Simplon
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Der Simplon ist einer der schönsten Alpenpässe, für mich der schönste. Eine wildromantische Wanderung durch etliche Klima- und Vegetationsstufen bietet der Stockalperweg. Interessant bei der Überschreitung des Passes auf Schusters Rappen ist allemal der Unterschied zwischen der Nord- und der Südseite.
Item, am kommenden Wochenende findet das bekannte Gondo Event statt. Im Wesentlichen ist dies ein Doppelmarathon der im Gedenken an die damaligen Unwetteropfer von Gondo durchgeführt wird. Der Start erfolgt in Gondo. Man läuft den Simplonpass hoch, dann über den Bistinenpass ins Nanztal, um das erste Tagesziel, Ried-Brig, zu erreichen. Am zweiten Tag geht es über den Simplonpass zurück nach Gondo. Für die welche nicht zwei Marathons an einem Wochenede absolvieren möchten, gibt es auch noch das Gondo Running und das Gondo Walking. Letztes Jahr war ich am Doppelmarathon mit dabei. Und es war ein einmaliges Erlebnis - emotional, von der sportlichen und auch von der sozialen Seite her. Dieses Jahr werde ich nur etwas bei der Durchführung mithelfen und morgen die Strecke von Ried-Brig auf den Simplon für die Walker markieren. Spannend ist die Strecke vom Grund, über die Taferna zum Pass hoch. Man folgt einem reissenden Wildbach, den man mehrmals auf schmalen Stegen überquert.
Gestern war der Monte Leone auf dem Programm. Ich hatte mit einer Kollegin um sieben Uhr auf dem Pass abgemacht. Einmal im Schallberg angekommen, hatte ich die "wunderbare" Idee, nicht in den Grund hinabzusteigen (217 Höhenmeter - die Route des Gondo Walkings) sondern der Passstrasse zu folgen. Mensch, zog sich der Weg bis auf den Pass in die Länge! Bald einmal musste ich unser Rendez-vous um eine halbe Stunde verschieben. Aber auch das hätte noch nicht gereicht. Inzwischen zogen aber auch mehr und mehr dunkle Gewitterwolken auf, so dass man den Monte Leone so oder so vergessen konnte. Mehr oder weniger munter zog ich die Strasse weiter. Somit hatte ich wenigstens einmal die Gelegenheit, die Ganterbrücke, die momentan einer kostspieligen Renovation unterzogen wird, zu Fuss zu überschreiten. 14 Kilometer weit folgte ich der Strasse. Schlimm sind vor allem all die Lastwagen, die den Pass überqueren. Da kann man niemandens Bremsen vertrauen. Diesbezüglich hat es in letzter Zeit auch schon mehrere Unfälle gegeben. Es muss wohl einmal etwas ganz Grosses geschehen, bis man die Brummis endlich auf die Schiene durch den Lötschbergtunnel verbannt. Stattdessen baut man nun eine Art Bremsrampen, in die die Laster bei Bremsproblemen bergab hineinbumsen können. Auch der Postautochauffeur findet dies ein eher zweifelhaftes Vergnügen. Seit ich den Simplonpass kenne, seit bald fünfzig Jahren, wird da ständig gebaut. Schon damals in den Siebzigerjahren, als ich selber sommers auf dem Bau arbeitete, fiel einem auf, dass es entlang der Passstrasse immer mindestens zwei Baustellen gab. Unglaublich das Geld, das da schon für den Autoverkehr verlocht wurde. Mit dem hätte man bestimmt einen bemannten Marsflug unternehmen können.
Beim Fussmarsch auf den Pass hatte ich mir schon allerlei Tourenvarianten überlegt. Vielleicht nach Simplon Dorf weiterziehen, und dann von da aus das eine oder andere Horn besteigen. Doch oh weh! - meine Motivation schwand mehr und mehr, und die Fusssohlen begannen echt zu schmerzen, so dass ich mich vorerst mal im Simplon Hospiz niederliess und bald einmal begann, den Fahrplan hinunter nach Brig zu studieren.
Das Wetter an diesem Tag wäre übrigens sehr schön geworden.
Item, am kommenden Wochenende findet das bekannte Gondo Event statt. Im Wesentlichen ist dies ein Doppelmarathon der im Gedenken an die damaligen Unwetteropfer von Gondo durchgeführt wird. Der Start erfolgt in Gondo. Man läuft den Simplonpass hoch, dann über den Bistinenpass ins Nanztal, um das erste Tagesziel, Ried-Brig, zu erreichen. Am zweiten Tag geht es über den Simplonpass zurück nach Gondo. Für die welche nicht zwei Marathons an einem Wochenede absolvieren möchten, gibt es auch noch das Gondo Running und das Gondo Walking. Letztes Jahr war ich am Doppelmarathon mit dabei. Und es war ein einmaliges Erlebnis - emotional, von der sportlichen und auch von der sozialen Seite her. Dieses Jahr werde ich nur etwas bei der Durchführung mithelfen und morgen die Strecke von Ried-Brig auf den Simplon für die Walker markieren. Spannend ist die Strecke vom Grund, über die Taferna zum Pass hoch. Man folgt einem reissenden Wildbach, den man mehrmals auf schmalen Stegen überquert.
Gestern war der Monte Leone auf dem Programm. Ich hatte mit einer Kollegin um sieben Uhr auf dem Pass abgemacht. Einmal im Schallberg angekommen, hatte ich die "wunderbare" Idee, nicht in den Grund hinabzusteigen (217 Höhenmeter - die Route des Gondo Walkings) sondern der Passstrasse zu folgen. Mensch, zog sich der Weg bis auf den Pass in die Länge! Bald einmal musste ich unser Rendez-vous um eine halbe Stunde verschieben. Aber auch das hätte noch nicht gereicht. Inzwischen zogen aber auch mehr und mehr dunkle Gewitterwolken auf, so dass man den Monte Leone so oder so vergessen konnte. Mehr oder weniger munter zog ich die Strasse weiter. Somit hatte ich wenigstens einmal die Gelegenheit, die Ganterbrücke, die momentan einer kostspieligen Renovation unterzogen wird, zu Fuss zu überschreiten. 14 Kilometer weit folgte ich der Strasse. Schlimm sind vor allem all die Lastwagen, die den Pass überqueren. Da kann man niemandens Bremsen vertrauen. Diesbezüglich hat es in letzter Zeit auch schon mehrere Unfälle gegeben. Es muss wohl einmal etwas ganz Grosses geschehen, bis man die Brummis endlich auf die Schiene durch den Lötschbergtunnel verbannt. Stattdessen baut man nun eine Art Bremsrampen, in die die Laster bei Bremsproblemen bergab hineinbumsen können. Auch der Postautochauffeur findet dies ein eher zweifelhaftes Vergnügen. Seit ich den Simplonpass kenne, seit bald fünfzig Jahren, wird da ständig gebaut. Schon damals in den Siebzigerjahren, als ich selber sommers auf dem Bau arbeitete, fiel einem auf, dass es entlang der Passstrasse immer mindestens zwei Baustellen gab. Unglaublich das Geld, das da schon für den Autoverkehr verlocht wurde. Mit dem hätte man bestimmt einen bemannten Marsflug unternehmen können.
Beim Fussmarsch auf den Pass hatte ich mir schon allerlei Tourenvarianten überlegt. Vielleicht nach Simplon Dorf weiterziehen, und dann von da aus das eine oder andere Horn besteigen. Doch oh weh! - meine Motivation schwand mehr und mehr, und die Fusssohlen begannen echt zu schmerzen, so dass ich mich vorerst mal im Simplon Hospiz niederliess und bald einmal begann, den Fahrplan hinunter nach Brig zu studieren.
Das Wetter an diesem Tag wäre übrigens sehr schön geworden.
Hike partners:
eugen




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