2tägige Churfirsten-OstRunde


Publiziert von Kaj , 12. Juni 2014 um 01:17.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum: 8 Juni 2014
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Churfirsten   CH-SG 
Strecke:Unterwasser,
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Parkplatz der Iltios-Standseilbahn in Unterwasser(909m)
Unterkunftmöglichkeiten:BergGasthaus Lüsis, AlpTschingla (für NichtDeutsche)
Kartennummer:map.geo.admin.ch, Heidiland 1:50000

Gewissermassen als Fortsetzung der letztjährigen großen Runde, war an diesen sonnigen & heißen Pfingsten (So 8.6. & Mo 9.6.2014) der Übergang vom Toggenburg in´s Seeztal an der Reihe. Zusammen mit der tüchtigen Ruth zu wandern, ist für mich immer wieder ein Genuß - auch wenn diesesmal der Höhenschwindel (Vertigo) die Befindlichkeit von Ruth stellenweise belastete.
Tour:
Wir wollten uns mal die SchwendiSeen anschauen. Das hätten wir uns schenken können. Genauso wie den KlangWeg, auf den wir alsbald stießen. Völlig überlaufen. So macht man als Tourenplaner seine Erfahrungen.
Ab der Freienalp(1350m) waren die Spaziergänger abgeschüttelt. Die nächste Ungeschicklichkeit: wir wählten zur Gamsalp den Fahrweg (rechts), statt links über den landschaftlich schöneren Warmtobel zu schreiten. Die Bahn zur Gamsalp nimmt erst am 5.7. (bis 19.10.2014) den regulären Sommerbetrieb auf; uns konnte das recht sein, obwohl ein Kaffee nett gewesen wäre;-)
Der WeiterWeg zum Sattel(1948m) war angenehm einfach, das Panorama beeindruckend und die Senke zum Übergang Nideri(1839m) landschaftlich wunderbar.
Der steile Pfad hinunter nach Lüsis(1275m) erfordert wegen seinem leicht schotterig/schuttigen Belag erhöhte Aufmerksamkeit.
Unten im Berggasthaus Lüsis (Kurhotel auf den Wegweisern) begrüßte uns die Wirtin Sonja mit ihrer gastfreundlichen Art und wir ließen den Tag mit Blick über den Walensee ausklingen.
Nach der Übernachtung ging es ab der Alp VorderBüls steil nach oben; zuerst auf schmalem, von Buschwerk gesäumten Pfad, dann mit vielen Kehren im breiten Couloir bis zum Chammsässli(1742m). Die Hütte steht exponiert auf einer Nase - sehr hübsch. Bis zum Eingang des Valslochs ist auf ca 400m (Strecke) ein Geröllfeld zu queren, dann geht es kraxelig-steil, in den gestuften Fels (kein Seil). Nach dem Valsloch sind unschwierig noch etliche HöhenMeter zu bezwigen, bevor man auf dem Hinterrugg(2306m) ankommt. Weiter zum Chäserrugg - völlig einsam & verlassen, locken die Rosenböden mit WahnsinnsPanorama. Wer den Chäserrugg ohne MassenTourismus erleben will, hat noch Zeit bis 21.6.2014.
Der Abstieg nach Stöfeli ist sehr gut ausgebaut (T2) und obwohl er eine längere Strecke der SchiPiste folgt, landschaftlich reizvoller, als ich es mir vorgestellt hatte. Auch der schattige Weg via Schwiloch(1540m) & Unterruestel(1500m) nach Zinggen(1430m) ging gut (T1).
Nach einem Einkehrschwung in der Sellamatt(1390m) ging es runter zum VorderHerrenwald & Egg(1065m), wo uns das allfällige Gewitter leicht duschte. Wir genossen die frische Luft & die Abkühlung auf dem netten Weg zum Auto.


Fazit: Empfehlenswerte Tour
Variante: den Aufstieg würde ich eher über Schwendi/Oberdorf und den Warmtobel wählen
Wasser: unsere 5l Wasser waren, bei teilweise über 30°C (mehrheitlich in der prallen Sonne), knapp bemessen. Ab ~1600Hm ist Ende mit Nachfüllen.
Material: Wanderstöcke vorteilhaft
Schwierigkeiten: Nideri-Lüsis T3+, VorderBüls-Chammsässli T3, Chammsässli-Valsloch T3+, Valsloch T3+/I, kleine RestSchneefelder waren nirgends hinderlich oder gefährlich

Tourengänger: Kaj


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Kommentare (1)


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Leonce hat gesagt:
Gesendet am 22. Juni 2014 um 19:26
Besten Dank für die Beschreibung und Empfehlung der Tour! Wir sind sie - mit kleinen Änderungen - so jetzt am Wochenende gelaufen. Echt super! Beste Grüße aus KN nach KN und frohes Wandern noch!


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