Jojoleden, 3/4 ist besser als gar keiner


Publiziert von Elju , 29. Dezember 2014 um 00:16.

Region: Welt » Schweden
Tour Datum:29 August 2013
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: S 
Zeitbedarf: 3 Tage
Aufstieg: 1600 m
Abstieg: 1600 m
Strecke:Kebnekaise-Tarfalastugan-Gaskkasjavri-Guobirvaggi-Gaskkasvaggi-Gashkkasjohka-Darfalglaciaren-Tarfala-Kebnekaise
Zufahrt zum Ausgangspunkt:über Kungsleden oder Nikkaluokta (19km) nach Kebnekaise,
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Busfahrplan Nikkaluokta-Kiruna: http://www.ltnbd.se/tidtabeller/pdf/ltnbd_linje_92_3.pdf
Unterkunftmöglichkeiten:Unterkunft in Nikkaluokta www.nikkaluokta.com/index.php?id=1512 Unterkunft in Kebnekaise Fjällstation Unterkunft Kiruna: Backpacker Yellow House, Hantverkaregatan 25, Kiruna
Kartennummer:BD6 Abisko-Kebnekaise-Narvik

Nach dem wir unser Bauch mit einem leckeren Burger vollgeschlagen haben und einer heissen Sauna gegönnt haben, geht es am nächsten Tag bereits weiter. Nach dem wir die Tour von Abisko nach Kebnekaisefjellstation http://www.hikr.org/tour/post79851.html   ddfdfadsfadd       etwas abkürzen mussten, wegen des schlechten Wetters und wir nicht über den Jojoleden wandern konnten, versuchen wir jetzt ein Teil des Weges in die Gegenrichtung zugehen und in einem Loop wieder zurück zukehren.

Wir wandern von der Kebnekaise-Fjellstation in das Darfalvaggi hinein. In Tarfala angekommen läuft man an der Gletscherstation von der Universität in Stockholm vorbei, bevor man kurze Zeit später an der Tarfalastuga ankommt. Wir sind froh, können wir in die Hütte, da es sehr stürmisch ist und es immer wieder regnet bei frischen Temperaturen. Es liegt auch fast bis in Tal runter Schnee. Im Tarfalatal werden immer wieder die stärksten Windböen gemessen im Lande. Das bekommt man zu spüren, denn der Wind pfeift unheimlich um die Ecken der Hütte, so dass sogar der Boden der Hütte anfängt zu vibrieren. Die Aussage des Hüttenwartes, dass die Hütte schon 2 mal von einem starken Orkan weggerissen wurde, jetzt aber besser befestigt wurde, beruhigt uns nicht wirklich. Aber immer noch besser als im Zelt. Um auf die Toilette zu gehen, muss man einen guten Augenblick abwarte, dass man nicht weggefegt wird.

Am nächsten Morgen stürmt es immer noch, jedoch scheint die Sonne und überall liegt Neuschnee. Bei diesem starken Wind können wir nicht los, da wir 2 Passe zu passieren haben und im Zelt schlafen müssten. Enttäuscht packen wir unser Rucksack und gehen aus der Hütte. Unglaublicherw eise stoppt der Wind wie per Knopfdruck und wir entscheiden uns doch die Tour zu starten. Wir gehen um den Tarfalasee rechts rum und steigen auf der Moräne rechts vom Gletscher hoch bis zu der kurzen Felspassage. Es gibt zwei Möglickeiten hier weiter zugehen, entweder über den Gletscher ganz rechts dem Felsfuss entlang evt. mit Steigeisen, denn es ist schon etwas steil, aber ohne Spalten, oder man kraxelt die ca.15 Meter hoch in II-er Gelände. Obwohl bei uns sogar noch etwas Neuschnee liegt ist diese Stelle gut zu bewältigen. Jedoch mit viel Gepäck ist es nicht zu unterschätzen. Weiter geht es mit einem kleinen Abstieg im Blockgelände und wieder hoch zum Pass der ins Guobirvaggi führt. Der Abstieg ist am Besten rechtshaltend zu bewältigen. Im Tal angekommen geht es rechts um den See rum. Bereits geht es wieder hoch in Blockgelände über den nächsten Pass ins Gaskkasvaggi. Offiziell würde der Jojoleden jetzt über den nächsten Pass links vom Pyramiden gehen bis zur Unna Räitastugan (Platz für 2 Personen) und weiter zur Nallostugan, wo wir vor ein paar Tagen bereits waren. Wir gehen jedoch rechts in das Gaskasvaggi Richtung Osten, da wir wieder nach Kebnekaise zurück müssen.  Kurz nach dem Gletschersees vom Kaskasatjakkagletscher gibt es eine Möglichkeit den Fluss zu überqueren von Stein zu Stein. Kurz danach finden wir einen schönen Platz für unser Zelt. Wir gehen früh in unseren Schlafsack, da es eine sehr kalte Nacht wird. Zum Glück habe ich so einen warmen Schlafsack.

Am nächsten Morgen ist der kleine Bach neben dem Zelt gefroren, aber bald scheint die Sonne auf unser Zelt. Bevor wir weiter gehen, gehen wir noch auf die Moräne des Gletschersees um den schönen Gletscher zu bestaunen. Dannach brechen wir auf und gehen weiter Richtung Osten bis kurz vor die Kaskavaggehütte. Hier steigen wir rechts hoch auf das Hochplateau des Cievrralahku. Unter dem Darfalglaciaren vorbei geht es weiter auf den Sattel zwischen P.1626 und Darfalcohkka. Wir sind froh endlich hier angekommen zu sein, da uns unsere Fussgelenke langsam schmerzen, da die letzten Kilometer nur über Schotter und Geröll zu laufen war. Dafür geniesst man hier einen sensationellen Ausblick über das Tarfalatal und das Kebnekaisegebirge. Der steile Abstieg ins Tal geht in die Knie und wir sind froh, als wir wieder bei der Tarfalastugan sind. Wir gönnen uns noch eine Nacht in der Hütte, bevor wir wieder aus dem Tal laufen bis nach Nikkaluokta. Da die Nächte langsam kalt werden gönnen wir uns auch hier eine Hütte und fahren mit dem Bus am nächsten Tag zurück nach Kiruna.

Obwohl wir den Jojoleden nicht ganz machen konnte wie wir geplant hatten, war es toll, dass wir doch diesen Teil machen konnten. Dieser Weg ist echt toll, einsam, wild und anspruchsvoll. War zum Schluss unserer Reise nochmals ein top Highlight, dass echt zu empfehlen ist.



Karte kann bei www.geobuchhandlung.de bestellt werden. 

Infos über den Jojoleden: http://www.fjaellwanderung.de/Abisko-Kebnekaise-Narvik/Jojoleden/

Tourengänger: Elju


Galerie


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