Strahlhorn - Eggishorn - Fiescherhorli - Bettmerhorn
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Begonnen habe ich meine Tour (wie immer) auf dem Bahnhof in Brig.
Von dort geht es rund zwei Kilometer dem Rotten in östlicher Richtung entlang bis zum Dorf Bitsch.
Jetzt gilt es, eine erste Steigung bis Oberried zu bewältigen. Dort schlägt die Walliser Sonne schon morgens um acht Uhr hart und heiss zu. Mir ist nicht bekannt, dass ich vorher im Leben schon einmal so geschwitzt hätte.
Nach einem ersten Bad im Dorfbrunnen von Oberried geht es dann gemütlicher und angenehmer weiter durch schöne Wälder bis Riederalp.
Viele Wege führen jetzt über die Bettmeralp zum Bettmerhorn hoch. Man kann den Grat früher oder später gewinnen. Auf alle Fälle wird man nach all der Anstrengung bald belohnt mit einer wunderbaren Aussicht oder "Down"-Sicht auf den Grossen Aletschgletscher.
Irgendwo kommt man auch an der Webcam der Station Bettmerhorn vorbei. Ich rief meine Frau an und bat sie, mal hinzugucken, um mich im Internet in Echtzeit den Berg hoch kriechen zu sehen. Dem war aber nicht so - im Verhältnis zum grossen Gletscher war ich einfach zu klein. Vielleicht ist aber auch die Auflösung dieser Kameras zu schlecht. Somit war uns dieses einmalige Spektakel verwehrt.
Der weitere Weg über das Bettmerhorn, das Fiescherhorli und hinauf zum Eggishorn ist sehr leicht. Es waren auch sehr viele Leute unterwegs - Jung und Alt, Gross und Klein, Dick und Dünn. Der Weg ist extrem gut markiert. Alle heikleren Stellen sind mit Stahlseilen gesichert. Und müsste der Schritt einmal auf Grund der natürlichen Gegebenheiten zu weit gemacht werden, hat es bestimmt zusätzliche Eisenstifte. Dieser Streckenabschnitt kann in beide Richtungen jedermann empfohlen werden. Wunderbare Aussicht, alpine Empfindungen.
Vom Eggishorn hinunter in östlicher Richtung (Tälligrat) gibt es keinen Weg mehr. Wer hier hinunter steigen will, muss sich im weglosen Gelände sicher bewegen können. Zudem ist ein gewisses Gespühr für den idealen Abstieg unabdingbar.
Ich mache einen makaberen Fund. Ein vor nicht allzu langer Zeit verstorbenes Schaf wird von schwarzen Vögeln (Rabenkrähen? - wer kann mir helfen) in seine Bestandteile zerlegt. Ich habe gar nicht gewusst, dass es bei uns auch solche Aasfresser gibt. Da heisst es inskünftig im Gebirge noch mehr aufpassen.
Später komme ich an einer Herde eifrig wiederkäuender Ziegen vorbei. Sie sind voll mit ihrer Verdauungstätigkeit beschäfigt und lassen sich kaum ablenken. So wie es ausschaut, müssen Alpenkräuter extrem hart sein. Wiederkauen scheint vor allem eines zu sein - harte Arbeit. Hier könnte eine Riegel produzierende Firma wunderbare Werbespots drehen.
Ich bin noch nicht beim Märjelesee, geht ein heftiges Gewitter nieder. Doch auch dieser Spuk geht vorbei.
Vor mir liegt das Strahlhorn. War es vorher noch in dunkle Wolken gehüllt, zeichneten sich seine Konturen jetzt deutlicher und deutlicher ab. Eigentlich hatte ich seine Besteigung nicht geplant. Wenn man aber schon da ist! Die logischste Route schien mir irgendwie frotal links hoch zu führen. Ich erinnerte mich an die Lektüre von Hikr Berichten. Darin war doch nicht die Rede von grossen Schwierigkeiten. Also stieg ich einigermassen flink die Flanke hoch. Schnell hoch und wieder runter würde wichtig sein. Und der Himmel schien gnädig zu sein. Der weiteren Wetter Entwicklung galt meine ständige Aufmerksamkeit. Es gab zusätzliche Schwierigkeiten: die Felsen waren total nass und auch die Grashänge. Weiter oben lagen verbreitet zwei-drei Zentimeter Hagelkörner. Und zudem waren meine Schuhe vom Profil her nicht mehr die besten - hatte sie nur angezogen, weil sie leicht sind. Prompt versteige ich mich und muss wieder ein Stück hinunter. Bald folgt ein zweiter Verhauer. Wieder geht es hinunter. Solange sich aber das Wetter hält, und solange Rückzugsmöglichkeiten bestehen ... Ich gehe nochmals fünfzig Meter weiter links. Ein letzter Versuch sage ich mir. Und prompt klappt es. Wieder fallen ein paar Regentropfen. Jetzt scheint aber alles leicht zu sein. Wunderbare Blöcke, über die man hochsteigen kann. Ich erreiche den Gipfel eher als erwartet. Oben ist es recht warm. Es bleibt Zeit für einen nicht zu kurzen Gipfelrast. Und die Aussicht - phänomenal!
Unten in der Berghütte vernehme ich dann, dass die letzte Bahn vom Kühboden nach Fiesch hinunter in 45 Minuten fahre, dass ich mich aber sputen müsse, denn es gehe fünf Kilometer bis zur Bergsation. In Fiesch nimmt mich dann noch der erste Automobilist mit. So bin ich viel rascher daheim, als je erwartet.
Von dort geht es rund zwei Kilometer dem Rotten in östlicher Richtung entlang bis zum Dorf Bitsch.
Jetzt gilt es, eine erste Steigung bis Oberried zu bewältigen. Dort schlägt die Walliser Sonne schon morgens um acht Uhr hart und heiss zu. Mir ist nicht bekannt, dass ich vorher im Leben schon einmal so geschwitzt hätte.
Nach einem ersten Bad im Dorfbrunnen von Oberried geht es dann gemütlicher und angenehmer weiter durch schöne Wälder bis Riederalp.
Viele Wege führen jetzt über die Bettmeralp zum Bettmerhorn hoch. Man kann den Grat früher oder später gewinnen. Auf alle Fälle wird man nach all der Anstrengung bald belohnt mit einer wunderbaren Aussicht oder "Down"-Sicht auf den Grossen Aletschgletscher.
Irgendwo kommt man auch an der Webcam der Station Bettmerhorn vorbei. Ich rief meine Frau an und bat sie, mal hinzugucken, um mich im Internet in Echtzeit den Berg hoch kriechen zu sehen. Dem war aber nicht so - im Verhältnis zum grossen Gletscher war ich einfach zu klein. Vielleicht ist aber auch die Auflösung dieser Kameras zu schlecht. Somit war uns dieses einmalige Spektakel verwehrt.
Der weitere Weg über das Bettmerhorn, das Fiescherhorli und hinauf zum Eggishorn ist sehr leicht. Es waren auch sehr viele Leute unterwegs - Jung und Alt, Gross und Klein, Dick und Dünn. Der Weg ist extrem gut markiert. Alle heikleren Stellen sind mit Stahlseilen gesichert. Und müsste der Schritt einmal auf Grund der natürlichen Gegebenheiten zu weit gemacht werden, hat es bestimmt zusätzliche Eisenstifte. Dieser Streckenabschnitt kann in beide Richtungen jedermann empfohlen werden. Wunderbare Aussicht, alpine Empfindungen.
Vom Eggishorn hinunter in östlicher Richtung (Tälligrat) gibt es keinen Weg mehr. Wer hier hinunter steigen will, muss sich im weglosen Gelände sicher bewegen können. Zudem ist ein gewisses Gespühr für den idealen Abstieg unabdingbar.
Ich mache einen makaberen Fund. Ein vor nicht allzu langer Zeit verstorbenes Schaf wird von schwarzen Vögeln (Rabenkrähen? - wer kann mir helfen) in seine Bestandteile zerlegt. Ich habe gar nicht gewusst, dass es bei uns auch solche Aasfresser gibt. Da heisst es inskünftig im Gebirge noch mehr aufpassen.
Später komme ich an einer Herde eifrig wiederkäuender Ziegen vorbei. Sie sind voll mit ihrer Verdauungstätigkeit beschäfigt und lassen sich kaum ablenken. So wie es ausschaut, müssen Alpenkräuter extrem hart sein. Wiederkauen scheint vor allem eines zu sein - harte Arbeit. Hier könnte eine Riegel produzierende Firma wunderbare Werbespots drehen.
Ich bin noch nicht beim Märjelesee, geht ein heftiges Gewitter nieder. Doch auch dieser Spuk geht vorbei.
Vor mir liegt das Strahlhorn. War es vorher noch in dunkle Wolken gehüllt, zeichneten sich seine Konturen jetzt deutlicher und deutlicher ab. Eigentlich hatte ich seine Besteigung nicht geplant. Wenn man aber schon da ist! Die logischste Route schien mir irgendwie frotal links hoch zu führen. Ich erinnerte mich an die Lektüre von Hikr Berichten. Darin war doch nicht die Rede von grossen Schwierigkeiten. Also stieg ich einigermassen flink die Flanke hoch. Schnell hoch und wieder runter würde wichtig sein. Und der Himmel schien gnädig zu sein. Der weiteren Wetter Entwicklung galt meine ständige Aufmerksamkeit. Es gab zusätzliche Schwierigkeiten: die Felsen waren total nass und auch die Grashänge. Weiter oben lagen verbreitet zwei-drei Zentimeter Hagelkörner. Und zudem waren meine Schuhe vom Profil her nicht mehr die besten - hatte sie nur angezogen, weil sie leicht sind. Prompt versteige ich mich und muss wieder ein Stück hinunter. Bald folgt ein zweiter Verhauer. Wieder geht es hinunter. Solange sich aber das Wetter hält, und solange Rückzugsmöglichkeiten bestehen ... Ich gehe nochmals fünfzig Meter weiter links. Ein letzter Versuch sage ich mir. Und prompt klappt es. Wieder fallen ein paar Regentropfen. Jetzt scheint aber alles leicht zu sein. Wunderbare Blöcke, über die man hochsteigen kann. Ich erreiche den Gipfel eher als erwartet. Oben ist es recht warm. Es bleibt Zeit für einen nicht zu kurzen Gipfelrast. Und die Aussicht - phänomenal!
Unten in der Berghütte vernehme ich dann, dass die letzte Bahn vom Kühboden nach Fiesch hinunter in 45 Minuten fahre, dass ich mich aber sputen müsse, denn es gehe fünf Kilometer bis zur Bergsation. In Fiesch nimmt mich dann noch der erste Automobilist mit. So bin ich viel rascher daheim, als je erwartet.
Hike partners:
eugen































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