Im Caldeirao Verde und Inferno


Publiziert von bulbiferum , 4. Juni 2014 um 20:52.

Region: Welt » Portugal » Madeira
Tour Datum: 1 Mai 2014
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: P 
Zeitbedarf: 6:00
Strecke:23 Km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem PW bis zum PP bei Pico da Pedras an der Strasse hinauf nach Achada ro Texeira von Santana aus. Man kann von Santana aus auch zu den Häusern von Queimadas fahren.

Die Caldeirao Verde und Inferno (Caldeirao = grosser Kessel) sind weit oben in den Nordhängen des Pico Ruivo und Beginn verschiedener Levadas. Vom Caldeirao Inferno führt z.B. eine durch einen langen Tunnel unter dem Pico Ruivo durch auf die Südseite der Insel.  Die Route führt von Queimadas aus immer der Levada entlang. Es hat mehrere Tunnels und eine Lampe ist empfehlenswert.
 
Fast in allen Führern wird die Tour immer von Queimadas aus beschrieben. Wir haben uns sagen lassen, die Strasse von Santana hier hinauf sei ziemlich steil und schmal und der Parkplatz sei bei grossem Andrang auch schnell einmal voll. So haben wir als Ausgangspunkt  Pico da Pedras ausgewählt. Das liegt ein wenig weiter östlich auf gleicher Höhe an der Strasse  die hinauf nach Achada do Texeira hinauf führt. Auf der Strassenkarte ist Pico da Pedras zweimal aufgeführt. Ich meine hier das weiter unten liegende. Diese Strasse ist viel komfortabler und auch Parkplätze hat es hier mehr als genug, weil es hier auch so etwas wie eine Wochenendhaus Siedlung hat.  Im hinteren Teil des PP hat es ein Infoschild für den PR9 und dort beginnen wir die Tour.
 
Auf einem ebenen und breiten Weg durch einen schönen Wald erreichen wir nach einer halben Stunde Queimadas. Hier ist schon die Hölle los. Parkplätze hat es nicht mehr viele, Kleinbusse spucken die unvermeidlichen Wandergruppen aus, Taxis wollen wegfahren und können nicht weil die Busse im Weg stehen und so fort. Helene entdeckt geistesgegenwärtig, dass die einzige Toilette gerade frei ist und das verschafft uns dann einen grosszügigen Vorsprung vor der Masse. Bis die Damen der nachfolgenden Gruppen durch dieses Nadelöhr sind dauerte es eine Weile ;-)
 
Der Weg der Levada entlang ist ein wenig wilder als bei der Janela aber nicht so anspruchsvoll wie er teilweise beschrieben wird. Die Levada wurde mit einem riesigen Aufwand aus den Felsen gehauen und ist dementsprechend ausgesetzt. Es hat aber durchwegs ein solides Geländer und wegen des üppigen Bewuchses nimmt man die Ausgesetztheit auch nicht so war. In den Tunnels hat es teilweise tiefe Pfützen. Wer in Turnschuhen unterwegs ist und auch keine Lampe hat, holt sich hier bestimmt nasse Füsse. Der Caldeirao Verde liegt ein paar Minuten links der Levada. Es ist ein Felskessel mit einem Tümpel in den sich ein Wasserfall ergiesst, ähnlich demjenigen in Rabaçal.
 
Wir gehen hier weiter , wir wollen ganz ans Ende bis zum Caldeirao Inferno. Vor ein paar Jahren gab es hier noch längere Abschnitte ohne Geländer. Das hat sich geändert und auch dieses Teilstück ist gut begehbar. Es hat auch auf diesem Abschnitt mehrere Tunnels, die teilweise nur ca. 1.60 hoch sind. Eine Treppe mit 324 Stufen muss überwunden werden. Am oberen Ende beginnt der langen Tunnel unter dem Pico Ruivo hindurch. Wir gehen in den rechten Tunnel und verlassen ihn nach ein paar Metern gleich wieder. Es folgt ein Wasserbecken und dann wieder ein Tunnel. Unmittelbar vor diesem Tunnel stürzt ein Wasserfall auf den Weg.  In der Regel kann man sich daran vorbei drücken. In langen Regenperioden dürfte dies schwieriger sein. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern wie viele Tunnels es genau hat. Nur dass sie ziemlich tiefe Decken hatten weiss ich noch genau. Wir vernehmen ein im stärker werdendes Donnern von herabstürzendem Wasser. Wir nähern uns dem Ziel. Zwei Bäche stürzen in Kaskaden von den Hängen herunter und münden in den Inferno Kessel. Eine tiefe enge Schlucht führt aus dem Kessel hinaus. Unglaublich was die Baumeister der Levadas hier geleistet haben.
Ca. 15 Min. nach uns kommt eine grosse Gruppe an. Der richtige  Zeitpunkt uns auf den Rückweg zu machen. Obwohl dieser dem Hinweg entspricht gewinnen wir hier nochmals neue Eindrücke, wie so oft wenn der gleiche Weg in umgekehrter Richtung begangen wird. Es kommen uns immer noch viele Wanderer entgegen. Das Kreuzen braucht Rücksichtnahme. Der Pfad ist über weite Strecken nicht so breit, dass man einfach aneinander vorbeigehen könnte. Plätze um die Leute vorbei zu lassen hat es aber genug.  Das zusätzliche Wegstück zu unserem Ausgangspunkt ist auch bald absolviert und so sitzen wir bald in Santana auf einer Terrasse bei Kaffee und Kuchen.
 

Tourengänger: bulbiferum


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