Unterwegs auf tief verschneiten Graten über der Langtalereckhütte bei trübem Wetter


Publiziert von abenteurer Pro , 23. Mai 2014 um 13:12.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Ötztaler Alpen
Tour Datum:19 Mai 2014
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT6 - Anspruchsvolle alpine Schneeschuhtour
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Garmisch nach Obergurgl
Unterkunftmöglichkeiten:Langtalereckhütte (Karlsruher Hütte)

Am Sonntag, 18.05.14 fuhr ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Garmisch nach Obergurgl. Dort kam ich um 10.35 Uhr an. Ich wanderte über die Schönwieshütte, von der ich einen herrlichen Blick auf Berge über dem Gaißtal hatte, auf die Langtalereckhütte mit schwerem Rucksack. Das war mir genug für diesen Tag. Ich übernachtete im Winterraum mit einer Skitourengeherin mittleren Alters.

Seit Sonntag Nachmittag war es nach einem zunächst sonnigen Tag bewölkt. So auch am Montag, obwohl für den ganzen Tag sonniges Wetter angekündigt war!
Ich brach von der Hütte nach Osten zunächst über einen steilen Hang, dann flachere Bereiche zum Eiskögele auf. Zur darunterliegenden Scharte geht es steil hinauf, auch über den Grat zum Gipfel.
Der Grat zum Hochebenkamm stellte sich als zu schwierig zu begehen heraus. Aber das ermöglichte mir eine Rundtour, auf der ich seinen Gipfel eben von der anderen Seite erreichen wollte.

Ich beging den Schneegrat über steilen Flanken vom Eiskögele zum Vorderen Seelenkogel. Der Grat zu letztgenannten Gipfel ist steil (bis über 40°), aber nicht schwierig. Es hatte begonnen, leicht zu schneien.
1986 kurz nach der Havarie von Tschernobyl war ich vom Skidepot über den Südgrat hinaufgestiegen.

Ich stieg den Grat wieder zur nächsten Scharte ab und von dort auf den nördlich gelegenen Hangererferner. Ich querte dann auf ihm an einer Felsflanke unter den untersten Felsen durch und stieg dahinter wieder auf. Ich errreichte eine Mulde unter dem Hochebenkamm und schaute, wo ich am besten auf dessen Nordgrat, der von der Hochebenscharte hinaufführt, gelangen konnte. Links war eine steile Schneeflanke, über der eine kurze Rinne auf den Grat führt. Es war mir zu mühsam, da hinaufzukraxeln. Bis zur Hochebenscharte wollte ich auch nicht, zudem mit Höhenverlust queren. So stieg ich über leichte Felsen (I-II-) auf den Grat, der herrlich verschneit war und auf dem ich noch ca.200hm zum Gipfel hinaufsteigen musste. Ich musste auf Wechten achten. Das letzte Stück war dann deutlich über 40° steil, aber der Schnee war gut zu begehen und einige Felsen zum Festhalten schauten aus dem Schnee heraus. Der Gipfelgrat ist flach, aber ausgesetzt. Ich erreichte den höchsten Punkt. 2 m dahinter wäre es gefährlich gewesen, ohne Seil weiterzugehen, da er sehr schmal ist und rechts eine Felswand abfällt.

Ich stieg dann wieder ein Stück den Grat ab und dann an geeigneter Stelle den nach Westen führenden Hang hinunter.
Der Hangerer wäre noch zu besteigen gewesen, aber ich verzichtete darauf, weil ich schon einmal oben war und ich beim dem eher trüben Wetter und nach der Anstregung keine Motivation mehr hatte. Die Sonne war nur mal für wenige Minuten zu sehen.

Ich querte ein bisschen zu weit unten, sodass ich Hänge zum schneebedeckten und mit Stangen markierten Fahrweg etwas unterhalb der Hütte absteigen musste. Noch einmal ca. 40hm aufzusteigen, machten aber auch nichts.

Ca.15.00 Uhr kam ich an der Hütte an.

Tourengänger: abenteurer


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