau entschärft.
Oben kommt man in freie Hänge mit shönen Felsformationen und erreicht schließlich den 2070 Meter hohen Tschafatschsattel mit schönen Blicken zur Latemargruppe. Auch verzweigen sich hier einige Wege.

Unser Weg Nr. 2 führt nicht ins Schlernbachtal hinab, sondern ohne Höhenverlust quer zum Hang durch lichten Wald Richtung Osten und steigt später wieder leicht an. Man kommt nun auf freie Weideflächen und in den Talschluß des Baches, wo man trotz Kühen einige Edelweiß finden kann.
Hier schwenkt der Weg nach Nordwest direkt  über weite Weideflächen auf das riesige Schlernhaus zu. Hier gings zu wie am Stachus, so daß wir uns gar nicht lange aufhielten sondern zum höchsten Punkt des Schlerns, dem 2563 Meter hohen Petz aufstiegen. Auch hier gab es rund ums Gipfelkreuz Menschenmassen, aber einige Meter weiter nördlich fanden wir bei schönen Felsformationen einen ruhigen und - angesichts des frischen Windes auch wichtig- einigermaßen windstillen Rastplatz. Die sonst wunderbaren Ausblicke Richtung Dolomiten (Rosengraten, Latemar, Langkofel, Sella) waren durch Quellwolken etwas eingeschränkt.

Wir stiegen wieder zum Schlernhaus ab und folgtem dem Weg Nr. 1 direkt hinab zur Sessel Alpe.
Hier zweigt der Weg Nr. 9 ab, der uns bis auf 1900 Meter hinab zum Schlernbach bringt, von wo wir wieder bis zum Tschafatschsattel aufsteigen. Trotz der 170 Meter Gegenanstieg ist dieser Weg kürzer (aber nicht schöner) als unser Aufstiegsweg Nr. 2.

Hier folgte nun der 2. Teil unser Tour, der sich landschaftlich gar als schönster herausstellen sollte: die Überschreitung des Hammerwandkamms. Dazu folgt man von der Scharte dem Weg Nr. 9 erst durch lichten Wald, dann durch Latschen empor zum Mittagskofel. Hier beginnt nun ein wunderschöner, aussichtsreicher Steig (vor allem tolle Blicke zum Rosengarten), der meist am Grat verläuft oder in die nördlichen Flanken ausweicht. Dabei geht es mehrmals bergab und bergauf, zwischendurch bei den Weißköpfen auch mit Hinpacken. Es blühen hier auch sehr viele Edelweiß.
Der Anstieg zum Nigglberg ist nochmal recht steil. Oben bieten sich tolle Rastplätze. Danach geht es durch Latschen bergab zu einer Verzweigung. Hier mußten wir uns aufraffen, um nochmal 10 Minuten aufzusteigen, um zum nächsten Gipfel, der Hammerwand zu gelangen.
Danach geht es südlich steil nach unten ehe es auf Forstwegen flach nach rechts zur schön gelegenen Tschafonhütte geht, wo man etwas gegen die fortschreitende Dehydration unternehmen kann, obwohl die Preise alles andere als günstig sind (selbst für italienische Verhältnisse). Aber der Blick zum Rosengarten ist besonders schön.
Auch beim steilen Abstieg (Nr. 4) zurück zum Parkplatz hat man die Felsen direkt vor Augen.

Die Tour zum Schlern ist sehr einfach (meist T1), nur die Hammerwandüberschreitung geht gegen T3.

Tourengänger: Tef

Galerie


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