Tessiner Gipfeltage (4) - schöner Abschluss auf dem Madone


Publiziert von passiun_ch , 18. Juni 2014 um 20:31.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Locarnese
Tour Datum:30 Mai 2014
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Gruppo Poncione Piancascia   CH-TI 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 961 m
Abstieg: 961 m
Strecke:Cardada - Alpe Cardada - Alpe di Bietri - Madone
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Locarno - Orselina - Cardada
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Cardada - Orselina - Locarno

Heute war mein letzter Tag der Tessiner Gipfelwoche, das Wetter war strahlend schön und so suchte ich mir einen Gipfel im Raum Locarno aus. Die Wahl fiel auf den Madone oberhalb der bekannten Cimetta.
Von Locarno-Orselina fuhr ich mit der vom Architekten Botta entworfenen Kabine der Luftseilbahn hinauf bis Cardada. An der Bergstation ein paar Minuten in Richtung Westen zu einem Aussichtsteg der aus dem Wald herausführt um einen freien Blick auf den Lago Maggiore zu bekommen. Nach dem Genuss dieser fantastischen Aussicht ging es wieder zurück zur Bergstation und weiter auf einem Promenadenweg zur „Talstation“ des Sesselliftes auf die Cimetta. Aufgrund des traumhaften Wetters und das Flüchten von vielen Deutschweizern in den sonnigen Süden über Auffahrt/Himmelfahrt war hier oben auch eine ganze Menge los.
Ich folgte weiter der Beschilderung zur Alpe Cardada, die man auf einem leichten und einfachen Weg erreicht. Um der vielen Leuten aus dem Weg zugehen entschied ich mich den Madone nicht von der Cimetta über die Cima della Trosa zu erreichen, sondern außen herum via Alpe Cardada und der Alpi di Bietri. Nach knapp einer halben Stunde erreicht man die Alpe Cardada, mit der Capanna Cardada Stallone, die sah sehr einladend aus und der Eingang war recht originell gestaltet.
Hinter dem Haus leicht absteigend in das obere Val Resa bis Pkt. 1423, dort zweigt ganz unscheinbar links (fast parallel) der Weg zur Alpi di Bietri ab. Einfacher zu merken ist, daß ebenfalls dort ein Biketrail, allerdings ins Val Resa, abzweigt. Warum ich so darauf hinweisen ? – Naja ich habe sie halt verpasst, gemerkt nach gut einer Viertelstunde weil es immer weiter leicht bergab ging. Der normale Weg läuft dabei oberhalb fast parallel, doch ein hochsteigen durch das Kleingehölz ist nicht möglich, also den ganzen Weg bis zur Abzweigung wieder zurück. Auf dem richtigen Weg angekommen führt er schön den Hang entlang mit Ausblicken in die Magadinoebene und den Ceneri.
Über die Bassa di Bietri und durch ein längeres Waldstück erreicht man die Alpi di Bietri. Hier beginnt dann quasi erst der Aufstieg zum Madone, da man bislang kaum an Höhe dazu gewonnen hat. In weiten Kehren erreicht man dann den Pkt. 1657 und blickt nun recht unvermittelt ins tiefe Maggiatal hinunter. Das bislang sonnige Wetter wurde dann doch mit vielen Quellwolken und mit vom Norden herüberreichenden grauen Wolken etwas getrübt – das M-Wetter war damit leider vorbei. Nun ging es immer steil der Gratkante zum Pkt. 2001, dabei manchmal doch recht nah am Abgrund des Maggiatales entlang. Den angeblichen Madone seit der Alpe di Bietri vor Augen  und mit der Motivation ihn gleich erreicht zu haben, stellte ich fest „Du bist doch noch gar nicht am Ziel“ denn etwas weiter hinten war erst der eigentliche Gipfel. Über den Rest einer Schneewächte und einem kleinem Schneefeld ging es hinüber und nach einem gesicherten Abschnitt mit Ketten, kamen auch kurz noch die Hände zum Einsatz, doch dann war das Ziel der Madone erreicht.
Der Madone bietet ein herrliches Panorama mit Blick tief in die Tessiner Alpen und ins Maggiatal hinein und vermutlich auf grosse Walliser, die sich aber aus den Quellwolken nicht heraustrauten.
Der Gipfel-Aufenthalt wurde dabei richtig genossen und so stellte ich dann fest, daß es evtl. besser, aber vor allem sicherer gewesen wäre, die beiden steilen Schneeabschnitte wie ein paar andere "Gipfelstürmer" weiter oben zu umgehen.
Ein wunderbarer Gipfel zum „krönenden“ Abschluss dieser Tessiner Gipfeltage und auf dem Rückweg gönnte ich mir dann auf der Alpe Cardada noch eine gratinierte Polenta mit Gorgonzola und einem Glas Tessiner Merlot
Kann eine mittlerweile doch sonnige Woche im Tessin schöner zu Ende gehen? - letztendlich war ich froh die richtige Wahl für diese Woche getroffen zu haben. Arrivederci Ticino ;-))

Tourengänger: passiun_ch


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Kommentare (2)


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bidi35 hat gesagt: toller Abschluss...
Gesendet am 18. Juni 2014 um 21:19
...deiner Tessinerwoche...gratuliere Michael!!!

Liebi Grüess. Heinz

Renaiolo hat gesagt:
Gesendet am 24. Juni 2014 um 21:19
Das ist doch (noch) ein schöner Abschluss Deiner Tessiner Gipfeltage, gell. Gratulation, und LG Ruedi


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