Zinalrothorn (4221)
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Lange und anspruchsvolle Klettertour auf einen der schönsten 4000er der Schweiz.
Wer das Zinalrothorn besteigen will, muss sich auf eine lange und anspruchsvolle Klettertour gefasst machen. Ist das Couloir zur Gabel aper, beginnt die Kletterei schon an dessen Fusse und verlangt einem schon ziemlich viel ab bevor überhaupt der eigentliche Gipfelgrat beginnt. Für den Abstieg muss man damit rechnen, dass er die gleiche Zeit in Anspruch nimmt wie der Aufstieg.
Der Aufstieg beginnt nach einer schlaflosen Nacht in der rappelvollen Rothornhütte auf 3200m. Die Route beginnt gleich rechts (nordöstlich) der Hütte und führt zunächst, mit Steinmännern markiert, durch Geröll und schliesslich zum Schnee des Rothorngletschers. Ab hier folgt man, aufsteigend, der Felswand in Richtung Nordosten bis sich linkerhand ein eindeutiges Coulior auftut. Durch dieses steigt man leicht hinauf bis auf ein kleines Geröllplateau. So bald wie möglich steigt man zum Schneefeld hinauf und quert dieses nach links zu den Felsen. Durch einen kurzen Felsgürtel, ein weiteres Schneefeld und eine Geröllhalde gelangt man schliesslich auf den Südostgrat nordwestlich von P3786. Weiter über den immer schmaler werdenden Schneegrat zum ersten felsigen Turm der einem den Weg versperrt. Dieser Turm wir überschritten oder links (südwestlich) umgangen.
Von hier aus ist das lange Coulior zu sehen das zur Gabel (Lücke) hinauf führt. Um dort hin zu gelangen quert man die Südflanke auf dem einfachsten Weg (Wegspuren). Über Schnee, Felsen und ein sehr ausgesetztes, brüchiges und schwer abzusicherndes Bändchen gelangt man schliesslich zum Einstieg ins Coulior. Man sollte so rasch wie möglich an dessen linke Begrenzung wechseln um dem Steinschlag auszuweichen.
Nun klettert man den linken Rand des Couloirs hinauf bis in die Scharte die auch Gabel genannt wird. Hier beginnt nun der eigentliche Gipfelgrat (Südwestgrat). Man erklettert einige erste Stufen um dann linkerhand an die Binerplatte zu gelangen. Die Platten werden nach links oben erstiegen und sind mit Bohrhaken angenehm abgesichert. Weiter oben findet man Eisenstifte die einem das Absichern massiv erleichtern. Weiter geht’s über plattigen Fels und ein kleines Schneegrätchen hinauf zum Schlussgrat. Noch zwei Türme (der zweite sehr ausgesetzt) und ein rechteckiger Block müssen überstiegen bzw. umgangen werden und man steht vor den letzen Gipfelfelsen. Nach kurzer Kletterei steht man schliesslich vor dem Gipfelkreuz mit der Jesusfigur.
Den Abstieg haben wir auf der gleichen Route hinter uns gebracht.
Schlüsselstellen:
- Das Couloir zur Gabel (Stellen bis III): Nicht zu unterschätzen wenn kein Schnee liegt. Unbedingt an den linken Felsen aufsteigen. Der Steinschlag ist massiv, ausgelöst durch andere Seilschaften oder spontan.
- Die Binerplatte (III-): Laut Führer die Schlüsselstelle aber bei weitem nicht so anspannend wie das Couloir. Gut abgesichert mit Bohrhaken.
- Der letzte Turm: Nicht heikel aber extrem ausgesetzt. Man umgeht den Turm, leicht abgedrängt, rechts über ein Schuhbreites Bändchen. Hier steht man 700m direkt über dem Gletscher. Der Tiefblick ist absolut überwältigend!
- Der Abstieg: Das Zinalrothorn ist erst bestiegen wenn man wieder auf dem Schneegrat (P3912) ist.
Grandiose Tour!
Tour mit Sputnik.
Good hike,
ironknee




























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