Rothorn bis Schilthorn - 14 Stunden und 57 Minuten im Paradies
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Seit ich gehen und denken kann (seit ein paar Jahren) ist die Gegend Gspon - Nanztal - Simplon mein Gebiet. Weil dort geboren, bin ich aus diesem Material gemacht. Man kann nur dankbar sein, von so viel Schönheit umgeben zu sein. Schau doch mal die Bilder an und urteile selber.
Zu meiner Tour
Da ich noch immer an meinem Projekt "arbeite" (www.eugen.hikr.org), bin ich wie immer zu Fuss im Bahnhofsgebäude in Brig gestartet. Es geht vorerst zwei Kilometer über Stadtstrassen durch Brig und Glis. Bei der Kirche in Glis werden die Lichter schon rarer. Und schon da packte ich meinen Fotoapparat aus. Auf einer Mauer sass irgendein Tierchen. Nein, eine Katze oder ein Hund war es nicht. Ich näherte mich ihm vorsichtig, und husch war es schon im Gebüsch verschwunden. Es tauchte aber gleich wieder von hinter einer anderen Mauer auf. Und so ging das ein paarmal hin und her. Foto wollte mir aber keine gelingen - nur eine, auf der man aber auch nur glänzende Augen und die Umrisse eines Marders entdeckte.
So setzte ich meine Tour fort, sah aber dann kurz später einen Mann über den Friedhof gehen. Eigentlich nichts Besonderes, morgens um drei Uhr dann aber doch wieder ein wenig besonders. Früher hätte mich die Angst irgendwo von hinten gepackt, und ich wäre heimgerannt.
Ausgangs Dorf verliert sich der Weg dann bald im Dunkeln und führt zwei Stunden lang durch das absolut dunkle weil so enge Nanztal. Früher war die Dunkelheit und erst ein finsterer Wald ein Problem für mich, heute fühle ich mich darin wohl und geborgen, fast wie unter der Bettdecke. Bla bla bla - zurück zur Tour:
Nach zwei Stunden rund hat man dann den Ort erreicht, wo es rechts hoch Richtung Gebidem geht. Jetzt wird es langsam hell, und ein wunderbarer Tag beginnt sich zu offenbaren. Der Rest der Tour war recht ereignislos, er war einfach nur schön.
Den absoluten Nicht-Gipfel Rothorn hatte ich in einem ersten Anlauf verpasst. Da ich in meinem Eifer zu rasch an Höhenmetern gewann, befand ich mich plötzlich 150 Hm oberhalb des "Gipfels". Ich wollte das Rothorn aber der Statistik wegen schon unbedingt mitnehmen, denn immerhin heisst das Rothorn Horn, und ich sammle ja diesen Sommer Gipfel. Die "verlorene" Stunde reute mich aber nicht, denn ich war ja in meinem Revier unterwegs.
Mein Revier? - kann man sagen, denn kaum eine Menschenseele liess sich den ganzen Tag blicken. Und dies erstaunt, wenn man in der europaweit schönsten Quadratmeile unterwegs ist, und dies erst noch bei schönstem Wetter.
Später begegnete ich aber dann doch noch einem ehemaligen Tourenkollegen. Einem längeren Talk folgte eine Abmachung für eine gemeinsame Tour nächste Woche.
Und im Aufstieg zum Galehorn kreuzte ich ein Frau, die ich dann x Stunden spätere an einem ganz anderen Ort (Egga) wieder traf.
Also das Visperterminer Rothorn einmal "bestiegen", ging es via Ochsenhorn, Wyssgrat zum Simelihorn, das die Besitzer (die Staldenriedner) "Galehorn" nennen. Dann weiter zum Mattwaldhorn, das für die Staldenriedner das "Simelihorn" ist. Da zumindest das Gipfelkreuz des Simelihorns die Bezeichnung der Einheimischen (Galehorn) trägt, ist die Verwirrung komplett. Im Gipfelbuch liesst man daher Einträge wie: "Auf welchem Horn sind wir denn jetzt überhaupt?". Jetzt, da ich diesen Bericht im HIKR eintrage, stosse ich der Bezeichnungen wegen zum ersten Mal in meinem Leben iretwegen auf Probleme. Alle meine Tagebücher und Statistiken tragen seit bald hundert Jahren die Namen der Einheimischen ...
Das Simelihorn bestiegen, ging es dann weit hinüber über den Sirwoltepass und dann wieder hinauf zum Simpler Schilthorn, das ich auf meiner letzten Tour des Nebels wegen verpasst hatte.
Damit war der 50. Gipfel meines Alpenstadt Projektes bestiegen.
Es folgte dann noch der lange Abstieg nach Egga hinunter. Es macht immer wieder Spass, Schneefelder hinunterzugleiten. Und da diese noch recht tief ins Tal hinab gehen, konnte ich rasch Höhenmeter abbauen. Die gewonnene Zeit "verlor" ich aber dann weiter unten wieder, weil ich mich in einer kaum je gesehenen Blumenpracht total verlor.
Zu meiner Tour
Da ich noch immer an meinem Projekt "arbeite" (www.eugen.hikr.org), bin ich wie immer zu Fuss im Bahnhofsgebäude in Brig gestartet. Es geht vorerst zwei Kilometer über Stadtstrassen durch Brig und Glis. Bei der Kirche in Glis werden die Lichter schon rarer. Und schon da packte ich meinen Fotoapparat aus. Auf einer Mauer sass irgendein Tierchen. Nein, eine Katze oder ein Hund war es nicht. Ich näherte mich ihm vorsichtig, und husch war es schon im Gebüsch verschwunden. Es tauchte aber gleich wieder von hinter einer anderen Mauer auf. Und so ging das ein paarmal hin und her. Foto wollte mir aber keine gelingen - nur eine, auf der man aber auch nur glänzende Augen und die Umrisse eines Marders entdeckte.
So setzte ich meine Tour fort, sah aber dann kurz später einen Mann über den Friedhof gehen. Eigentlich nichts Besonderes, morgens um drei Uhr dann aber doch wieder ein wenig besonders. Früher hätte mich die Angst irgendwo von hinten gepackt, und ich wäre heimgerannt.
Ausgangs Dorf verliert sich der Weg dann bald im Dunkeln und führt zwei Stunden lang durch das absolut dunkle weil so enge Nanztal. Früher war die Dunkelheit und erst ein finsterer Wald ein Problem für mich, heute fühle ich mich darin wohl und geborgen, fast wie unter der Bettdecke. Bla bla bla - zurück zur Tour:
Nach zwei Stunden rund hat man dann den Ort erreicht, wo es rechts hoch Richtung Gebidem geht. Jetzt wird es langsam hell, und ein wunderbarer Tag beginnt sich zu offenbaren. Der Rest der Tour war recht ereignislos, er war einfach nur schön.
Den absoluten Nicht-Gipfel Rothorn hatte ich in einem ersten Anlauf verpasst. Da ich in meinem Eifer zu rasch an Höhenmetern gewann, befand ich mich plötzlich 150 Hm oberhalb des "Gipfels". Ich wollte das Rothorn aber der Statistik wegen schon unbedingt mitnehmen, denn immerhin heisst das Rothorn Horn, und ich sammle ja diesen Sommer Gipfel. Die "verlorene" Stunde reute mich aber nicht, denn ich war ja in meinem Revier unterwegs.
Mein Revier? - kann man sagen, denn kaum eine Menschenseele liess sich den ganzen Tag blicken. Und dies erstaunt, wenn man in der europaweit schönsten Quadratmeile unterwegs ist, und dies erst noch bei schönstem Wetter.
Später begegnete ich aber dann doch noch einem ehemaligen Tourenkollegen. Einem längeren Talk folgte eine Abmachung für eine gemeinsame Tour nächste Woche.
Und im Aufstieg zum Galehorn kreuzte ich ein Frau, die ich dann x Stunden spätere an einem ganz anderen Ort (Egga) wieder traf.
Also das Visperterminer Rothorn einmal "bestiegen", ging es via Ochsenhorn, Wyssgrat zum Simelihorn, das die Besitzer (die Staldenriedner) "Galehorn" nennen. Dann weiter zum Mattwaldhorn, das für die Staldenriedner das "Simelihorn" ist. Da zumindest das Gipfelkreuz des Simelihorns die Bezeichnung der Einheimischen (Galehorn) trägt, ist die Verwirrung komplett. Im Gipfelbuch liesst man daher Einträge wie: "Auf welchem Horn sind wir denn jetzt überhaupt?". Jetzt, da ich diesen Bericht im HIKR eintrage, stosse ich der Bezeichnungen wegen zum ersten Mal in meinem Leben iretwegen auf Probleme. Alle meine Tagebücher und Statistiken tragen seit bald hundert Jahren die Namen der Einheimischen ...
Das Simelihorn bestiegen, ging es dann weit hinüber über den Sirwoltepass und dann wieder hinauf zum Simpler Schilthorn, das ich auf meiner letzten Tour des Nebels wegen verpasst hatte.
Damit war der 50. Gipfel meines Alpenstadt Projektes bestiegen.
Es folgte dann noch der lange Abstieg nach Egga hinunter. Es macht immer wieder Spass, Schneefelder hinunterzugleiten. Und da diese noch recht tief ins Tal hinab gehen, konnte ich rasch Höhenmeter abbauen. Die gewonnene Zeit "verlor" ich aber dann weiter unten wieder, weil ich mich in einer kaum je gesehenen Blumenpracht total verlor.
Hike partners:
eugen




















































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