Rundtour über Pico do Arieiro und Pico Ruivo


Publiziert von bulbiferum , 11. Mai 2014 um 16:49.

Region: Welt » Portugal » Madeira
Tour Datum:24 April 2014
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: P 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1200 m
Strecke:13 Km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Funchal mit dem PW hinauf nach Monte und von dort weiter zum grossen PP auf den Pico do Arieiro. Keine ÖV Möglichkeit

Jeder der zum Wandern nach Madeira kommt möchte sicher gerne auf den Pico Ruivo 1862m, dem höchsten Berg auf Madeira. Wenn das Wetter gut ist soll man das auch tun, denn die Sicht von dort oben ist grandios. Im Gegensatz zum Pico do Arieiro, auf den eine Strasse führt, muss man zu Fuss auf den Pico Ruivo.  Bei der einfachsten  Variante startet man in Achada do Texeira, ein Aussichtspunkt auf 1592m den man auf einer Strasse von Santana her einfach erreichen kann.
Eine weitere Variante, oft als Königstour bezeichnet, kommt vom Pico do Arieiro her. Sie ist  mit 12Km und ca. 1200 Hm schon bedeutend anstrengender (hin & zurück) als die erste Variante. Allerdings kann man es sich auch einfacher machen, wenn man vom Pico Ruivo nicht mehr zum Ausgangspunkt zurück kehrt, sondern zur Achada do Texeira weitergeht und dort abgeholt wird. Das ist das was fast alle geführten Gruppen machen und von denen hat es auf dieser Route unzählige.
Für uns ist die wirkliche Königsvariante diejenige die vom Encumeada Pass herkommt und auch wieder zu diesem zurück geht. Aber davon später, das kommt in einem anderen Bericht.
 
Wir können dem reichen Morgenbuffet im Hotel nicht wieder stehen und erreichen so nach ca. 1 Std. Fahrt den grossen Parkplatz auf dem Pico do Arieiro erst um ca. 9:30.  (Achtung, die Uhrzeit auf allen meinen Madeira Fotos ist MEZ) Hier ist schon der Teufel los. Unzählige Busse mit geführten Gruppen machen sich bereit. Es wuselt und wimmelt von Leuten aller Art. Wir lassen uns deswegen aber nicht aus der Ruhe bringen. Gemütlich gehen wir zuerst auf den höchsten Punkt, um ein paar Fotos zu schiessen. Wir lassen uns von der Hektik nicht anstecken, sonst ist sind wir selbst mitten drin. Die Aussicht ist grandios. Die Radar Station der NATO übersehen wir grosszügig ;-).
 
Als wir losgehen finden wir uns mitten in drei grossen Gruppen wieder. So geben wir ein wenig Gas bis wir vorne sind. Der mit Platten ausgelegte Weg führt zuerst über einen Rücken hinunter, dann in einem auf und ab weiter bis man zum Aussichtspunkt Miradouro do Ninho da Manta (Bussard Nest) gelangt. Dieser bietet nicht viel Platz und wirkt so wie ein Tropfenzähler. Anschliessend geht  es weiter über einen Turm und über viele Treppen weit hinunter in eine Scharte. Hier hat man die Wahl zwischen zwei Varianten. Links die Westroute die durch viele Tunnels führt, rechts die Ostroute die um die Hänge des Pico das Torres führt. Rechts herum ist länger und hat mehr Höhenmeter, ist dafür aber landschaftlich reizvoller. Wir entscheiden und für rechts und links für den Rückweg. Im Gegensatz zu den Texten in diversen Führern sind wieder beide Wege offen.
Dort wo die beiden Wegen wieder zusammenkommen, genauer ca. 300m weiter hat ein Felssturz den schmalen Pfad verschüttet. Wir gehen deshalb durch einen Tunnel auf der Westroute zurück. Dort treffen wir auf einen neuen Weg, der die verschüttete Stelle umgeht. Dadurch ergeben sich mehr Höhenmeter, die alle auf sehr steilen Erdtreppen zu absolvieren sind. Für Hin und zurück muss deswegen auch mehr Zeit (total ca. 45 Min.) eingerechnet werden.
 
Nach dieser Umgehung erreicht der Weg fast wieder einen Standard, wie er auch bei uns in einem Altstadtgässchen vorkommen könnte. Die offene Berghütte unterhalb des Pico Ruivo passieren wir ohne anzuhalten. Man kann dort diverse Trinksame, Biskuits und Schokolade kaufen. Der Gipfel ist teilweise in Wolken gehüllt, diese sind aber stark in Bewegung und geben so immer wieder Ausschnitte aus der Rundumsicht frei. Wir halten es lange auf dem Gipfel aus.
Auf dem Rückweg nehmen wir nach der Umleitung die Westroute durch die vielen Tunnels. Eine Lampe ist von Vorteil. Zur Not ginge es aber auch ohne. Nachteilig wäre aber, dass man die vielen zum Teil tiefen Pfützen nicht sieht. Zu beissen geben uns zum Schluss aber die langen Treppen aus der tiefen Scharte wieder hoch zum Pico do Arieiro. Aber das geht fast allen Wanderern so. Immer wieder sieht man Leute am Wegrand sitzen. Das hat aber auch den Vorteil, dass man beim Verschnaufen die immer noch überwältigende Aussicht geniessen kann. Wir verweilen dann noch längere Zeit auf dem Arieiro und geniessen die schöne Abendstimmung. Es ist fast niemand mehr da, als wir den Gipfel verlassen. Es war ein super Tag heute.

Tourengänger: bulbiferum


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Kommentare (7)


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Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 12. Mai 2014 um 08:05
einem tollen Ein- und Überblick vermittelst du mit deinem Bericht, Danke!
Madeira steht auch auf unserer Wunschliste ;-)

lg Felix

bulbiferum hat gesagt: RE:
Gesendet am 12. Mai 2014 um 20:46
Hallo Felix
Madeira würde euch sicher gut gefallen, da bin ich mir ziemlich sicher. Freue mich schon auf eure Berichte ;-)
Lg Markus

Felix Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 12. Mai 2014 um 20:57
wie gesagt: wir haben die Insel "in Planung" - ob die Berichte dann an deine herankommen, sei dahingestellt ... schön auf jeden Fall die gegenseitige Freude!

lg Felix

dulac Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 13. Mai 2014 um 01:05
Hallo Felix,
da kann ich Markus nur uneingeschränkt zustimmen: Madeira ist speziell auch für uns hikr eine besonders reizvolle Insel!
Und auch die öV-Tüürler können (mit gewissen Einschränkungen) und nach Studium von Fahrtrouten und Abfahrtszeiten der (vermutlich noch immer drei) Busgesellschaften auf ihre Kosten kommen. Quartier zentrumsnah in Funchal allerdings vorausgesetzt.
LG Wolfgang

Felix Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 13. Mai 2014 um 06:14
Vielen Dank, Wolfgang

für diese Ergänzung; besteht die Möglichkeit, die Fahrpläne im Internet anzuschauen?

lg Felix

dulac Pro hat gesagt:
Gesendet am 14. Mai 2014 um 00:42
Hallo Felix,

ich habe meine (alten) bookmarks einmal darauf hin durchgesehen: Wie nicht anders zu erwarten, hat es offensichtlich in der Zwischenzeit einiges an Veränderungen gegeben.
Den aktuellen Stand mit im Prinzip allen relevanten Informationen zum öV solltest Du demnach hierüber bekommen können.
Allerdings erscheint mir die Site für eine Erst-Information eher ein wenig überfrachtet und dadurch nicht sonderlich übersichtlich.

LG Wolfgang

Felix Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 14. Mai 2014 um 06:55
ein super Service deinerseits - vielen Dank Wolfgang!

lg Felix


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