Fifty shades of gold - oder: Stilvolles Älterwerden im Nationalpark Bayerischer Wald


Publiziert von Berglurch , 9. Mai 2014 um 12:06.

Region: Welt » Deutschland » Östliche Mittelgebirge » Bayerischer Wald
Tour Datum: 4 Mai 2014
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D   Bayerischer Wald   CZ   Künisches Gebirge   Sumava   Kralovský hvozd   Lamer Winkel   Goldener Steig 
Zeitbedarf: 3 Tage
Aufstieg: 4610 m
Abstieg: 4260 m
Strecke:Lam - Osser - Lohberg - Arber - Seebachschleife - Falkenstein - Rachel - Waldhäuser - Lusen - Kanzel - Mauth (+ Umweg :-) )
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Lam, Endpunkt der Regentalbahn von Cham aus
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mauth, Igelbus bis zum Bahnhof Spiegelau
Unterkunftmöglichkeiten:Falkensteinschutzhaus; Im Waldschmitthaus und Lusen kann im Moment nicht übernachtet werden; Berggasthaus Lusen in Waldhäuser

Eine Wanderung auf dem Goldsteig: Ein relativ ruhiges Erlebnis im Bayerischen Wald.

Wikipedia sagt: Der Goldsteig ist ein Prädikatswanderweg im Oberpfälzer und Bayerischen Wald. Er wurde im September 2007 eröffnet. Benutzt werden die Routen auf den bereits bekannten Fernwanderwegen Burgenweg, Oberpfalzweg, E6 und E8 . Die Streckenführung wurde aber optimiert um einem Prädikatswanderweg zu entsprechen. Ich habe zwar mitnichten die kompletten 291 Kilometer abeglaufen, aber sicherlich einen der schönsten Teile erleben dürfen: Den durch den Nationalpark Bayerischer Wald



Ganz offensichtlich werde ich älter. Ich befinde mich dabei in hervorragender Gesellschaft - z. B. scheint es Delta ähnlich zu gehen: Längere Mehrtageswanderungen in Mittelgebirgen machen mir mittlerweile sehr viel Vergnügen.
Und so startete ich meine Wanderung nach einer "Tour de Friends" mit Besuchen bei einigen alten Freunden am

Tag 1
in Lam am Bahnhof. Über den offenbar klassischen Weg zum Osser, der zunächst auf einer asphaltierten, dann auf einer Forststrasse und zuletzt auf schönem, mässig steilen Pfad verläuft, gibt es nicht viel zu sagen. Die Aussicht auf den beiden Ossern, gepaart mit der Rauhreifstimmung aus der vergangenen Nacht entschädigte für den etwas feuchten Aufstieg im Wald vollends. Auf dem markierten Wanderweg ging es dann hinab nach Lohberg und von dort via der Passhöhe Brennes auf den Großen Arber und zur Mittagspause auf den Felsen Richard - Wagner - Kopf. Das Wetter klarte in der Zwischenzeit auf und die Aussicht in den Bayerischen Wald war mittlerweile großartig. Abstieg via Arbersee zur Seebachschleife und von dort über die Touristen - Hotspots Schwellhäusl und Zwiesler Waldhaus recht allein zum Falkenstein Schutzhaus, wo ich neben einer sympathischen Weitwanderin aus Hamburg der einzige Gast war. Nach einem netten Abend im Gespräch mit ihr und dem Wirt war dann auch bald schlafen angesagt.
(39 km, 2580 Hm, 8:30h Gehzeit)

Tag 2
Wir starteten zu zweit auf unsere Tagesetappe via Höllbachgspreng und den Schachten und Filzen (nach dem Mittagessen setzte ich meinen Weg allein fort - es würde noch ein Stückchen werden) und dann über den Rachel und den Horizontalsteig nach Waldhäuser. Insgesamt begegnete ich heute einem einzigen weiteren Wanderer - der Bayerische Wald ist immer noch so etwas wie die Wildnis Europas. Die Nacht verbrachte ich als einziger Gast im eigentlich großen und sympathisch Geführten Berggasthof Lusen.
(40 km, 1150 Hm, 8:00h Gehzeit)

Tag 3
Von Waldhäuser ging es zunächst auf den Lusen - ein toller Aussichtspunkt. Und dann weiter durch den Nationalpark über die kleine und große Kanzel nach Mauth. Dort war ein Weiterweg über den Almberg nach Phillipsreuth geplant, leider musste ich auf dem Weg zum Almberg umkehren (ganz blöde Geschichte, bei Gelegenheit erzähle ich sie mal :-) )und reiste per Daumenexpress und öV von Mauth zurück in die "Zivilisation".
(23km, 880 Hm, 4:30 Gehzeit)


Disclaimer:
1. Meine Fotos sind qualitativ nicht der wahre Anton... Das lässt sich darauf zurückführen, dass ich zwar ein Schweizer Sackmesser dabei hatte, nicht aber eine Kamera. Und Handyfotos sind leider nicht so gut.

2. Dass auf den Fotos keine Menschen sind, liegt für ein Mal nicht an meiner bekannt misanthropen Art. Es waren einfach kaum welche da: Mit Ausnahme der Hotsopts Zwieseler Waldhaus und Arber habe ich insgesamt 7 Menschen in 3 Tagen getroffen....

Tourengänger: Berglurch


Galerie


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