Stanserhorn (1898 m) – Südwest-Aufstieg von Sand/Kerns OW her


Publiziert von johnny68 Pro , 20. Mai 2014 um 20:23.

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum:20 Mai 2014
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Stanserhornkette   CH-NW   CH-OW 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1300 m
Strecke:Kerns/Sand - Chrinnen - Stanserhorn und zurück

Auf diese Tour bin ich im sehr nützlichen SAC-Buch „Alpinwandern / Gipfelziele – Zentralschweiz Vierwaldstätterse“ von Remo Kundert und Marco Volken gestossen. Diese Route dürfte aufgrund der spärlichen Wegspuren nur selten begangen werden. Sie ist ziemlich anspruchsvoll, zumal im Gebiet „Chrinnen“ in einigen Bachtobeln noch Lawinenschnee lag.
 
Die meisten Stanserhorn-Besucher dürften den Berg mit der Cabrio-Bahn erreichen. Auf dem Stanserhorn hat es für diese Gäste denn auch eine entsprechende Infrastruktur (Restaurant, Grillplätze, kinderwagentauglicher Rundwanderweg).
 
Andere Wanderer dürften den Berg von Wirzweli/Ächerlipass erreichen. Die oberste Partie dieses Bergweges habe ich auch begangen. Wieder andere kommen von Wiesenberg, steigen nach Blatti hoch und benützen den Ostgrat. Schliesslich kann man nordseitig direkt von Stans aufsteigen, wobei ich speziell den Berglauf auf’s Stanserhorn erwähnen möchte: Die Höhendifferenz beträgt 1416 m, die Länge 10,9 km, die Bestzeiten betragen rund 1 Stunde 10 Minuten. Der nächste Berglauf findet am 6.7.2014 statt.
 
Das Stanserhorn bietet dank seiner Lage eine umfassende Aussicht über den Vierwaldstättersee (westlicher Teil), das zentrale Mittelland, den Jura, die Zentralschweizer Voralpen sowie die Unterwaldner, Berner, Urner und Glarner Alpen.
 
Ich startete zu meiner Tour oberhalb Sand/Kerns im Kanton Obwalden. Der erste Teil geht der Strasse Richtung Ächerlipass entlang. Im Gebiet „Ämlischwand“ auf 735 m verlässt man diese Strasse und zweigt auf eine Nebenstrasse (Beton) ab, die steil in Richtung „Langschwandi“ führt, wo man auf einen Kiesweg ins Tobel des Rübibachs abzweigt. Man überquert die Metallbrücke und geht steil die diversen Wiesen, die sich den Südwestgrat hinauf erstrecken, hoch. Das Weglein ist bis zur Hütte auf 1210 m immer gut erkennbar und hie und da mit roten Punkten markiert. Oberhalb der Hütte ist die Wegfindung etwas schwierig, da der Weg überwachsen ist. Bis zum Waldrand oberhalb „Ober-Brand“ geht man am besten die steile Krete hoch. Auf rund 1540 m verschwindet der Weg in ein Wäldchen und kommt dann auf 1640 m wieder aus diesem heraus. Man landet im steilen Wiesen-/Schutt-/Bachtobel-Kar „Chrinnen“, das bei meinem Besuch teilweise noch mit Lawinenschnee gefüllt war. Ennet des rutschigen Gebiets geht es wieder in den Wald. Bald erreicht man die Senke 1719 m zwischen dem Stanserhorn und dem Chli Horn. Hier erreicht man den weiss-rot-weissen Bergweg vom Ächerlipass her, der stark gesichert, zuoberst über Metalltreppen, zum Rundwanderweg auf dem Stanserhorn führt. In 10 Minuten hat man dann den Gipfel erreicht.
 
Ich kehrte auf demselben Weg wie beim Aufstieg nach Sand/Kerns zurück.

Tourengänger: johnny68


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