Das Vermächtnis der kalten Sophie: Pulverspass am Piz Tiarms


Publiziert von TomClancy , 20. Mai 2014 um 00:00.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:18 Mai 2014
Ski Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR   CH-GR 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 500 m
Abstieg: 500 m

Nach einigen nasskalten, stürmische Taggen beruhigte sich die Wettersituation auf das Wochenende hin. Die Eisheiligen hatten etwas Schnee gebracht und so war Gelegenheit, noch einmal die Skis zu packen. Mein letzter Ausflug auf den Pazolastock hatte mich für die Oberalpregion begeistert und so lag es nahe, heute nochmal hochzufahren und die andere Seite auszuprobieren.

Kaum aus dem Auto gestiegen, traf ich die weibliche Hälfte von Maeni an. Nicole war es, die mich erkannte und ansprach. So traf ich nach langer virtueller Bekanntschaft mal 50% des sympathischen Muotathaler-Duos. En gfreuti Sach! Unsere Wege trennten sich gleich wieder, da Nicole mit ihrer Begleitung zum Pazolastock aufstieg.

Ich wandte mich meinem heutigen Tourenziel zu. Bei der Überquerung der Passtrasse wäre der Tag beinahe zu Ende gewesen: auf einem Fleck gefrorenen Schmelzwasser haute es mich mit Schwung auf die Po-Backe. Der musculus gluteus maximus wurde arg gequetscht, das Handgelenk etwas verstaucht und die Schulter leicht lädiert, aber der Anblick der verschneiten Hänge ringsherum liess den Schmerz in den Hintergrund treten. So schnallte ich die Skis an und suchte nach der Aufstiegsspur. Von weitem war nur eine markante Schneeschuhspur zu sehen. Erst beim Näherkommen entdeckte man die schwach ausgeprägten Skispuren im gefrorenen Hang. Nun kamen die Harscheisen zum Einsatz. So war der Aufstieg über die erste Steilstufe gut zu meistern. Danach folgte ein kurzes Flachstück, bevor die Schlüsselstelle der heutigen Tour kam: relativ schmal und steil ging es mit zwei Spitzkehren links an einem Felsblock vorbei. Anschliessend erblickte ich zum ersten Mal die Fellilücke und die davor liegenden flachen Hänge. Irgendwie war mir heute nicht gipfelstürmerisch zu Mute und so entschloss ich mich, oberhalb der Fellilücke zu päuselen und dann umzukehren. Nach einem ausgiebigen Sonnenbad machte ich mich an die Abfahrt. Kurz vor mir fuhr ein Mann mit einem unvergleichlichen Stil an der Spitze einer Vierergruppe ab: das konnte nur der Ueli von Dosse sein. Bei ihm hatte ich meine allererste Skitour absolviert. Ihn würde ich wohl auf drei Kilometer an Art zu fahren erkennen. :-)

Der erste, westlich orientierte Hang bot pulvriges Abfahrtsvergnügen. Unterhalb der Fellilücke war dann Sulzschneefahren angesagt. Die obersten drei, vier Zentimeter waren angetaut, so dass Fahrspass pur garantiert war! Die weiten Hänge bis zur Steilstufe vor der Passhöhe liessen viele Varianten zu. Erst der letzte Hang geriet zur Rutscherei, da hier der Schnee sehr weich und zum Teil bereits ins Rutschen geraten war. Hier traf ich dann auch auf die Vierer-Gruppe, die effektiv von Ueli geleitet wurde. Ein kurzer Plausch, ein Paar Tipps ausgetauscht und weiter ging‘s. Schon bald war der Pass erreicht. Mittlerweile war es sommerlich warm, so dass ich es bereits etwas bedauerte, dass ich die Badehosen nicht eingepackt hatte. Der Urnersee wäre eine gelungene Abrundung des Tages gewesen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden!

Fazit: Ein wundervoller Tag mit unerwartet schönem Abfahrtserlebnis. Da nun die Zeit der Passöffnungen kommt, hoffe ich noch auf die eine oder andere Gelegenheit zu ähnlichen Touren.

Tourengänger: TomClancy


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Kommentare (2)


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MaeNi hat gesagt:
Gesendet am 20. Mai 2014 um 14:05
Hat mich also auch gefreut, Dich mal zu treffen!

LG
Nicole

أجنبي hat gesagt: Und mich...
Gesendet am 20. Mai 2014 um 16:48
...euch alle zu treffen. ;-)


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