Restigrat - Restirothorn - Niwen


Publiziert von ma90in94 , 12. Juli 2008 um 13:11.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:10 Juli 2008
Hochtouren Schwierigkeit: WS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 1 Tage 13:00
Aufstieg: 2050 m
Kartennummer:1268

Da man ja als Bergsteiger gerne viele Gipfel  "machen"  will, liebe ich diese großzügigen,
rationellen Überschreitungen. Ich spar mir viele Höhenmeter und als alpinferner Teilnehmer  muß sich ein Alpentrip in der Anzahl der bestiegenen Gipfel rechnen.
Nach 5 Std. ÖV, Start aus der Seilbahn auf der Lauchernalp. In einer guten Stunde zur Restialp und vom Weg zum Restipass bequem in eine Scharte vor P.2601 im Restigrat. Über leichte Felsen zum Gipfel. Dieser kann auch direkt über den Südhang erreicht werden. Weiter über den Grat und Grasbänder zur Mandlischfurgga.
Über einen steilen Schutthang zur fiesen Gipfelwand des Schwarzhorns 2931 m. Ein direkter Aufstieg über die senkrechte Wand ist nicht möglich. Nach Querung in die Nordflanke kamen auch nur erhebliche Schwierigkeiten zum Vorschein. Also etwa 40 m links entlang der Wand abwärts bis hoch oben ein Grashang sichtbar wird. Zu diesem hinauf , T5 und in der Südflanke leicht zum Gipfel 2931 m.
Über Schutt und leichte Felsen weiter zum Mauerhorn 2944 m.
Nach Süden hinab bis unter den senkrechten Aufschwung des unnötigen Zwischengipfels vor dem Restirothorn. Rechts abwärts bis knapp 2800 m und Querung zur Rampe, die in die Nordgratscharte führt. Mühsam über Erde und Schutt zur Scharte. Von hier auf  Wegspuren und schöne feste Felsen in der rechten Flanke leicht zum Gipfel des Restirothorns 2969 m. Wird laut Gipfelbuch des öfteren heimgesucht.
Wieder retour, die Rampe hinab und hochhaltend zum Restipass.
Aufwärts zum NE-Grat der Loicherspitzen und in z.T. schöner Kletterei II- zum Hauptgipfel 2843 m.
Über den schönen Südrücken hinab zum Spielverderber der Rundreise. Beeindruckend und abschreckend zieht der Nordgrat gen Gipfel. Auf der hellgrauen Rippe III, schöner fester Fels, nahm die Angst vor einem Rückzug doch überhand, da im Gipfelbereich noch weitere III-er folgen.
Östlich über noch hilfreiche Schneefelder zum Ende des Ostgrates auf knapp 2500 m und in die Schuttmulde unter dem Niwenpass und zum Normalweg des Faldumrothorns. Anstatt weiter nach Westen zu queren, bin ich zu früh in eine schmale Rinne eingestiegen, die mich aber auch gnädiger Weise über die untere Barriere brachte. Hatte einfach vergessen mich über den Normalweg zu informieren.
Nach Start  gegen 11.30 endlich Feierabend um 20.30. am Faldumrothorn 2832 m.
Biwak unterhalb des Gipfels am Beginn der östlichen Schuttrinne, auf schönen fast ebenen
Graspolstern. Ein paar Steine verhinderten, daß mich die Schwerkraft  von der Luma enfernte.
Es war eine relativ milde und windstille Nacht. Ein kleiner Graupelschauer am Morgen konnte nicht erschrecken, da der Wettercharakter gutartig schien. Dazu großartige Morgenstimmung
über den Walliser Hochgipfeln. Wenn es durch die Sonneneinstrahlung im Schlafsack unerträglich warm wird und man freiwillig aussteigt, ist es perfekt.
Da mir der Abstieg nicht ganz klar war, und ich die Rinne nicht abwärts klettern wollte, nahm
ich die breite Schuttrinne nach Osten, obwohl der Einstieg durch Schnee stark erschwert wurde.
Noch zum Niwen und Abgang auf dem  markierten Weg über den NE-Rücken zur Faldumalp und zum kleinen Lötschbergtunnel.
Leider geht die Tour nicht immer gratentlang. Die Umgehungen sind aber noch durchaus fair
und gehen ohne großen Zeitverlust und Anstrengungen von statten.


Tourengänger: ma90in94

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Kommentare (4)


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Zaza hat gesagt: Hallo,
Gesendet am 12. Juli 2008 um 13:37
...kann es sein, dass dein Nachname etwas mit der Zahl 10 zu tun hat? Oder gibt's einen Doppelgänger, der Touren in diesem Stil begeht...?

beste Grüsse, Manuel


ma90in94 hat gesagt: RE:Hallo,
Gesendet am 12. Juli 2008 um 20:13
Hallo Manuel,
ich bin wieder im Rennen, meine Fußprobleme hinsichtlich
Achillessehne sind beseitigt und ein paar wichtige Ziele
gibt es noch zu erledigen. Ob mein Nachname etwas mit der Zehn zu tun haben könnte, ich komm nicht drauf.
Hm, ich glaube ich habe noch keine Antwort auf mein
damaliges Bilderrätsel erhalten, du hattes jetzt aber
genügend Zeit zum tüfteln.
Freue mich immer über deine Tourenberichte und die informativen Bilder.
Gruß Günter

Zaza hat gesagt: RE:Hallo,
Gesendet am 13. Juli 2008 um 17:42
Hallo Günter,

willkommen! Grossartig, dass du wieder voll auf dem Damm bist!

Zehn heisst auf Spanisch...?

Das Bilderrätsel ging wohl mal bei einem PC-Crash verloren...sende es mir doch noch mal!

beste Grüsse, Manuel

Zaza hat gesagt:
Gesendet am 13. September 2011 um 19:22
Hallo Günter,

hast du ein Gratisexemplar des neuen SAC-Führers für diese Zone erhalten? Der Autor hat jedenfalls deine Beschreibung des alternativen Aufstiegs zum Schwarzhorn fast wörtlich übernommen...

Ich war heut in der Zone unterwegs, schön war's!

Grüsse!




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