Ems-, Brunnet-, Borterhorn - und 6 weitere Gipfel
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Mein Grossvater (+1959) hat gesagt, man solle immer ein Stück Holz heim bringen, wenn man im Wald ist. Und wenn man kein Brennholz findet, so solle man wenigstens einen Stein heim tragen. Irgendwann könne man alles brauchen. Gestern sind wir wieder viele Stunden sinnlos in den Bergen unterwegs gewesen und haben weder Brennholz noch Steine zum Mauern transportiert. Dagegen haben wir das Wetter und die Aussicht genossen und haben uns sportlich ertüchtigt. So ändern sich die Zeiten ... Wenigstens habe ich ein paar Fotos heim gebracht, so dass sich auch andere an der Pracht der Schöpfung Gottes erfreuen können.
Seit ein paar Tagen hatte ich Grosses vor. Hatte all meine Energie und Motivation auf einen Punkt konzentriert und die zu unternehmende Tour von allen Seiten beleuchtet. Die Vorfreude stieg von Tag zu Tag. Und nach fünf Tagen kam ich mir gut erholt vor. Am vergangenen Sonntag wollte ich die Tour ein letztes Mal mit dem Feldstecher "unter die Lupe nehmen". Aussichtslos! - In der Zwischenzeit hatte es in den Bergen viel Neuschnee gegeben, und alles war weiss wie mitten im Winter.
Was macht der motivierte Alpinist in dieser Lage? - Er ruft seinen besten Bergkollegen an und schlägt ihm eine Tour vor, die ihm dieser vor einiger Zeit selber vorgeschlagen hat. Kollegen organisieren: um acht Uhr abends - Abmarsch in Brig: zwei Stunden später. Die Tour sieht folgendes vor:
Brig Bahnhof
Turtmann
Unter-, Oberems
Emshorn
Brunnethorn
Borterhorn
Runds Horli
Bella Tola
Rothorn
Schwarzhorn
Meretschihorn
Illhorn
Chandolin
Auf dem Weg nach Turtmann überlege ich mir, ob es wirklich eine gute Idee war, diese Wanderung (mehrheitlich) mit einem Gewinner der Patrouille de Glaciers und ehemaligem Oberwalliser Sportler des Jahres abzumachen, zumal dieser erst in Unterems einzusteigen gedachte. In Gampel ist auch in dieser Nacht das Open Air noch in vollem Gange. Bis Ems hoch bin ich jetzt nicht mehr auf meinen iPod angewiesen. Wenn diese Jugendlichen vier Tage duchmachen können, werde ich wohl auch noch 39 Stunden ohne Schlaf auskommen! Von Unterems ging es dann über die aufgeführten Hörner.
Zur Tour
Das Wetter war sehr schön. Den ganzen Tag über liess sich nirgends eine Wolke blicken. Im Aufstieg zum Brunnethorn begann es Tag zu werden. Es war kurz nach sechs Uhr. Um diese Zeit waren die Felsen noch eisig, und es hiess, vorsichtig Tritt fassen. Die letzten 20 Meter zum Gipfel sind mit Stahlseilen und Eisenstiften ausgestattet. Für ungeübte Leute wohl etwas heikel und gewöhnungsbedürftig. Über etliche Steine und zwischendurch auch Graspolster erreicht man schlussendlich das Rothorn. Den Abstieg zum Schwarzhorn antreten wollend schauten wir plötzlich recht doof in der Gegend herum. Der Nordgrat schien ausgesetzt und immer noch tief gefroren zu sein (auf der Wanderkarte ist dort eine rot gestrichelte Tour eingezeichnet!). Der Grat (oder das Couloir) nach Westen hinunter war nicht mehr einladend und ging weiter unten in einen mit vielen Leitern versehenen Felsabbruch über. Schlussendlich umgingen wir die Schwierigkeiten, indem wir weit nach W ausholten. Sahen dabei ein Rudel von 25 Gämsen, verloren rund eine Stunde auf die nicht vorhandene Marschtabelle und mussten wieder 200 Meter aufsteigen. Speziell an der Tour ist die einmalige Aussicht auf viele, viele Berge in allen Himmelsrichtungen (darunter viele spannende 4000er im Süden). Am besten besteigt man dazu vielleicht das Illhorn. Hier trafen wir auch auf viele Tagestouristen.








































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