Frühlingshafte Wanderung im nahen badischen Grenzgebiet bei Basel


Publiziert von Baeremanni Pro , 8. Januar 2014 um 12:55.

Region: Welt » Schweiz » Basel Stadt
Tour Datum: 7 Januar 2014
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BL   D   CH-BS 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 438 m
Abstieg: 249 m
Strecke:Birsfelden/Breite - St.Chrischona - Lörrach
Zufahrt zum Ausgangspunkt:öV nach Birsfelden-Breite Tram Nr.3
Zufahrt zum Ankunftspunkt:öv ab Lörrach Hbf
Kartennummer:Ausdruck aus SchweizMobil

Wer hat nicht schon bei der Bahnfahrt nach Basel hinüber zum Sendeturm auf St.Chrischona geguckt? Es dünkte mich, das wäre eine Wanderung wert. Etwas Kartenstudium und bald fand ich eine für mich interessante Route.
Via Basel Hb und weiter mit dem 3er-Tram nach Birsfelden-Breite (Fast ein Jahr lang bin ich vor bald 50 Jahren mit dieser Tramlinie zur Arbeit gefahren). Unter der Autobahn, Strasse und Eisenbahn durch, dann Nordwärts hinunter zum Rhein. Jetzt flussaufwärts über die Birs zum Birschöpfli. Weiter bis zur Schifffahrtsschleuse beim Kraftwerk Birsfelden. Da kommt gerade ein Frachtschiff rheinabwärts in die Schleuse. Ich kann es natürlich nicht verkneifen, dem Spiel eine Zeitlang zuzuschauen. Doch ich muss/darf weiter. In der Maschinenhalle des Kraftwerkes wird der Weihnachtsbaum abgebaut. Ich muss schon etwas schmunzeln, wie ich beobachte, mit was für einem Gewaltskran der Baum abgehoben wird. He ja, der Kran ist ja eigentlich auch nicht wegen des Bäumchen da. Noch über das Wehr und schon bin auch über den Rhein. Bei einem Kiosk gibt es nun endlich den langersehnten Kaffee. Nur ein kurzes Stück auf der Hauptstrasse. Durch ausgedehnte Familiengartenanlagen (früher haben wir "Schrebergärten" gesagt) bis zur Bahnlinie, dieser entlang, unten durch und ab jetzt geht es mehr oder weniger der Grenze entlang. Natürlich gehe ich auch zum Hornfelsen, wo sich eine interessante Aussicht eröffnet. Wieder zurück zum Horngraben an den Grenzweg. Links vom Weg ist Deutschland. Ich finde uralte Grenzsteine von 1840, auf der einen Seite Basel gegenüber ein gelbes Wappen mit rotem Schrägstrich oder profaner einfach "GB", was "Grossherzogtum Baden" bedeutet. Ja, das etwas Geschichte.
Der Weg geht angenehm im Wald bergauf. Ich überhole sogar einen Traktor mit einem Gebläse, mit welchem der Weg "entlaubt" wird ?!?!. Zwischendurch über Weidefächen beim Junkholz, dann wieder in den Wald und wieder der Grenze entlang bis St. Chrischona. Die Grenze macht hier einen komischen Spickel hinunter in den Wilengraben.Beim Parkplatz und Bushalt ist fast alles leer, aber auch die Wirtschaft ist geschlossen. Somit weiter bis zum Sendeturm, ist ein gewaltiges Betonmonstrum, aber nicht mal so unelegant. 250.47 Meter ist das Ding hoch und soll 20'000 Tonnen wiegen!
Nach einer kurzen Verpflegungspause nehme ich den Weg in Richtung Richtung Rührberg wieder auf. Nach ca.100 m überschreite ich die Grenze endgültig nach Deutschland. Die "Nobelbeiz" ist auch geschlossen, also weiter. Rund 2 km bei prächtiger Aussicht in den Hochschwarzwald über die Hochebene. Dann hinunter auf 450 MüM. Beim Inzlinger Kreuz über die Hauptstrasse und wieder hinauf auf 462 m zum Punkt "Eiserne Hand". Damit wird eine etwas skurile Grenzführung, bzw, dessen Fäche bezeichnet. Ich habe nun diesen Kartenausschnitt den Fotos beigefügt.
Im Wald am Stadteil "Salzert" vorbei, unter dem Schädelberg durch führt der Weg hinein in die Stadt. Zum Abschluss spaziere ich noch die Fussgängerzone hinauf und komme dann auch zum Bahnhof. Schon jetzt fährt mich die SBB heimzu und bin wieder um eine schöne Wanderung reicher.

Tourengänger: Baeremanni

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