Herrstein (2447m), Pragser Dolomiten


Publiziert von Tef Pro , 24. Juli 2008 um 22:24.

Region: Welt » Italien » Trentino-Südtirol
Tour Datum:20 Juli 2008
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 3:30
Aufstieg: 970 m
Abstieg: 970 m
Strecke:Pragser Wildsee - 12 Apostel - Herrstein
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von der Pustertalstraße bei Welsberg ab zum Pragser Wildsee. Meherere Großparkplätze gegen Gebühr (3 €). Früh genug umsonst.
Kartennummer:Kompass Nr. 57

Da eine Front aus Westen angekündigt war, erhoben wir uns heute sehr früh. Zwar kam die Front dann erst später als vorausgesagt, doch es hat sich dennoch gelohnt, da wir das beste Licht hatten - am Nachmittag wurde es sehr dunstig.
Ein weiterer Vorteil: wir parkten auf einem der 4 Großparkplätze beim Pragser Wildsee noch umsonst und waren alleine. Als wir zurück kamen ging es zu wie in Disneyland.

Als wir starteten lag der wunderschöne See zu Füßen der Felswand des Seekofels noch im Schatten, die Wolken jedoch wurden von der Sonne schon beschienen. Jetzt in der Früh, so ganz alleine, ist dies hier bestimmt einer der bezaubernsten Flecken in den Dolomiten.
Wir folgen der Ausschilderung Weg Nr. 58, der direkt an den See führt. Wir gehen links (Ost), um eine kleine Bucht herum. Bald darauf zweigt unser Weg links (Osten) ab in dichten Wald hinein. Zuerst ein Forstweg, wird daraus bald ein Pfad, der leicht ansteigend sich den 12-Apostelwänden nähert. Mehr und mehr kommen wir ins Geröll.

Bei einer großen Geröllrinne schwenkt der Weg nach Westen. Direkt unterhalb der imposanten Wände gewinnen wir auf einem schmalen Band (unschwierig und nur wenig ausgesetzt) an Höhe. Der Pfad führt bis zum westlichsten Punkt der Apostel.
Im Sattel angekommen, lohnt es sich, die paar Meter zum Großen Apostel(1947m) weiterzugehen. Dort befindet sich eine Rastbank. Der Blick hinab zum See ist wunderschön.

Vom Sattel geht es kurz abwärts und dann an der von Latschen bewachsenen Südflanke der Apostel wieder in östliche Richtung hinein ins Gamstal und empor zur Weißlahrnscharte (2194m).
Dabei wird es landschaftlich immer schöner, von rechts ziehen riesige Schuttrinnen herunter. Oben auf der Scharte hat man einen schönen Blick zum Roßkopf (der Weg geradeaus führt dorthin).

Wir wenden uns nach links in den steilen, schrofigen Südhang auf schmalen Serpentinenpfad.
Dort, wo was wächst, blühen momentan ganze Wiesen von Edelweiß!
Man kommt zum Südwestkamm und folgt ihm, manchmal in die ziemlich steile Südflanke ausweichend.
Man steigt eine kleine Felsstufe ab und nähert sich über einen Wiesenrücken der ausgeprägten Kopfform des Berges.
Am rechten Rand geht es, einfacher und weniger ausgesetzt als es von weit aussieht, auf gutem Fels (auch ein störendes Seil ist vorhanden) empor zur Wiesenfläche des Herrsteins.
Oben hat man einen phantastischen Rundumblick in die Pragser Dolomiten und Tofana. Nach Norden riß es nur ab und zu auf. Der ständige Wechsel von Sonne, Wolken und Nebel hatte etwas faszinierendes an sich.

Beim Abstieg legten wir bei der Bank des Großen Apostel eine weitere Pause ein. Unten am See gab es dann vor lauter Menschen Stauungen am Weg. Trotzdem holten wir uns am Kiosk noch zwei gute Espressi mit Blick zur Seekofelwand,ehe wir aufbrachen.

Tourengänger: Tef

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