Großer Löffler (3379 m) - der versteckte Wächter über dem Floitental


Publiziert von mabon , 11. Juni 2014 um 11:51.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Zillertaler Alpen
Tour Datum: 9 Juni 2014
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Mountainbike Schwierigkeit: L - Leicht fahrbar
Wegpunkte:
Geo-Tags: A   I 
Zeitbedarf: 1 Tage 8:15
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 2400 m

Steht man vor dem Floitenkees und sucht das weite Rund nach diversen Gipfeln ab, ist der Große Löffler kaum auszumachen. Zu unspektakulär und zu weit in den Hintergrund gedrängt wirkt er wie ein zu groß geratener Hügel. Dabei handelt es sich immerhin um den siebtgrößten Zillertaler Gipfel. Auch ist er die beherrschende Berggestalt zwischen Floiten- und Stillupptal.

Wie mächtig der Große Löffler tatsächlich ist, merkt man freilich erst, wenn man ihn bestiegen hat, oder ihn von benachbarten Bergen wie etwa dem Schwarzenstein und der Wollbachspitze bestaunen durfte. Folglich bietet der Große Löffler eine ähnlich spektakuläre Aussicht wie der Schwarzenstein. 

Was letztes Jahr wetterbedingt abgesagt werden musste, sollte dieses Jahr bei optimalen Bedingungen gelingen: die Ersteigung des Großen Löfflers. Mit in die Planung einbezogen hatten wir die Jahreszeit, da wir die Lawinenbedrohung des Winters und die hohe Steinschlaggefahr des Sommers vermeiden wollten. Daher fiel die Wahl auf den Juni.

Ein weiterer Vorteil des Junis: Die zahlreichen Gletscherspalten im obersten Teil des Floitenkees zwischen Trippachspitze und Großem Löffler sind noch massiv mit Schnee verfüllt, so dass der Anstieg einfacher ist. Auch werden so die berüchtigte Randkluft und das zum Ende hin bis zu 40° steile Blankeis durch den Schneeüberzug vermieden. Schön, wenn dann das lose Gestein durch den Schnee vom Herunterfallen abgehalten wird. Sicherheit geht eben einfach vor.

Und: Reicht der Schnee - so wie bei unserer Tour - bis fast zur Greizer Hütte hinunter, benötigt man nur eine gute Stunde vom Gipfel zurück zur Unterkunft. Denn so mühsam und steil der Anstieg war, so leicht und rasch gestaltet sich der Abstieg eben wegen des Schnees.

Der Löffler? Ein Batzi ist er. Man muss ihn halt so nehmen, wie er ist. Heißt: Einfach den richtigen Zeitpunkt abwarten, und alles löst sich in Wohlgefallen auf! :-))


Tourengänger: mabon, Lura

Galerie


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