Zugspitze 2962m, Westanstieg


Publiziert von CK , 20. Juli 2008 um 10:48.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Wetterstein-Gebirge
Tour Datum:19 Juli 2008
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Klettersteig Schwierigkeit: WS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: D   A 
Aufstieg: 1740 m
Strecke:Ehrwalder Talstation - Wiener Neustädter Hütte - Zugspitze

Es gibt vier Auftiegsrouten auf die Zugspitze. Die wohl bekannteste ist der Aufstieg durchs Höllental, dann gibts den endlos langen Anstieg durchs Rheintal und zwei Varianten aus Ehrwald. Die eine übers Gatterl, die auch relativ lange ist und den kurzen aber steilen Anstieg durch die Westwand. Wir wählten letztere Variante mit Übernachtung in der Wiener Neustädter Hütte.
Eigentlich hatte ich Steffi schon letztes Jahr verprochen, dass wir zusammen diese Tour machen, aber leider hat es damals nicht geklappt. Dieses mal wars auch nicht sicher, ob wir gehen können, weil das Wetter nicht ganz mitspielte und die Vorhersage nicht gerade Ideal war. Das einzige schöne Schönwetterfenster war der Samstagvormittag, also war klar, dass das der Gipfeltag sein musste.
Wir starten am Freitag gegen 14Uhr von der Ehrwalder Zuspitzbahn und machten uns auf den Weg zur Wiener Neustädter Hütte 2213m. Die Wolken hingen bis ca. 2000m runter, aber es gab auch ein paar sonnige Abschnitte. Der Weg läuft erst rechts neben der Bahn, dann über ein grosses Geröllfeld, bis er auf den Georg Jäger Steig die Bahn auf etwa 2000m kreuzt. Dort dreht der Weg zur Wiener Neustädter Hütte rechts ab. Der Aufstieg zur Hütte ist nicht besonders schwierig. Die 1000Hm hatten wir in exakt 2h Stunden zurückgelegt. Wir waren am Freitag auch die ersten, von 12 Hüttengästen und haben die hervorragenden Kochkünste des Hüttenwirtes ausgekostet. Das Wetter wurde leider immer schlechter und auch so gegen 5Uhr am Samstag morgen hats noch ordentlich geregnet.
Nach einem kleinen Frühstück brachen wir kurz nach sieben dann auf. Wir haben nicht genau gewusst, wie die Bedingungen im oberen Teil sind und hatten daher die komplette Hochtourenausrüstung dabei, die wir aber nicht gebraucht haben. Das Wetter war wie vorhergsagt sehr gut, kalt aber sonnig. Von der Hütte aus quert man erst ein Schnee/Geröllfeld bis man an in der Westwand auf ca. 2300m in den Klettersteig einsteigt. Gleich am Anfang muss man durch den "Stopselzieher", ein kleiner Felstunnel, bei dem man schon befürchtet, ob man nicht stecken bleibt. Der obere Teil der Westwand ist dann nicht durchgehend gesichert aber auch nicht zu schwierig. Nach durchstiegener Westwand geht es dann auf dem Wettersteingrat rauf zum Gipfel. Beim Ausstieg aus der Westwand waren wir von dem Panorama Richtung Süden überwältigt! Oben am Münchner Haus angekommen, muss man erst das Plateu queren um dann über einen Steig zum eigentlichen Gipfel zu gelangen. Für den Aufstieg von der Hütte haben wir genau 2h gebraucht und auf der Zugspitze war zum Glück auch noch nicht viel los! Die Sicht war fantastisch und reichte bis zum Ortler, Bernina und Säntis.
Wir waren beide überglücklich, dass es so super geklappt hatte und vor allem für Steffi war es ein schönes Erlebnis am 30igsten Geburtstag auf Bayerns grössten Gipfel zu stehen:-)

Tourengänger: CK, Steffi

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentar hinzufügen»