Murtels da Fallò 2558 m - Im und über dem einsamen Val Tschitta


Publiziert von Ivo66 Pro , 1. Juni 2014 um 15:59.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Albulatal
Tour Datum: 1 Juni 2014
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 3:45
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Strecke:Naz - Val Tschitta - Murtels da Fallò
Kartennummer:1:25'000 Savognin

Der Frühling hat auch in den Albulaalpen Einzug gehalten. Die der Sonne ausgesetzten Hänge und Grate sind oft schon bis um die 2800 m. ü. M. schneefrei. Die einzigartig schöne Bergwelt über dem Albulatal erwacht mehr und mehr aus dem langen Winterschlaf. Dem milden Frühling, der ohne nennenswerten Wintereinbruch geblieben ist, ist es zu verdanken, dass die grossen Schneemengen des Winters rasch am Abschmelzen sind.

An Schönheit kaum zu überbieten ist das einsame, aber dennoch gut erschlossene Gebiet um die beiden Täler Val Mulix und Val Tschitta, ausgehend vom kleinen Weiler Naz an der seit kurzem nach der Wintersperre wieder geöffneten Albulapassstrasse kurz vor Preda. Im Sommer begeistert uns diese Region schon seit längerem, noch nie sind wir aber im Frühjahr hier herumgewandert. Dies sollte sich heute ändern, denn wir versprachen uns gute Verhältnisse an den Sonnenhängen der Murtels da Fallò, welche das Val Tschitta nördlich begrenzen.

In den herrlich duftenden, malerischen Arvenwäldern oberhalb von Naz wähnt man sich im Schweizerischen Nationalpark, mit dem Unterschied, dass man hier praktisch immer alleine unterwegs ist. Die Landschaft gehört zum Schönsten, was unser kleines Land bietet, hat es aber dennoch zu keinerlei Bekanntheit gebracht.

Gespannt waren wir heute vor allem auf den Piz Ela, der von unserem Gipfelziel nur etwa 3 Kilometer entfernt liegt. Tatsächlich waren wir dann vom Anblick des zweithöchsten Dolomitbergs der gesamten Alpen überwältigt; so nahe steht man diesem imposanten Riesen selten gegenüber. Auf dem weiträumigen Gipfel der Murtels da Fallò angekommen, beschlossen wir deshalb, dem schmalen Grat, der sich zu den Tschimas da Tschitta fortsetzt, noch etwas zu folgen. Ein ziemlich unerschrockener Gamsbock beobachtete unseren Ausflug argwöhnisch und schien auf einem Felsblock seine Überlegenheit im alpinen Gelände demonstrieren zu wollen. Mit einem grossen Satz ergriff er dann doch noch die Flucht, nachdem wir uns ihm bis zu etwa 20 Meter nähern konnten.

Gleichermassen überrascht über menschlichen Besuch zeigten sich die vielen Murmeltiere sowie ein einsamer Hirsch. Wie immer waren auch heute die Wildtiere den Menschen in diesem Gebiet zahlenmässig haushoch überlegen.

Routenbeschreibung:

Von Naz folgt man dem Wanderweg Richtung "Fuorcla da Tschitta bzw. Tinizong". Aus dem Val Tschitta kann man beliebig zur Murtels da Fallò hochsteigen. Das Gelände ist zeitweise steil, aber stets gut gestuft.

Tourengänger: Ivo66, Lena


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Kommentare (2)


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beppe hat gesagt:
Gesendet am 1. Juni 2014 um 19:02
Ciao Ivo complimenti per le stupende foto.
Ciao
Beppe

Ivo66 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 1. Juni 2014 um 23:13
Grazie Beppe, molto gentile!

Ciao, Ivo


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