Wilde Leck Ostgrat


Publiziert von Patricia , 4. August 2008 um 18:48.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Stubaier Alpen
Tour Datum: 1 August 2008
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Aufstieg: 1750 m
Abstieg: 1750 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Parkplatz der Amberger Hütte in Gries, von Längenfeld im Ötztal zu erreichen.
Unterkunftmöglichkeiten:Amberger Hütte Hochstubai Hütte Dresdner Hütte

von Gries im Ötztal (1600m) auf der Straße zur Amberger Hütte (bequeme Schuhe von Vorteil, besonders für den Rückweg!). Wir sind dann noch weiter über die Sulza und hinauf zum Punkt 2428. Dort herrlich gelegene Biwakplätze auf Wiese mit Wasser (bis hier hin 3-3,5h). Am nächsten Morgen um 5 Uhr in der Dämmerung gestartet über markierten Weg Richtung Sulztalferner. Dieser ist stark ausgearpert, so dass an seinem westlichen Rand auch ohne Eisausrüstung aufgestiegen werden kann. Man gelangt zum Ausläufer des Ostgrates, welchen man umgeht und über Gletscherschliffplatten und Geröll/Blockwerk weiter empor. WIr haben dann den aus unserer Sicht einfachsten Anstieg auf den Grat gewählt (über Blockwerk und auf einem Bändersystem von West nach Ost ansteigend zum Grat). Am Grat selbst herrliche Kletterei in festem Fels. Am Anfang können die schwierigen Stellen am Grat umgangen werden in den Flanken, allerdings umgeht man somit auch genussvolle Kletterpassagen. Zum Schluss hin steilt sich der Grat etwas auf und die Kletterei wird anhaltender mit Stellen im 4. Schwierigkeitsgrat. Allerdings kann immer sehr gut gesichert werden an Köpfeln und  Rissen. 2 Türme werden jeweils südlich umgangen. In der gesamten Tour kein fixes Material vorhanden, lediglich 1 Köpfelstand.
Der Absteigsweg ist sehr gut rot markiert, man folgt vom Gipfel 10m dem Südgrat, dort beginnt dann ein Fixseil, welches schwierigere Platten zum Abklettern entschärft. Dann immer den roten Punkten nach, teilweise zum Gehen, teilweise zum Abklettern (bis II, aber in gutem Fels). Im unteren Teil darf man sich nicht von ausgelatschten Verhauerspuren irritieren lassen, wo die Punkte sind, ist auch der beste Weg.

Zeitangaben: für den Grat selbst ca. 3h, für den Abstieg durch die SO-Wand 1h. Für diesen Zeitraum sollte das Wetter also passen, sonst wirds eher heikel bei nassen Felsen.

Für den Abstieg sind Steigeisen vorteilhaft, da über den blanken Gletscher schneller abgestiegen werden kann als wieder über die Gletscherschliffplatten und das Blockwerk hinunterzukrallen. Und für den Abstieg ab dem von uns gewählten Biwakplatz sind bequeme Schuhe von Vorteil.

sonstiges: Zustieg über Stubaier Gletscherbahn schaut nicht besonders toll aus. Erstens muss von der Dresdner Hütte losgegangen werden, da Gamsgartenbahn im Sommer nicht fährt und der Abstieg über das Daunjoch ist ziemlich ausgeapert.

Fazit: Sehr schöne Kletterei,in festem Gestein, doch für diese Länge (300Hm) ist der Zu- und Abstieg (jeweils 5h) fast zu lang. Dafür ist man allein auf weiter Flur.

Tourengänger: Patricia

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Kommentare (1)


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DHM123 hat gesagt: Bilder ???
Gesendet am 16. Dezember 2011 um 11:49
Hallo, Bilder gibt's keine ?


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