Brigelserhörner


Publiziert von greuter matthias , 2. August 2008 um 20:27.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Surselva
Tour Datum: 1 August 2008
Hochtouren Schwierigkeit: ZS
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   Bifertengruppe 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1418 m
Abstieg: 1418 m
Strecke:Alp Tscheng Dado-Val Dadens-Piz Tumpiv-Cavistrau Pign-Cavistrau Grond und retour gleicher Weg
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Brigels über gebührenpflichtige (5.-) Alpstrasse bis zum Strassenende bei Alp Tscheng Dado. Die Bewilligung kann bei der Gemeindeverwaltung Brigels, im Center Turistic oder in den Hotels Alpina und Kistenpass bezogen werden.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Dito
Unterkunftmöglichkeiten:Keine oder Biwak auf der Alp Tscheng Dado bzw. im Val Dadens
Kartennummer:Klausenpass (Nr. 246) 1:50000

Vom Strassenende bei Alp Tscheng Dado zuerst weglos über Grashalden und Geröll ins Val Dadens. Dann über Wegspuren bis auf den Grat etwas westlich vom Punkt 2676. Weiter über Geröll teilweise mit Steinmännchen markiert an den Rand des kleinen Gletschers vom Piz Tumpiv. Den spaltenlosen Gletscher leicht links haltend (Steigeisen von Vorteil)in der Fallinie hinauf und zum Schluss via eine brüchige Rinne auf den Verbindungsgrat zwischen Vorgipfel (Sendeanlage) und Hauptgipfel des P.Tumpiv. Kurze Kletterei (Fixseil) auf den Gipfel (Steinmann und Gipfelbuch). Abstieg ca. 100m in die erste Lücke und danach über den Grat auf den C. Pign (Kreuz und Gipfelbuch). Einige Türme können sowohl auf der Nordseite wie auch auf der Südseite umgangen werden; ansonsten hält man sich möglichst an die Gratkante, da dort der Fels viel weniger brüchig ist als in den Flanken. Vom C. Pign einfacher (Gehgelände) Abstieg ca. 120m in die zweite Lücke. Schliesslich über den herrlichen Ostgrat in einfacher aber ausgesetzter Kletterei auf den C. Grond (Steinmann und Gipfelbuch). Die Lücke kurz vor dem Gipfel kann auf der Nordseite via brüchige und ausgesetzte Bänder sowohl im Auf- als auch im Abstieg umgangen werden (Ich habe die Hacken zum Abseilen in die Lücke nicht gefunden und deshalb das Seil vergeblich mitgenommen). Die Tour wird gemäss den wenigen Einträgen in den Gipfelbüchern sehr selten begangen. Sie ist aber jedem, der einsame Hochgebirgslandschaften sucht und brüchigen Fels nicht scheut, sehr zu empfehlen. Zudem ist die Aussicht von den Gipfeln und auch unterwegs unglaublich schön.

Tourengänger: greuter matthias

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T5 ZS III
ZS III
T6 ZS III
T5 ZS III
S III

Kommentare (3)


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Delta Pro hat gesagt: Abseilstelle
Gesendet am 4. August 2008 um 18:36
Die Abseilstelle befindet sich unmittelbar über dem Abbruch in die Lücke und besteht aus zwei älteren Schlaghaken, die - nicht besonders günstig - senkrecht nach unten geschlagen sind.
Gruss Delta

greuter matthias hat gesagt: RE:Abseilstelle
Gesendet am 4. August 2008 um 19:52
Danke für den Tip, tönt aber nicht gerade vertrauenserweckend, vielleicht ist es sogar sicherer über die nordseitigen Bänder, v.a. muss man dann auch nicht wieder die Abseilstelle hinaufklettern. Gruss Matthias

Schlomsch hat gesagt: RE:Abseilstelle
Gesendet am 29. August 2013 um 19:53
Der Ort stimmt, die Beschreibung weniger: Die beiden Schlaghaken sind (inzwischen?) gut gesetzt, stecken horizontal, und sind als Abseilstelle eingerichtet, d.h. mit einer Reepschnur verbunden.

Weiter steckt ein gut gesetzter Schlaghaken etwa 2m davor, wohl um den nordseitigen Aufstieg über die Bänder zu sichern. Selber bin ich wie Du von Norden direkt zum Vorgipfel hoch.

Gruss Schlomsch


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