vom Klöntalersee zum Wägitalersee über Redertenstock


Written by AnderL , 19 July 2008, 20h28.

Region: Monde » Switzerland » Glarus
Date of the hike:19 July 2008
Waypoints: Redertenstock 2292m. 7518 ft. (6)
Geo-Tags: CH-GL   CH-SZ   Oberseegruppe 
Time:7:00
Height gain: 1200 m. 3936 ft.
Height loss: 1400 m. 4592 ft.
Hiking grading: T6 - Difficult High-level Alpine hike
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Route:Klöntal Swändeli - Alp Chängel - R.154 - Redertenstock - NO-Grat- Redertengrat - Zindlen - Innerthal
Access to start point:Postbus
Access to end point:Postbus

Die Überschreitung des Redertenstocks bot sich als Teil meiner Route vom Klöntal ins Wägital. Im Clubführer wird Aufstieg vom Klöntal als ZS angegeben (R 154). Ich konnte jedoch nicht anhand der Beschreibung der Route die Schwierigkeiten ausmachen. So wollte ich selbst nachsehen.

Mit dem Postbus von Glarus aus zum Klöntal-Schwändeli und dann schnell zur Alp Chängeli (1420m).

Dann weglos nach N, erst über die Blocktrümmern, später über Geröll und Grass. Grass leider ungestuft (wehe meine Sprunggelenke). Steil, nach viel Mühe stehe ich an der Südwand des Mutteristocks. Ich entscheide mich für die rechte Variante der Route 154, da bei der linken, da gibt es eine "senkrechte Platte und die ersten 2m sind heikel" - so steht es im Führer. Die Beschreibung der rechten Route scheint eher harmlos. Und tatsächlich, es geht sehr locker weiter auf einem plattigen Band und dann etwas Kletterei (max II) auf den Gipfel.

Insgesamt, bis an den Wandfuss des Mutteri -- ein mühsamer Aufstieg, besonders der erste Teil über Geröll und Steilgrass ist nicht mein Geschmack.

 Auf dem Gipfel geniesse ich die Einsamkeit, leider ziemlich neblig. Im Gipfelbuch, das eine ziemlich spärliche Zahl von Einträgen hat, entdeckt man auch bekannte hikr-Namen.

 Abstieg erfolgt über den NO-Grat, wobei zuerst am Grat spaziert wird, dann links ein Kamin abgeklettert wird und dann auf einem Band auf den Grat zurück. In hübscher Kletterei (max II) weiter bis der Felsen ins Gras übergeht.

 Weiter auf dem endlosen Redertengrat mit seinen Auf- und Ab-s bis in den Sattel beim Zindlenspitz.

 Abstieg nach Innerthal.

Fazit: Lieber geht man über Ochsenchopf-Mutteri-Redertenstock. Der von mir gewählte Aufstieg entsprach (subjektiv) eher einer T6-Wanderung (unterer Bereich) als einer ZS.

 Tour im Alleingang.


Hike partners: AnderL

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Comments (2)


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PStraub says: Noch eine Variante ..
Sent 20 July 2008, 17h32
Danke für Deinen Bericht und die eindrücklichen Bilder.
Hast Du keine Steinböcke gesehen? Die stehen sonst rudelweise dort.

Mit T6 kann ich leben; das ZS bezieht sich eher auf die "linke" Variante, wo echt geklettert werden muss.

Es gibt bei der Abzweigung übrigens noch eine dritte Variante (eher für den Mutteri als den Rederten):
Etwas unterhalb der Platte (= nach links) horizontal dem - oft kaum fussbreiten - Grasband folgend, bis der Hang breiter wird. Von dort direkt zur "Torberglücke" aufsteigen.
Geht erstaunlich gut, auch wenn mans beim Einstieg nicht glaubt ..

AnderL says: RE:Noch eine Variante ..
Sent 20 July 2008, 20h25
Hallo Peter,

einen einzigen Steinbock habe ich gesehen. Aber die Sicht war zeitweise so schlecht, dass vielleicht auch mehrere von mir unbemerkt blieben.

Bei der rechten Abzweigung kann man am Schluss entweder auf den Verbindungsgrat Mutteri-Redertenstock wechseln und dann den Westgrat erklettern (max III, unten nass) oder auf einem Band rechts des Grates bis zum Ende laufen und dann über Schrofen direkt auf den Gipfel steigen (ich wählte diese Variante).

Und vielen Dank für Dein super-Buch!
Grüsse,
Andrei












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