Von Oberstaufen nach Oberstdorf


Publiziert von monigau , 2. Juni 2014 um 20:15.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum: 1 Juni 2014
Mountainbike Schwierigkeit: WS - Gut fahrbar
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Aufstieg: 150 m
Abstieg: 50 m
Strecke:44 km - Oberstaufen Hündle - Immenstadt - Sonthofen - Oberstdorf
Zufahrt zum Ausgangspunkt:mit dem PKW bis zum kostenlosen Parkplatz an der Hündle Talstation
Zufahrt zum Ankunftspunkt:mit dem Zug von Oberstdorf nach Oberstaufen, mit dem Rad zur Hündle Talstation

Unterwegs auf Königssee- und Illerradweg

Als Startpunkt für die Radeltour wählte ich den Parkplatz an der Hündlebahn außerhalb von Oberstaufen. Zuerst unterquerte ich die Deutsche Alpenstraße und bog dann nach rechts ab, um Richtung Knechtenhofen, Salmas und Thalkirchdorf zu fahren. Oberhalb befindet sich die Salmaser Höhe, ein Bergrücken, der sich links aufwärts hinzieht. Auf dem gut befahrbaren Weg sind überwiegend Radler unterwegs und pulkweise brausten dann auch immer wieder die Rennradler an mir vorüber - ich kam mir vor wie eine Schnecke, wie ich da so genüsslich dahinstrampelte.

Vorbei an typisch Allgäuer Häusern ging es weiter bis Wiedemannsdorf, wo die Bahnlinie überquert werden muss. Danach bog ich links ab in einen Anliegerweg und fuhr wieder an den Gleisen entlang. Auf der folgenden Wegstrecke muss die Bahn immer wieder mal überquert werden, doch der Weg ist meistens gut beschildert. Nach Ratholz kam dann auch schon der Große Alpsee in Sicht und im Hintergrund bauten sich der Grünten und die Oberstdorfer Berge malerisch auf.  Entlang des Großen Alpsees gibt es kleinere Steigungen aber auch wieder nette Abfahrten. Der Ort Bühl am Alpsee ist schnell durchfahren und vom rechts liegenden Kleinen Alpsee ist wegen der vielen Bäume nicht viel zu sehen.

Eigentlich wollte ich nur bis Immenstadt radeln und dann wieder zu meinem Ausgangspunkt zurück. Aber ich fand immer mehr Spaß an der schönen Tour und setzte mir Sonthofen als nächstes Ziel. Den Illerradweg wollte ich schon lange mal befahren.

Durch Immenstadt wurde ich auf Nebenwegen geleitet und konnte nette Winkel an der Konstanzer Ach bewundern. Am Ortsausgang fuhr ich Richtung Iller und dann auf dem Illerdamm weiter, bis ich den Wasserskilift kurz vor Blaichach erreichte. Eine Pause war fällig und ich sah von meinem sonnigen Sitzplatz im Café Inselsee den Wasserskifahrern und Surfern zu, wie sie an einer langen Leine hängend ihre Kreis zogen und immer wieder halbrecherische Kunststücke vorführten.

Frisch gestärkt nahm ich die nächste Etappe bis Sonthofen in Angriff. Es hat schon seinen besonderen Reiz, an einem Fluss entlang zu radeln, vor allem wenn es durch die schöne Allgäuer Landschaft geht. Der Grünten, der Wächter des Allgäus, wie er auch genannt wird, grüßte herüber und auch Sonthofen ließ ich nach ca. 9 Kilometern links liegen. Auch hier sollte meine Tour noch nicht zu Ende sein.

Bis Oberstdorf waren es noch 13 Kilometer, und da die Umgebung immer reizvoller wurde, wollte ich unbedingt noch bis dorthin, auch wenn sich die Wolken immer mehr verdichteten und den nahenden Regen ankündigten.

Interessant war es am Illerursprung kurz vor Oberstdorf. Hier fließen Trettach, Breitach und Stillach zusammen und bilden zusammen die Iller, den größten Fluss des Oberallgäus, der nach 147 Kilometern bei Ulm in die Donau mündet. Nun war es nicht mehr weit bis zum Bahnhof in Oberstdorf. Der Weg dorthin ist ebenfalls gut beschildert.

Mit dem Zug fuhr ich zurück nach Oberstaufen und radelte von dort zu meinem Ausgangspunkt an der Hündlebahn zurück. Kaum war ich im Auto, prasselte auch schon der erste Regenguss hernieder und ich war froh, der himmlischen Dusche gerade noch entgangen zu sein.

Fazit: Eine wunderschöne und abwechslungsreiche Tour durch das Allgäu, die man natürlich auch umgekehrt machen kann, nur hat man dann die Aussicht auf die Oberstdorfer Bergwelt nicht vor sich. In beide Richtungen herrschte ein reger Radlerverkehr, aber es war ja auch Sonntag und ideales Wetter. Etwas mühsam ist der Fahrradtransport, da man sein Rad an den Bahnhöfen treppauf und trappab schleppen muss und auch beim Ein- und Aussteigen in den Zug muss man es hochlupfen. Dafür war der Transport aber kostenlos.

Tourengänger: monigau


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Kommentare (2)


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Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 31. Juli 2014 um 12:14
seit unseren Pfingstwanderungen 2014 kenne ich die Gegend ein wenig - sie ist offensichtlich auch im Talgrund angenehm ...

lg Felix

monigau hat gesagt: RE:
Gesendet am 1. August 2014 um 11:07
Ja, so sehe ich das auch. Ich entdecke, obwohl ich schon so lange in der Gegend wohne, immer wieder neue, interessante Winkel.

LG Monika


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